Archiv für die Kategorie ‘Japan’

9 Feb
2009 by Phil

Tokyo Bay

Einer der Stadteile der mir am besten gefällt ist die “Küste”. Gestern marschierte ich also mal über die 60 Meter hohe und zweistöckige “Rainbow Bridge”, um die Aussicht auf die Stadt zu geniessen. Ich werde dies auf jedenfall nochmals Nachts wiederholen, um die Skyline mit all den tausenden von Lichtern abzulichten. Hier vorerst mal ein par wenige Tag-Fotos:

tokyobay1
(Der “Eiffelturm” den man auf dem Bild sieht ist übrigens sogar ein wenig höher als der “echte”)

tokyobay2

tokyobay3

Zurück nahm ich dann die Monorail. Dies ist insofern speziell, dass sie vollautomatisiert fährt. Sprich es gibt keinen Lokführer oder ähnlich. Man ist also völlig der technik ausgeliefert. Ist schon ein bisschen ein komisches Gefühl so in der Gegend herumzufahren, ohne dass das Gefährt wirklich von jemandem gefahren wird.

7 Feb
2009 by Phil

Shibuya Nightlife

Freitag Abend war Party angesagt. Also ab in die Stadt nach Shibuya, wo es jede Menge Bars und Clubs und Karoke gibt. Zusammen mit drei Schweden, und der japanischen Freundin des einen der schon seit 11 Monaten hier verweilt, gingen wir zuerst Indisch Essen.
Das war ziemlich Teuer, weil von dem komischen Brot zusammen mit dem Chicken Curry wurde ich einfach nicht richtig Satt und musste immer wieder nachbestellen.

shibuya
Shibuya Friday Night

Anschliessend hängten wir es gemütlich in eine Bar, bevor wir uns um halb 2 auf die Suche nach einen Club machten. Wir fanden einen der nur 25 Franken kostete und man soviel trinken kann wie man will. Für mich ja nicht besondes lukrativ da ich nicht so viel trinke, respektiv es nicht viel braucht bis ich den selben “Pegel” habe wie andere.

Es lief ziemlich ausschliesslich Hip Hop, was nicht grade das Beste am ganzen war, aber ich gewöhnte mich daran und wenn man mal am Shaken ist, dann ists eh egal was für Musik das läuft.

Nebst vielen Japaner/Innen (na logisch, ich bin ja in Japan) hatte es auch noch eine Handvoll Amerikaner von der Navy hier. Wir lernten zwei “Nuclear Engineer”-Innen kennen, was ja nicht grad jeden Tag der Fall ist. Ja und so verbrachten wir die Nacht dort bis die Lichter angingen und machten uns Morgens wieder auf den Weg nach Hause um endlich zu schlafen. Aber auf jeden Fall: Kinou no ban wa totemo tanoshikata des.(Gestern abend war total “cool”)

7 Feb
2009 by Phil

Wenn die U-Bahn stillsteht

Morgens fährt all 4 Minuten eine total gefüllte U-Bahn in die Stadt. Was passiert, wenn die U-Bahn-Strecke nun für etwa eine Stunde blockiert ist?
Wegen einer defeken Weiche blieb die U-Bahn Linie die ich für den Weg zur Schule nehme stehen. Das war wieder ein Erlebnis.

Mein Nachbar und ich hatten zuerst mal keine Ahnung worum es ging. An der Station wo wir stehengeblieben sind stiegen immer mehr Leute aus, aber andere blieben in den Wagen drin und warteten dort bis es weiter ging. Wir machten bekanntschaft mit Yumi, eine freundliche Japanerin die bestens Englisch sprechen konnte und uns die Sache erklärte. Sie war auch bereit uns über andere Zug- und U-Bahnverbindungen ans Ziel zu führen. Das Angebot nahmen wir dankend an und merkten, dass es nicht verkehrt ist immer ein Tokyoer Schienennetzplan dabei zu haben um irgendwelche Ausweichmöglichkeiten zu finden.

Nun waren wir ja nicht die einzigen die dann auf eine andere Zuglinie umstiegen. Da war eine rieseige Menschenmenge die sich (so wie wir) eine Verspätungsbestätigung und ein “Freibillet” holen mussten, um auf andere Bahnen wechseln zu können. Natürlich musste auch so ziemlich jeder seinem Boss telefonieren um über die Verspätung zu berichten. Dabei hatten viele der Telefonierenden einen Gesichtsaudruck als sei gerade die Welt zwei mal Untergegangen und sie seien die Schuldigen dafür.

Wir nahmen das relativ locker, und auch Yumi schien da ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef zu haben. Nach drei mal umsteigen, kamen wir dann Schlussendlich mit nur einer Stunde Verspätung und einer Visitenkarte von Yumi (Advertising Account Management and Executive) in der Schule an. Mal sehen, vielleicht gehen wir mit ihr mal Karaoke singen 🙂

Als ich Mittags wieder auf der Linie nach Hause fuhr, hatte sich die Linie immer noch nicht ganz erholt und es fuhr nur jede zweite Bahn.

Fazit: Wenn man etwas grosses mit wenig Aufwand auslösen will, dann am besten während der Rush Hour die Notbremse in einer U-Bahn betätigen.

