Archiv für die Kategorie ‘Phil’s Life’

14 Apr
2009 by Phil

Konnichiwa Nintendo DSi!

Ja, ich hab mir einen Nintendo DSi gekauft. Da meine Eltern mir vor Jahren ums verrecken keinen Nintendo 64 schenken wollten, ist dies meine erste Nintendo-Konsole seit meinem Ur-Gameboy, den ich mir mit hart erarbeitetem Geld selber gekauft hatte. Ihr seht, ich hatte eine schwierige Kindheit;)

Zurück zum DSi. Bis Gestern hätte ich nicht gedacht, dass ich je einen DSi kaufen würde. Ich habe ja bereits eine PSP und so wäre es ja völlig übertrieben, sich auch noch einen Nintendo DSi anzuschaffen. Zudem bin ich immer noch der Meinung, dass wenn schon gamen, dann richtig auf einem PC oder einer neuen TV-Konsole. Ich brauche meine PSP ja auch hauptsächlich um beim Pendeln Serien zu schauen. Und im Urlaub kann man ja Bücher lesen… da braucht es keine Spielkonsolen, gell Beat?

Wieso also ein DSi? Es ist ja nämlich so, dass die Grafik vom DSi verglichen mit der PSP schon fast zum Kotzen aussieht. OK, es ist ja allgemein nicht Nintendo’s Ziel möglichst gute Grafik darstellen zu können, sondern es geht um den Spielspass. Aber ich hab eigentlich genug Spass in meinem Leben, und als Portable Konsole hab ich ja bereits eine PSP. Und ich hätte ein schlechtes Gewissen auch noch einen DSi zu besitzen.

Wieso also ein DSi?
In meinem neuen Kurs wird ein neues Buch verwendet, und dieses Buch ist vollgespickt mit Wörtern die ich noch nie gehört habe. Auch die Lehrerinnen (welche wieder alle weiblich sind) reden auf einem Höheren Level, und ich habe angefangen nicht mehr jedes Wort aufzuschreiben und zu lernen. Ich meine, wir lernen Wörter wie “Raumschiff”. Das freut mich natürlich sehr, denn jetzt kann ich auch auf japanisch sagen was ich mir zum Geburtstag/Weihnachten/Heiratsantrag/Namenstag wünsche. Im Alltag werden solche Wörter allerdings eher weniger verwendet. Es gibt also immer mehr Wörter die ich nicht verstehe und der Griff zum Wörterbuch nötig wird. Da ich nur irgend so ein Taschenwörterbuch habe ist auch dort nicht alles drin.
Dazu kommt noch, dass ich jetzt ja begonnen habe die Chinesischen Schriftzeichen zu lesen/schreiben. Auch da gibt es dann oft mal Zeichen, die man gerne Verstehen würde. Um ein solches Zeichen nachzuschlagen reicht ein normales Wörterbuch nicht mehr auf. Denn wie soll man all diese “Zeichnungen” auch anordnen, so dass man sie findet?
Dafür gibt es diese elektronische Wörterbücher mit Touchscreenfläche wo man das Zeichen zeichnen kann und dann kommt die möglichen Bedeutungen und übersetzungen. Jetzt kommen wir der Sache näher.
Ich wollte so ein Ding, da es unheimlich praktisch ist und sogar Japaner solche ständig dabei haben um notfallmässig etwas nachzuschlagen (man kann ja nicht erwarten dass jeder alle rund 49000 Zeichen kennt (Der durchschnittsjapaner kennt 3500 Kanji)).
So ein Ding kostet aber mindestens 20’000 Yen. Und dann gibt es den neuen Nintendo DSi für 18’000 Yen. Für den gibts so ein Wörterbuchprogramm das all das kann was ich mir wünsche… und ich kann falls ich Lust habe den Nintendo DSi auch noch zum gamen benützen.
nintendodsi1

Also hab ich mich für den Kauf entschieden. Und ich bereue Ihn nicht, denn das Wörterbuch ist wirklich spitze… und es gibt tatsächlich auch noch einige Games die ziemlich cool sind. Dazu werd ich aber später mal was schreiben.

