Archiv für die Kategorie ‘Phil’s Life’

26 Apr
2009 by Phil

Fondue Chinoise

Eine chinesische (unterdessen ex-)Mitschülerin (fan li hua), über die ich bereits mal berichtet habe, lud mich, Robin und seinen Kollegen (Andreas) (beides Schweden)zum Essen ein. Ebenfalls eingeladen waren 2 weitere Chinesinnen und eine davon brachte dann noch zwei Kolleginnen mit. Wir waren also nicht gerade wenig Leute.

In der eher grossräumigen Wohnung, in die ich jederzeit einziehen würde (japanese-style, 12-Stock mit Blick auf die Stadt und Mt.Fuji) , hatten wir aber genug Platz.
Sowohl während warten aufs Essen, als auch beim Essen selbst, fand ein kultureller Austausch leider so gut wie gar nicht statt. Während Fan mit Kochvorbereitungen beschäftigt war und sich dabei nicht helfen lassen wollte hatten die anderen 4 Girls ihre eigene Gruppe gebildet und unterhielten sich nonstop auf Chinesisch. Es machte auch nicht den Anschein als seien sie daran interessiert sich mit uns zu unterhalten, also unterhielten sich Robin, Andreas und ich auch einfach unter uns.

Immerhin konnte ich endlich mal wieder ein bisschen auf einem Klavier herumklimpern, da Fan’s Ehemann so ein Ding im Arbeitszimmer herumstehen hat.

Wie das Essen eigentlich heisst habe ich nicht nachgefragt. Es sah für mich aber ziemlich nach Fondue Chinoise aus.. einfach ein wenig anders. Man wirft alle Zutaten die man irgendwie findet in den Wassertopf rein. Zusammen mit irgendeiner scharfen Gewürzpaste. Danach fischt man mit einem Kochlöffel das heraus, was man will und schüttet es in die eigene Schale.

Fan, die Gastgeberin
fondues3

fondues4

fondues2

fondues
Das Essen war jedenfalls super, nur schade dass das mit dem interkulturellen Austausch nicht so ganz funktionierte. Fan entschuldigte sich dafür… sie hatte nämlich auch nicht erwartet dass so viele chinesinnen kämen, welches dann halt zu dieser chinesisch-dominanz führte. Auch wenn die Zeit ein wenig zu langsam verging, bereue ich trotzdem nicht dort anwesend gewesen zu sein… denn wie immer, war es wieder mal eine neues Erlebnis. Und dass man Einladungen nicht abschlagen sollte, kann man im Film “Yes Man” sehen, den ich als wieder mal einen guten Film mit Jim Carrey ala Trueman Show erachte.

26 Apr
2009 by Phil

Bye Martin

Wenn man längere Zeit einen Sprachaufenthalt macht, dann ist es was die Freunde anbelangt ein Kommen und Gehen. Einige waren vor mir da und gehen vor mir zurück, einige sind erst gerade angekommen und wiederum andere sind schon fast japan-urgesteine und werden auch noch da bleiben wenn ich wieder verreise.
Gestern Morgen ging Martin zurück nach Schweden. Mit Martin hab ich so ziemlich am meisten unternommen… das liegt auch daran dass er auf einer ähnlichen Wellenlänge funkt wie ich: Spielt in einer Band, ist Star Wars freak, bloggt, denkt an Weltuntgergang wenn er Roboter sieht da er zuviel Filme dieser Art gesehen hat e.t.c.
byemartin

Wir gingen also zum Abschluss zusammen mit zwei anderen Kollegen Sushi essen in so einem Sushi-Förderband Restaurant. Danach wollten wir eigentlich so was wie Billiard spielen, konnten in unserer Wohnumgebung aber nichts finden. Also endeten wir in einer Karaokebox und sangen uns die Kehle zu Tode.
Tja und der nächste auf der Verlass-Liste bin dann bereits ich. Aber zum Glück geht das ja noch über einen Monat bis es soweit ist….

23 Apr
2009 by Phil

Ein TV-Interview…beinahe.

