Archiv für die Kategorie ‘Japan’

11 Apr
2009 by Phil

i’ll be back, und andere roboter

Um meine tägliche Reisezeiten zu verkürzen, habe ich begonnen während der Zug/U-Bahn Fahrt die Serie: “Terminator: The Sarah Connor Chronicles” zu schauen. Da die Serie nicht übermässig Anspruchsvoll ist, und gute Unterhaltung bietet, ist es genau das richtige.
Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Terminator 4 dieses Jahr, gibt es hier eine Sonderausstellung dazu. Dass witzigste dabei ist, dass ich darüber in einem deutschen Blog gelesen habe. Also looos, da musste ich natürlich hin.

Im grossen und ganzen gibt es in der Ausstellung einfach alle verschiedenen Terminator-Modelle in “echt” anzuschauen. Mit ein wenig Phantasie beginnen die sich aber auch zu bewegen und das eigene Leben hängt plötzlich am seidenen Faden. Aber für solche Fälle habe ich immer meinen Terminator-Disruptor dabei. *pew pew*
Genug gequaselt, hier zwei, drei Fotos:
terminator3

terminator2

Und dies ist übrigens meine neue Freundin. How about dancing this evening? oh wait.. sorry..
terminator1

Die Ausstellung ist eine Temporärausstellung innerhalb des “Museum for Emerging Science”. Natürlich liess ich mir auch dies nicht entgehen. Zu sehen war, wie die Geschichte von Terminator schon bereits langsam realität wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Roboter eigenständig werden. Und dann noch ein Zeitchen dazu, und Sie werden ihre Besitzer vernichten. Terminator und Matrix lässt grüssen.

Hier sieht man die böse evolution des Roboters: Er spielt Fussball!!!
asimo
Es war schon ziemlich cool, nachdem ich schon öfters mal youtube-filmchen über Asimo gesehen habe, diesen mal live zu sehen.

Nebst den Robotern gab es auch viel anderes Science-Zeugs zu sehen, und in einem 360°-Kino hab ich mir noch irgend einen ziemlich überwältigenden Zukunftsvisionanimationsfilm angesehen. Falls ihr also gerade mal in Tokyo seid, kann ich dieses Museum wärmstens empfehlen.

8 Apr
2009 by Phil

Finger verbrennen auf japanisch

Was tun wir, wenn wir uns die Finger verbrennen? Klar, optimal ist es, den Finger unter das kalte Wasser zu halten.
Aber im ersten Moment schüttelt man vielleicht die Hand, oder bläst sich auf den Finger.

In Japan, hält man sich das Ohrläppchen. Ja, ganz genau: Au, heiss!!! Finger am Herd verbrannt!!! schnell mit dem verbrannten Finger das Ohrläppchen halten!

Woher ich die info habe? Von einem Schulkameraden welcher bei einer Gastfamilie lebt und das ganze live miterlebt hat und nach einer Nachfrage bestätigt wurde dass dies in Japan so allgemein gebräuchlich sei.

Update:
Wie sich herausgestellt hat, wird diese Ohrläppchenmethode weltweit praktiziert. Ist also keine Japankuriosität.

7 Apr
2009 by Phil

Cherry Blossom Girl Tree

Ja, zurzeit ist es da volle Kanne am Blühen. Das ganze sieht, zugegeben, schon ziemlich schön aus, wird aber trotzdem überbewertet. Aber sollte ich je in Japan einen Heiratsantrag machen, dann bestimmt zu dieser Jahreszeit unter einer Horde Kirschblütenbäumen. Denn für Frauen ist dies wahrscheinlich etwa ebenbürtig Romantisch wie ein Sonnenuntergang am Meer… und in solchen oberromantischen Situationen kann man ja wohl kaum “nein” sagen.
Allerdings wird die Romantik durch die vielen vielen Leute, die sich in der Gegend herumtummeln ein wenig zerstört. Folgendes Bild wurde Heute etwa um 11 Uhr aufgenommen. Heute ist Dienstag. Wieso sind denn all die Leute nicht am arbeiten? Und ich will ja gar nicht wissen, wie das an einem Wochenende aussieht…
sakura1

Random Pictures:
sakura2
sakura3

By night:
sakura4

Und wenn man zu lange bei einem Baum steht wird man in einen Hund mit Röckchen verwandelt:
sakurainu

Mehr Fotos gibt es wie immer auf meiner Picasa Fotoseite.

P.S. Der Blogtitel ist eine kleine Hommage an die französische Band “Air”.
P.P.S. Für mich einmal Heiratsantrag in der ISS… und statt einem Ring hätte ich gerne ein Raumschiff (oder zwei).
P.P.P.S. Ich kann trotz geschenktem Raumschiff und Ausflug zur ISS ohne schlechtes Gewissen “NEIN” sagen.

6 Apr
2009 by Phil

Big Christmas!