Wie schon bei der PSP, möchte ich gerne die Möglichkeit haben Games herunterzuladen um diese kostenlos spielen zu können selbst Programmierte Games auf dem DSi laufen zu lassen.
Dafür fragte ich mich in den Seitengassen von Akihabara (Tokyo’s Electric Town) um… Nach zwei Absagen fand ich einen Ort wo ich auf meine Anfrage hin in den Laden geführt wurde und ich an der Theke eine sogenannte “Acekard” bekam. Diese ermöglicht es auf einer MicroSD-Karte gespeicherte Spiele auf dem DSi zu starten. Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen 😉
acekard

Einziger Nachteil des hier gekauften DSi: Das Menü ist auf Japanisch – aber ich finde mich darin zurecht. Und der Ladeadapter ist auf 100V ausgelegt – aber man kriegt den in der Schweiz für 25.-
Ein PSP vs. DSi Beitrag wird irgendwann folgen.

13 Apr
2009 by Phil

bye Frühling, hallo Sommer, frohe Ostern

letzte Woche war noch Frühling. Jetzt ist Sommer. Das sieht man zum einen an den Temperaturen, die in der letzten Woche immer irgendwo zwischen 20° und 24° lagen.

Und jetzt ist auch dieser Kirschblütenhype endlich zu ende. Aus weiss/pink wird grün:
summer

Und der Osterhase hat es tatsächlich bis nach Tokyo geschafft. Meine Osterküken und ich haben uns sehr gefreut:
easter

In diesem Sinne etwas nachträglich: Frohe Ostern.

12 Apr
2009 by Phil

Tokyo mal anders

Es ist immer wieder mal überrachend, was man in Tokyo so für Orte findet, die absolut nicht wie Tokyo aussehen.

2 Minuten früher war ich noch inmitten von irgendwelchen Containern und Industriegebiet und dann plötzlich:
odaibapark1
odaibapark2

Und ich weiss zwar nicht wieso, aber irgendwie erinnert mich diese Landschaft an Griechenland oder ähnlich… aber immer noch Tokyo.
odaiba3

Und hier der Sandstrand mit Sonnenuntergang… aber immer noch Tokyo.
odaiba4

Ihr seht also: Tokyo ist nicht nur eine Stadt… Es ist eine Welt wo man von allem etwas finden kann 🙂
Und übrigens… Tokyo schreibt man im Deutschen eigentlich mit “i” statt “y”. Da ich hier aber verenglischifiziert wurde, benutze ich weiterhin die Y-Variante. Einfach damit ihr es wisst und nicht falsches Zeugs von mir lernt.

11 Apr
2009 by Phil

i’ll be back, und andere roboter

Um meine tägliche Reisezeiten zu verkürzen, habe ich begonnen während der Zug/U-Bahn Fahrt die Serie: “Terminator: The Sarah Connor Chronicles” zu schauen. Da die Serie nicht übermässig Anspruchsvoll ist, und gute Unterhaltung bietet, ist es genau das richtige.
Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Terminator 4 dieses Jahr, gibt es hier eine Sonderausstellung dazu. Dass witzigste dabei ist, dass ich darüber in einem deutschen Blog gelesen habe. Also looos, da musste ich natürlich hin.

Im grossen und ganzen gibt es in der Ausstellung einfach alle verschiedenen Terminator-Modelle in “echt” anzuschauen. Mit ein wenig Phantasie beginnen die sich aber auch zu bewegen und das eigene Leben hängt plötzlich am seidenen Faden. Aber für solche Fälle habe ich immer meinen Terminator-Disruptor dabei. *pew pew*
Genug gequaselt, hier zwei, drei Fotos:
terminator3

terminator2

Und dies ist übrigens meine neue Freundin. How about dancing this evening? oh wait.. sorry..
terminator1

Die Ausstellung ist eine Temporärausstellung innerhalb des “Museum for Emerging Science”. Natürlich liess ich mir auch dies nicht entgehen. Zu sehen war, wie die Geschichte von Terminator schon bereits langsam realität wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Roboter eigenständig werden. Und dann noch ein Zeitchen dazu, und Sie werden ihre Besitzer vernichten. Terminator und Matrix lässt grüssen.