4 Feb
2009 by Phil

setsubun

Gestern war hier Frühlingsbeginn. (In Europa auch?).
Jedenfalls gibt es hier dazu eine Tradition namens “Setsubun”. Man wirft Bohnen aus dem Haus und schreit dabei “Oni wa soto” = “Verschwindet, böse Geister”. Danach wirft man Bohnen ins Haus und sagt “Fuku wa uchi!” = “Komm herein, Glück”.
Dafür konnte man hier sogenannte Setsubun-Sets kaufen. Beinhaltend eine Maske, falls jemand den bösen Geist spielen will, und etwa 12 kleine Packungen mit Bohnen (Soja-Bohnen soviel ich weiss, man kann sie jedenfalls essen und es schmeckt nach gar nichts).
Das ganze haben wir mitbekommen weil die Lehrerin mit einer solchen Packung hereinmaschiert ist und uns die Bohnen verteilte und den Brauch erklärte. Das herumschmeissen von Bohnen unterliessen wir jedoch. Ich meine… ernsthaft… das ist doch was für Kinder? Und vor allem, das kann gefährlich werden und auch ins Auge gehen..
beans

Packung Wurfbohnen

3 Feb
2009 by Phil

Morgens in der Metro

Heute wars mal nicht so eng in der Metro. So konnte ich meinen Fotoapparat aus der Jacke nehmen um möglichst unauffällig ein Foto zu schiessen. Man sieht, die Leute halten sich immer noch fest, das heisst es ist immer noch genug Platz um umzufallen. Üblicherweise ist das nicht so. Auf dem Foto sieht es so aus, als seien nur Männer in der U-Bahn. Auf dem Foto sind aber in wirklichkeit etwa 15 Frauen. Man sieht die nur nicht, weil die so klein sind.
metroRush1

(P.S. Hello Kitty !!!)

Und so sieht es dann aus, wenn die Menschenmenge an einer wichtigen Station aussteigt. Zum Glück muss ich auch bei dieser Station raus, denn man wird von der Masse einfach aus der Metro gespühlt. Und muss richtig kämpfen wenn man drin bleiben möchte.
metroRush2

und wie gesagt… das war jetzt vergleichsweise noch nicht so ganz voll.

Ach ja und:
“abunai!!” = vorsicht!!
abunai

2 Feb
2009 by Phil

Büro, Küche und WC

So sieht das ganze aus:

mein Wohn- und Schlafzimmer:

myroom1

meine Küche und Gang

myroom2

und mein Badezimmer:

myroom3

1 Feb
2009 by Phil

Breaking News: Erdbeben (Update)

Die Veröffentlichung eines Fotos meines neuen Arbeitsplatzes muss leider aufgeschoben werden. Es ist da nämlich etwas dazwischen gekommen.

Jepp, wir hatten hier heute Morgen ein Erdbeben. Gleich vorab: Abgesehen davon dass es ein Erdbeben ist, gibt es nichts Spektakuläres darüber zu berichten.

Ich hatte ja bereits in der Schweiz schon mal ein Erdbebenchen miterlebt. Aber es ist doch ziemlich faszienierend, wenn man Morgens um 7 plötzlich wachgerüttelt wird und sieht wie die Lampe die von der Decke herunterhängt hin und her schwankt.
Während des Erdbebens überlegte ich mir ob und was ich tun sollte. Nach draussen gehen? Unter einen Tisch kriechen geht nicht, da der Tisch zu diesem Zeitpunkt noch nicht montiert war. Ich entschied mich im Bett zu bleiben und abzuwarten…. Ich meine, es ist 7 Uhr morgens an einem Sonntag. Da bleibt man im Bett.
Es war die richtige Entscheidung, denn es wurde nicht stärker und nach ca. 20 Sekunden oder so war es wieder vorbei.
Wie gesagt… nichts spektakuläres, aber ein Erdbeben erlebt man doch nicht jeden Tag.

Update: In wahrheit sehe ich gerade.. habe ich täglich bis zu 4 Erdbeben oder so. Siehe http://weathernews.jp/quake/  Naja, bemerkt hab ich wie gesagt nur das von Heute, 6:52… alle anderen sind viel zu schwach um sich bemerkbar zu machen.

31 Jan
2009 by Phil

IKEA: Pimp up my room

Wie bisher jedes Wochenende, war ich heute shoppen. Und zwar bei IKEA. Die Spannung war gross, denn es hing die Frage in der Luft, ob die IKEA-Artikel hier in Japan dieselben sind wie in Europa, oder ob es da Japanspezifisches Zeugs gibt.
Die Antwort lautet: IKEA ist IKEA. Auch hier gibt es die exakt gleichen Produkte wie zuhause. Es kam mir schon ein bisschen wie ein Fehler in der Matrix vor, zwischen all den Karsten, Sörensen, Torsten, Olga’s und wie die Möbel alle heissen, lauter Japaner/innen zu sehen. Da sassen sogar zwei auf der Couch die in Ebnat-Kappel in meinem Zimmer steht.

Gekauft habe ich mir einen kleinen Tisch und einen Stuhl. Ich musste dafür zwei mal die Reise auf mich nehmen, da das Tragen von Tisch und Stuhl nicht gleichzeitig funktionierte.
Bei der ersten Reise musste ich feststellen: etwas vom blödsten was man in Tokyo machen kann, ist mit einem Tisch(natürlich trotzdem einigermassen kompakt zusammenkartoniert) während der Rush Hour in einen Zug zu steigen. Das ist nämlich so, als müsste man am Open Air während des Hauptacts in der vordersten Reihe einen Tisch vom einen Ende zum anderen transportieren.

Jedenfalls ist jetzt Tisch und Stuhl in de Wohnung und ich werde das ganze morgen zusammenbauen. Dann kann ich meinen Schrank endlich als Stauraum verwenden.