Auf dem Nachhauseweg wurde ich tatsächlich von einem Reporter (oder was auch immer er war) und seinem Kameramann (so mit einer richtig grossen Kamera auf der Schulter) angehalten. Er fragte mich auf japanisch ob ich kurz zeit hätte… Ich sagte ja, aber fügte ehrlicherweise an dass mein japanisch wahrscheinlich zu schlecht sei um ein Interview zu führen. Daraufhin entschluldigte er sich mich angehalten zu haben, und ich lief weiter.

Was mir an dieser Situation besonders gefällt, ist dass man mich nicht für einen Touristen, sondern für einen hier lebenden Menschen gehalten hat. Ansonsten hätte man ja nicht angenommen dass ich japanisch kann. Natürlich wäre es cool gewesen irgendwo hier im TV zu sein und dann auf Schweizerdeutsch noch anzuhängen: “und ich grüesse all die wo mich kenned”… Aber diese Nicht-Touristanerkennung ist mir schon sehr viel Wert.
Jetzt muss ich es nur noch hinkriegen dass mein Arbeitgeber eine Aussenstelle in Tokyo eröffnet.

22 Apr
2009 by Phil

Zeugen Jehovas – Was tun?

Ich habe tatsächlich nicht schlecht gestaunt als, hier in Japan!!!, plötzlich zwei Frauen vor der Tür standen und mir etwas aus der Bibel vorlesen wollte. Die Bibel war netterweise auf Englisch, und als ich sagte ich müsste gleich los, was sogar zutraf, kriegte ich zwei Broschüren in die Hand gedrückt. Dazu den Kommentar ich soll dies doch mal lesen… Sie kämen dann mal wieder um darüber zu diskutieren.

Ich toleriere grundsätzlich die meisten Religionen und kann es auch nicht verübeln wenn Anhänger einer Religion versuchen neue Mitglieder anzuwerben. Das machen ja Vereine e.t.c. auch. Daher möchte ich nicht unhöflich einfach die Türe zuknallen. Ich überlege mir daher verschiedene Optionen, wie ich diese Besucher das nächste mal “abschütteln”, oder zumindest meinen Spass haben kann. Hier meine geplanten Methoden:

Star Wars
Wenn die Zeugen Jehovas (von nun an ZJ) beginnen wollen aus der Bibel zu lesen, sage ich “kurzen Moment bitte”, gehe herein und hole das Buch: “Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück”. Ich beginne daraus den Teil zu lesen, wo Anakin offenbart dass er Luke’s Vater ist. Danach frage ich die ZJ, wie sie sich in Luke’s Situation fühlen würden und wie sie an seiner Stelle reagiert hätten. Als Abschlussfrage starte ich eine Diskussion, wer dass bei einem Luke Skywalker vs. Jesus Battle wohl gewinnen würde?

Jesus Christ Superstar
Ich packe meinen M3 aus, und spiele die ungekürzte vollorchestrale Version von “Jesus Christ Superstar“. Natürlich inklusive Gesang. Dies mit dem Ziel, dass die ZJ in einen tiefen Trancenzufriedenheitszustand geraten und vergessen dass Sie mir aus der Bibel vorlesen wollten.

Taubheitsanfall simulieren
Ich simuliere einen plötzlichen Anfall von Taubheit und frage ob Sie mir die entsprechende Bibelstelle nicht pantomimisch vorspielen könnten.

Mühsame Unterbrechungen
Ich unterbreche nach jedem vorgelesenen Satz und Frage nach ob man dies nicht auch anders schreiben könnte, und was dieser Satz übertragen auf unseres Zeitalter bedeutet.

Poetry Slam
Ich sage den ZJ, dass wenn sie sich für einen Poetry Slam anmelden, mir die Bibelstelle vorlesen dürfen.

Langweilige Konversation
Ich lade die ZJ zu einem Kaffee ein und zeige ihnen meine Briefmarkensammlung. Anschliessend spielen wir das Spiel: “Ich packe in meinen Rucksack: Eine neudeutsche Bibel, ein wanderstock e.t.c.” Schlussendlich wird gewettet wer am schnellsten auf 1 Million zählen kann. Mit anschliessender Überprüfung, versteht sich.