Hier sieht man die böse evolution des Roboters: Er spielt Fussball!!!
asimo
Es war schon ziemlich cool, nachdem ich schon öfters mal youtube-filmchen über Asimo gesehen habe, diesen mal live zu sehen.

Nebst den Robotern gab es auch viel anderes Science-Zeugs zu sehen, und in einem 360°-Kino hab ich mir noch irgend einen ziemlich überwältigenden Zukunftsvisionanimationsfilm angesehen. Falls ihr also gerade mal in Tokyo seid, kann ich dieses Museum wärmstens empfehlen.

7 Apr
2009 by Phil

Cherry Blossom Girl Tree

Ja, zurzeit ist es da volle Kanne am Blühen. Das ganze sieht, zugegeben, schon ziemlich schön aus, wird aber trotzdem überbewertet. Aber sollte ich je in Japan einen Heiratsantrag machen, dann bestimmt zu dieser Jahreszeit unter einer Horde Kirschblütenbäumen. Denn für Frauen ist dies wahrscheinlich etwa ebenbürtig Romantisch wie ein Sonnenuntergang am Meer… und in solchen oberromantischen Situationen kann man ja wohl kaum “nein” sagen.
Allerdings wird die Romantik durch die vielen vielen Leute, die sich in der Gegend herumtummeln ein wenig zerstört. Folgendes Bild wurde Heute etwa um 11 Uhr aufgenommen. Heute ist Dienstag. Wieso sind denn all die Leute nicht am arbeiten? Und ich will ja gar nicht wissen, wie das an einem Wochenende aussieht…
sakura1

Random Pictures:
sakura2
sakura3

By night:
sakura4

Und wenn man zu lange bei einem Baum steht wird man in einen Hund mit Röckchen verwandelt:
sakurainu

Mehr Fotos gibt es wie immer auf meiner Picasa Fotoseite.

P.S. Der Blogtitel ist eine kleine Hommage an die französische Band “Air”.
P.P.S. Für mich einmal Heiratsantrag in der ISS… und statt einem Ring hätte ich gerne ein Raumschiff (oder zwei).
P.P.P.S. Ich kann trotz geschenktem Raumschiff und Ausflug zur ISS ohne schlechtes Gewissen “NEIN” sagen.

6 Apr
2009 by Phil

Big Christmas!

Heute war in der Schule spezialprogramm angesagt.
Da die Neuankömmlinge heute den Einstufungstest haben machten wir alt-eingesessenen einen Schulausflug. Juhui!
Sofern ich (und andere auch) aus dem Infozettel lesen konnten, den wir letzte Woche bekamen, war es geplant den Imperial Palace und dessen Gärten zu besuchen.
Entsprechend rüstete ich mich mit Kamera und Sonnenbrille aus.

Nachdem mehr oder weniger alle am Treffpunkt eingetroffen waren, liefen wir los…. und befanden uns 10 Minuten später im Japanischen Bundesgericht. WTF? Und zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mal wo zur Hölle wir hier eigentlich sind. Ich wusste nur: Nicht im Imperial Palace und auch nicht in einem Park.

In einem Kinoähnlichen Saal wurden wir empfangen und ein Herr im Anzug und Krawatte begann einen Vortrag mit Powerpointpräsentation zu halten… auf Japanisch versteht sich. Dann kam irgend ein 10 Minutenfilmchen das die verschiedenen Rechtsinstanzen e.t.c. erklärte. Zu diesem Zeitpunkt wurde langsam klar wo ich gerade bin.

Nach dem Film gings in den Gerichtssaal. Wieder redete ein Mann im Anzug sehr viel Zeugs auf Japanisch. Dieses mal war es aber ziemlich interessant. Es ging darum dass…. OK, ich habe keine Ahnung was er 15 Minuten lang erzählt hat. Irgendetwas in diesem Raum ist 50 Meter (lang oder hoch… keine ahnung). Und es gibt Plätze für die Presse die mit Licht ausgerüstet sind. Das Pultlicht eines Pressepultes wurde sogar zur Demonstration eingeschaltet – von einem zweiten Mann, der schon die ganze Zeit dort stand und auf das Signal wartete das Licht einzuschalten, um es dann wieder auszuschalten und zu warten bis der Vortrag zu Ende war. Am Ende fragte der Vortragende ob wir noch Fragen hätte. Klar hatte ich Fragen: “Was hast du soeben erzählt?”, “Gibts hier was zu trinken?”, “Braucht es eine spezielle Ausbildung um das Pressepultlicht einzuschalten?”,”Hätten nicht 40 Meter auch gereicht?”, “Wieso bin ich eigentlich hier?” – aber ich behielt die Fragen für mich.

