Archiv für die Kategorie ‘Japan’

22 Feb
2009 by Phil

Ich habe mir ein U.F.O. gekauft.

Jepp, ohne scheiss jetzt. Ich hab mir heute im Supermarkt ein U.F.O. gekauft. Und die Abkürzung steht wie auf der Verpackung geschrieben tatsächlich für “Unidentified Flying Object”. Woooohoooo, das wird cool. Jetzt kann ich Nachts über der Stadt herumdüsen und am nächsten Tag in der Zeitung über U.F.O-Sichtungen lesen.
ufo

Update: Die Enttäuschung war gross, als sich beim Öffnen der Verpackung herausstellte, dass es sich hierbei um ein Nudelgericht handelt. Ich glaube ich werde den Hersteller wegen offensichtlicher Irreführung verklagen.

21 Feb
2009 by Phil

Katana Schwerter

Heute war ich im Nationalmuseum. Grösstenteils für mich uninteressant, da ich mich für irgendwelche Töpfe oder Kleidungen von vor x-100 Jahren nicht besonders begeistern kann.
Etwas gab es aber, was mich ziemlich faszinierte: Die berühmten, handgemachten Samuraischwerter.
Es beginnt schon beim Griff. Da sind mikrominaturistisch kleine Schnitzereien drin, die ganze Geschichten erzählen. Das faszinierendste ist aber die Klinge. Die ist nämlich ultrascharf. Ich wage zu behaupten, dass wenn eine Fliege darauf landen würde, diese gleich halbiert würde :).
Vor allem erstaunlich, beim Gedanken dass das von Hand gemacht wurde, und nicht mit irgendwelchen Präzisionsmaschinen. Und es glänzt richtig fest….. ach ich will so eins.

Jedenfalls sieht das Schweizer Armeebaillonet dagegen aus wie ein im Jahrmarkt gekauftes Hello-Kitty Spielzeugsackmesser…. aus Baumwolle.

19 Feb
2009 by Phil

Brot

Ich hätte nie gedacht, dass ich je einen Post über “Brot” schreiben werde. Aber hier ist er.

Japan ist Brottechnisch dominiert von diesem ungesunden, matschigen, weichem, geschmackslosem Weissbrot. So “richtiges” Brot ist hier eine Rarität.
Allerdings habe ich in der nähe eine Bäckerei gefunden, die manchmal richtiges Brot baut.

bread

Die seltenheit dieses Brottypes macht sich im Preis bemerkbar. Es handelt sich hier um ca. 400gr Brot. Kosten: 6.20 CHF

jaaaaa… das ist viel. Immerhin habe ich eine Punktekarde (Pointokaado) für die Bäckkerei, die bei diesen Preisen im nu gefüllt sein wird. Allerdings hab ich keinen blassen Schimmer was ich davon habe wenn die Punktekarte voll ist.

18 Feb
2009 by Phil

Die japanische Sprache (zweiter Teil)

Im japanischen gibt es tatsächlich einige gewöhnungsbedürftige Dinge. Das mit den Unterschiedlichen zählwörtern hab ich ja bereits erläutert. (Und wir haben tatsächlich das zählen von: kleinen/runden objekten, tiere, flache objekte, maschinen, minuten, personen, schuh/socken, bücher und etwas für “allgemeines” gelernt)

Ebenfalls speziell ist der Satzbau. Beispiel: aus
“Ich gehe mit Freunden nach Paris um auf dem Eiffelturm fotos der Stadt zu machen”
wird
“Ich Freunden mit Paris nach Eiffelturm auf Stadt von fotos gehen”

Etwas ganz spezielles ist, dass man Adjektive in die Vergangenheit setzt. Statt: “Der Film war interessant” sagt man “Der Film ist interessant” und setzt “interessant” in die Vergangenheit.

Und jetzt kommt tatsächlich auch noch was in der form von Verben konjugieren(oder so) und wie für Sprachen üblich gibt es auch hier Regeln und es gibt auch hier Ausnahmen. ARGH!

Natürlich lass ich mich durch diese Anomalien nicht entmutigen und lerne das zeugs weiterhin fleissig.