Umkehrspiel
Ich starte zu fragen, was die ZJ von einem gewissen Vers eines gewissen Bibelbuches halten. Natürlich habe ich keine Ahnung, aber ich sage dann jeweils: “ja ich sehe dies auch in etwa so”

Wohnung putzen
Falls die ZJ meine Wohnung aufräumen und putzen, dürfen Sie mir 20 Minuten lang vorlesen. Ich bin aber nicht gezwungen zuzuhören.

Weitere Ideen sind Wilkommen 🙂 Mein Favorit ist natürlich der mit dem Star Wars… müsste mir nur noch das Buch zutun.

20 Apr
2009 by Phil

Killerspinnen und so

Sogar 20 Minuten berichtet darüber. Wäre ja gelacht wenn ich mir diese Monsterkillerspinnen nicht auch reingezogen hätte!

Aber ehrlich gesagt, war es purer Zufall. Bereits am Freitag entschieden wir (Robin, Martin und ich) Sonntags nach Yokohama zu reisen und dort mal Chinatown zu besuchen. Wir hatten keine Ahnung dass genau dann die Spinneninvasion stattfindet. Erst am Sonntag Morgen fand ich kurz vor Abreise in meinem Feedreader einen Hinweis auf “La Machine”.

Yokohama ist nach Tokyo die zweitgrösste Stadt in Japan. Aber die beiden Städte sind eigentlich Nachbarn und Yokohama ist von Tokyo aus in 20 Minuten erreichbar. Das ist kürzer als ich benötige um ins Stadtzentrum zu fahren. In Yokohama angekommen, schlenderten wir der Küste entlang Richtung Chinatown.
Dieser Teil Yokohamas ist ziemlich Modern und so… was mir natürlich gefällt.
yoko1

Plötzlich stehen wir vor einer grösseren Menschenmenge, die alle in dieselbe Richtung schauen. Und was sehen wir: Da hängen sie, die beiden Giant Robot Spiders.
yoko2
Noch schlafen sie und sind harmlos. Wann beginnt denn die grosse Show? Mit unseren in den letzten 4 Monaten erworbenen japanischkenntnissen finden wir auch dies relativ schnell heraus. Wir entscheiden also weiterzugehen und zurückzukommen wenn hier zwei gigantische Spinnen Menschen mit Salzsäure bespritzen und mit ihren Füssen zerquetschen…

Chinatown ist halt, wie ein Chinatown so aussieht. Viel rot, viel chinesen, viel Lampione, lauter gleiche Shops. Als wir durch Chinatown laufen, versuche ich herauszufinden, welche Personen nun Japaner und welches Chinesen sind. Ich denke es gelingt mir unterdessen recht gut diese äusserlich zu unterscheiden. Wahrscheinlich bilde ich mir diese Gabe aber auch nur ein… ich habe jedenfalls nie nachgefragt um zu sehen ob ich richtig lag.
Essen war angesagt. Also ab in eines der vielen chinesischen Restaurants. Ich weiss nicht, wieso wir zu den auserwählten gehörten, aber wir durften einen Stock höher gehen und es uns so richtig traditionell auf Tatami-Matten bequem machen.
yoko4

Nach dem absolut köstlichen Essen machten wir uns dann auf Spinnensuche.
Die Strassen, die von den Killerspinnen besucht werden sollten waren mit Menschen überhäuft. Wir zwängten uns durch die Menschenmengen und da hörten wir auch schon die ersten Schreie…. Menschenteile flogen durch die Luft, viele verzweifele Gesichter und eine sekündlich ansteigende Witwenanzahl in Yokohama, während dem schon die ersten Gebäude niederbrannten und die japanische Luftflotte versuchte die Killerspinnen mit Laserkanonen zu eliminieren.
Dann wachten wir auf und merkten dass wir einfach zu viele Filme gesehen hatten. In wirklichkeit waren da nur zwei Spinnen die so taten als würden Sie laufen. Denn die sind einfach nur an einem Kran angemacht und werden vorwärts geschoben. Ja, die Beine bewegen sich schon… und von weitem sieht es auch ziemlich echt und spektakulär aus. Aber nach unseren “Damn, there are two fucking big giant robot spiders attacking humanity in yokohama”-Ausmahlungen, war das ganze natürlich bei weitem nicht mehr ganz so Spannend. Aber trotzdem… ich war (zufällig) dort!!! Und verdammt… man sieht wirklich nicht jeden Tag zwei 12-Meter grosse Spinnen durch die Strassen laufen.
yoko5

yoko6

Und hier noch ein (nicht von mir aufgenommenes) Spinnenvideo:

16 Apr
2009 by Phil

Was man mit dem Nintendo DSi NICHT machen darf

Im japanischen Handbuch des Nintendo DSi sind insgesamt 51 Situationen abgebildet, die Zeigen was man mit dem Nintendo DSi nicht tun sollte.
Hier sind einige davon. Die entsprechenden Kommentare entsprechen möglicherweise nicht der Realität 😉

DSi nicht in der Mikrowelle verwenden
nds1

Nicht mit Büroklammern einen Kurzschluss am Akku erzeugen. (alles andere Metallische ist ok… betrifft nur Bürklammern)
nds1

Auch wenn man den DSi lieber in Blau gehabt hätte: Nicht mit blauer Farbe bespritzen.
nds1

Wenn Babies mit zwei DSi Touchstifte spielen, kann es sein dass das Ladegerät zu zittern und schwitzen beginnt.
nds1

Wenn es draussen Blitzt, dem DSi nicht zuwinken.
nds1

Nicht fallen lassen.
nds1

Wenn Babies SD-Karten anschauen, beginnen diese zu schwitzen.
nds1

Wirelessfunktion nicht verwenden, wenn man Kaffee trinkt und ein cooles Herz-T-Shirt trägt.
nds1

Kein Wasser aus dem Akku rauslassen.
nds1

Wirelessfunktion nicht gegen Leute mit rotem Stirnband anwenden.
nds1

Das Auto nicht per DSi steuern.
nds1

Den DSi nicht in der Nähe von Katzen verwenden.
nds1

Remember: Der DSi wird nicht mehr mit Dampf betrieben.
nds1

Den DSi nicht von Babies auf einer Tischkante balancieren lassen.
nds1

Wenn die Sonne scheint und das Auto sagt “DSi”, dann kann eine Fliege erscheinen. WTF?
nds1

Nicht mit weissen Socken auf das Kabel stehen.
nds1

Keinen Tintenfisch ans Stromkabel hängen.
nds1

Kein Pflaster ans Ladegerät kleben.
nds1

Den DSi nicht in den Kopf eines Schneemannes stecken.
nds1

Alte Frauen dürfen nicht auf DSi-Spiele spucken.
nds1

Keine Bürklammern an zwischen Netzadapter und Steckose klemmen.
nds1

15 Apr
2009 by Phil

Vermisstmeldung: Kochholz

Soeben habe ich mir etwas in die Bratpfanne gehauen und dabei festgestellt dass mein Kochholz (oder auch “Kochstecken”) verschwunden ist.
Halt dieses Ding um das Fleisch oder was auch immer man gerade brädt zu wenden und umzurühren. Somit gehört das Kochholz zu den Dingen, von denen man erst weiss wieviel Wert sie sind, wenn man sie mal vermisst.

Falls du den Kochstecken geklaut hast, dann gib ihn bitte zurück! Umrühren mit Löffel ist nicht so toll.
Hier eine ungefähre Skizze des vermissten Objektes. Ich bin um froh um jeden Hinweis.
kochholz

15 Apr
2009 by Phil

Dachfenster

Dachfenster sind super. Insbesondere zum Einschlafen während draussen 20 Liter Regen pro Sekunde auf das Dachfenster prasseln.
Wenn ich zurück in der Schweiz bin, will ich gefälligst auch ein Dachfenster. Und wenn ich dann halt im Erdgeschoss wohne, baue ich mir eine Röhre aussen ans Haus ran die bis zum Dach geht und baue dort dann das Dachfenster ein.
Und dann montiere ich eine Sprinkleranlage auf das Dachfenster, die ich jederzeit für Einschlaf-Regen-Simulationen einschalten kann.
Und das Dachfenster soll selbsttändig den Ort wechseln können, so dass mir morgens wenn ich ausschlafen will auch jaa keine Sonne ins Gesicht scheint.