So ging die Bundesgerichtsführung zu Ende, und wir kamen dann doch noch dazu ein paar Kirschblütenbaumfotos zu schiessen. Ich werde Morgen diesbezüglich wahrscheinlich mal ein Fotomedley posten.

Und was hat das ganze mit “Big Christmas” zu tun?
Auf japanisch heisst “überrascht werden” “biküri schimas”. Das tönt so ziemlich 1:1 wie Big Christmas von japanern ausgesprochen (bigü kürischmas). So hat sich “Big Christmas” zum insider für “Überraschung” etabliert. (und immer dran denken: r=l)

4 Apr
2009 by Phil

Origami(löffel) und mein Kampfgeschwader

Da ich bei Space Invaders einfach nicht besonders begabt bin, musste ich eine andere Methode finden um mich gegen die bösen Nordkoreaner zu verteidigen.
Der folgende Origamilöffel brachte mich auf eine Idee.
origamispoon1
origamispoon2

Ich bastelte mir also meine eigene Origami Luftabwehr. Hier ist die Flotte während eines Flyby-Manövers in einer klassichen 1-2-4-1-1 Offensivformation zu sehen:
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Die erfahrenen Kraniche zeigen ihr Können, indem sie einen Looping fliegen, während dem das neunte Teammitglied durch den Looping hindurchfliegt.
papercranes2

Auch das “ganz nahe übereinander”-Fliegen zeigt die Professionalität und höchste Konzentrationsfähigkeit meines Kampfgeschwaders.
papercranes3

Dann hätten wir da die Lotusblütenformation. Diese wird selbstverständlich im freien Fall gezeigt, da Schub geben in dieser Formation nicht möglich ist.
papercranes4

Und last but not least, das klassiche aufeinander zufliegen und im letzten Moment ausweichen. Natürlich mit Rauchspur, damit es für den Zuschauer noch besser aussieht:
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Sorry Patrouille Suisse… Ihr könnt ja sowas von einpacken!!!

3 Apr
2009 by Phil

Zertifizierter Japanischredner und drei Klassenfotos

Heute war Abschied angesagt. Nach 12 Wochen Konversationskurs löst sich die Klasse auf in: Herumreisende, nach Hause gehende(wie öde), nächsten Konversationskurs besuchende und Intensivkurs besuchende (das wäre dann ich).
Der Intensivkurs unterscheidet sich insofern vom Konversationskurs, dass mehr geschrieben wird, und die Kanji-Symbole gelernt werden (juhuii). Und er ist Nachmittags und nicht Morgens. Was meinen bisherigen Tagesrythmus völlig durcheinanderbringen wird.
Nun, hier mein Zertifikat.certificate
Ich war ziemlich enttäuscht, dass niemand von euch an die Diplomübergabe gekommen ist… aber ich denke dies liegt auch ein wenig an mir, weil ich es verhängt habe euch mitzuteilen dass diese Heute war…
@Micro Innovation: Da ich nun diplomierter Japanischredner und dies für meinen derzeitigen Arbeitsbereich eine positiv unterstützende Wirkung hat, erwarte ich eine Gehaltserhöhung 🙂

So und nun könnt ihr auch endlich mal sehen, was für Leute mich die letzten drei Monate begleitet haben. Hier die Klassenfotos von Mi, Do und Fr, mit den jeweiligen Lehrerinnen. (Nur Do sind alle Schüler anwesend)
kurasu1
kurasu2
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Ich freu mich jetzt aber schon auf Morgen für den grossen: Nordkorea vs. Japan fight. Ich hab schon mal begonnen ein bisschen bei Space Invaders zu üben, damit ich die Nordkoreanische was-auch-immer treffen werde wenn diese über mein Haus fliegt.
pew pew!!