15 Feb
2009 by Phil

Frühling kommt / Tokyo night view

Das Wetter hier wechselt tagtäglich. Doch Gestern, pünktlich zum Valentinstag, war hier der Frühling so richtig zu spüren. Sonnenschein und Temperaturen von 20°.

Nach dem Besuch des Ghibli-Museums, schlenderten wir (ich+schulkollegen) durch den nahegelegenen Park. Und siehe da:


Es ist so weit. Das kitschig-romantische Kirschblütenblühen beginnt.

Bis es allerdings hier ganz Grün/Rosa ist wird es nochmals eine bis zwei Wochen dauern. Zurzeit sieht es grösstenteils doch eher noch ein wenig Kahl aus:

Abends gings dann auf die künstliche Insel “Odaiba”. Einer meiner Lieblingsorte. Der Blick auf die tausenden von Lichtern der Stadt, zusammen mit dem Meeresrauschen ist für mich ein würdiger Sternenhimmelersatz.

All meine Tokyo-Fotos gibt es ab jetzt HIER zu sehen.

12 Feb
2009 by Phil

Alarmanlage

Heute ist mir etwas mehr oder weniger peinliches passiert.
Ich habe an der Alarmanlage schon ziemlich jeden Knopf gedrückt, immer mit der Hoffnung, dass falls irgendwas alarmmässiges losgehen sollte, ich den Alarm mit irgend einem anderen Knopf zurückstellen kann.

Heute hab ich den letzten noch unbenützten Knopf gedrückt. Es kam kein Alarmton, aber der Knopf blieb versenkt und es Leuchtete irgend eine LED auf. Durch erneutes drücken kam der Knopf wieder raus und die LED erlischte. Alles OK, dache ich.

Etwa 20 Minuten später klingelt es an der Tür. Es war ein Wachmann der Sicherheitsfirma. Uuuuups…. Naja, ich entschuldigte mich, sagte es sei ein Versehen gewesen. Wie das in Japan so ist, entschuldigte er sich dass er mich gestört hat und ging dann wieder.
Immerhin weiss ich jetzt, für den Fall dass ich jemanden zum Reden brauche, kann ich einfach den Alarmknopf drücken;)

12 Feb
2009 by Phil

Karaoke

Japan wird oft mit Karaoke verknüpft. Und das ist total Berechtigt. Karaoke gehört hier zur Kultur, wie es sich auch gehört dass man die Schuhe vor dem betreten eines Hauses oder so auszieht.

Jedoch ist es nicht Karaoke wie bei uns. In der Schweiz verknüpft man Karaoke mit “vor vielen unbekannten Leuten irgendwo in einer Bar singen”. Hier ist das anders. Hier wird Karaoke in einer Karaoke-Box gesungen, wo man mit Freunden hingeht. Also im Prinzip wie Singstar, nur dass man sich nicht bei jemanden zuhause trifft sondern halt auswärts Karaoke singen geht.

karaoke1
(Fies, die beiden hinter mir haben spontan entschlossen nicht das japan-typische Foto-V zu machen sondern sonst irgendwas was mir unbekannt ist)
Diejenigen die schon Singstar mit Freunden gespielt haben können sich vorstellen dass das ziemlich cool ist. Es ist einfach ein chilliges zusammensein mit singen.

Im Gegensatz zu Singstar gibt es hier nicht die Originalvideoclips, sondern irgendwelche total zusammenhangslose Filmsequenzen. Zum teil die Gleichen für verschiedene Songs. Aber dafür hat man eine abartig grosse Menge Lieder zur Auswahl. Auf dem Foto oben sieht man die Liederindexbücher herumliegen.
Hier eine Seite von über 1000:

karaoke2
Glücklicherweise gibts auch so eine Fernsteuerung mit Display, wo man nach Liedern suchen kann und diese dann in die Warteschleife schicken kann. Sprich: nichts mit mühsam Disc wechseln wie bei Singstar oder so.

10 Feb
2009 by Phil

Woooooohooooooo (2x)

Heute habe ich beim Durchkämmen meines Schrankes etwas gefunden was ich bestimmt mit nach Hause nehmen werde. Ein Badetuch.
SpaceInvaders

Das zweite Wooooohooo gilt dafür, dass morgen in Japan Nationalfeiertag ist und die Schule somit ausfällt. Wooooohooooo 🙂