Heute war in der Schule spezialprogramm angesagt.
Da die Neuankömmlinge heute den Einstufungstest haben machten wir alt-eingesessenen einen Schulausflug. Juhui!
Sofern ich (und andere auch) aus dem Infozettel lesen konnten, den wir letzte Woche bekamen, war es geplant den Imperial Palace und dessen Gärten zu besuchen.
Entsprechend rüstete ich mich mit Kamera und Sonnenbrille aus.

Nachdem mehr oder weniger alle am Treffpunkt eingetroffen waren, liefen wir los…. und befanden uns 10 Minuten später im Japanischen Bundesgericht. WTF? Und zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mal wo zur Hölle wir hier eigentlich sind. Ich wusste nur: Nicht im Imperial Palace und auch nicht in einem Park.

In einem Kinoähnlichen Saal wurden wir empfangen und ein Herr im Anzug und Krawatte begann einen Vortrag mit Powerpointpräsentation zu halten… auf Japanisch versteht sich. Dann kam irgend ein 10 Minutenfilmchen das die verschiedenen Rechtsinstanzen e.t.c. erklärte. Zu diesem Zeitpunkt wurde langsam klar wo ich gerade bin.

Nach dem Film gings in den Gerichtssaal. Wieder redete ein Mann im Anzug sehr viel Zeugs auf Japanisch. Dieses mal war es aber ziemlich interessant. Es ging darum dass…. OK, ich habe keine Ahnung was er 15 Minuten lang erzählt hat. Irgendetwas in diesem Raum ist 50 Meter (lang oder hoch… keine ahnung). Und es gibt Plätze für die Presse die mit Licht ausgerüstet sind. Das Pultlicht eines Pressepultes wurde sogar zur Demonstration eingeschaltet – von einem zweiten Mann, der schon die ganze Zeit dort stand und auf das Signal wartete das Licht einzuschalten, um es dann wieder auszuschalten und zu warten bis der Vortrag zu Ende war. Am Ende fragte der Vortragende ob wir noch Fragen hätte. Klar hatte ich Fragen: “Was hast du soeben erzählt?”, “Gibts hier was zu trinken?”, “Braucht es eine spezielle Ausbildung um das Pressepultlicht einzuschalten?”,”Hätten nicht 40 Meter auch gereicht?”, “Wieso bin ich eigentlich hier?” – aber ich behielt die Fragen für mich.

So ging die Bundesgerichtsführung zu Ende, und wir kamen dann doch noch dazu ein paar Kirschblütenbaumfotos zu schiessen. Ich werde Morgen diesbezüglich wahrscheinlich mal ein Fotomedley posten.

Und was hat das ganze mit “Big Christmas” zu tun?
Auf japanisch heisst “überrascht werden” “biküri schimas”. Das tönt so ziemlich 1:1 wie Big Christmas von japanern ausgesprochen (bigü kürischmas). So hat sich “Big Christmas” zum insider für “Überraschung” etabliert. (und immer dran denken: r=l)

6 Apr
2009 by Phil

Japan und die Rakete

Mal kurz ne Info, wie sich Nordkoreas Rakete auf Japan auswirkt.

In everydays life merkt man vom ganzen natürlich nichts. Es gab ja kein Grund zur Panik, und allfällige Abwehrraketen werden ja nicht inmitten der Fussgängerzonen aufgestellt und mit Neonhinweisschildern gekennzeichnet. So bleiben diese soweit auch unsichtbar.
Da die Rakete, wenn überhaupt, sowieso nur über das nördliche Hokaido geflogen wäre (oder ist), hatte man da in Tokyo auch diesbezüglich kein Grund zur Sorge.

Das ganze ist hier aber vor allem aus Innenpolitischer Sicht ein grosses Thema. Nachdem 1998 die Nordkoreaner eine Rakete gestartet hatte, die über japanisches Territorium flog, waren die Japaner ziemlich verängstlicht mit dem Wissen, dass Nordkorea sie jederzeit wegpusten konnte. So entschied man sich für ein Nationales Raketenabwehrsystem, welche ganz ganz ganz viel viel viel Geld kostete und somit natürlich auch ein grosser Teil der Bevölkerung mit diesem Entscheid nicht einverstanden war.
Nun konnte die Regierung endlich zeigen, dass man das Geld nicht für nichts ausgegeben hat, indem man ankündigte die Rakete abzuschiessen und dass alle Abwehrstellungen in Bereitschaft gingen. Zusammen mit dieser Meldung kamen aber auch Meldungen, dass das Abwehrsystem die Rakete, falls Sie nach dem Start nachträgliche Richtungsänderungen vornehmen würde, nicht mit Sicherheit getroffen werden könnte. Auch allenfalls herunterfallende Teile, z.B. bei einer Explosion der Rakete infolge Fehlfunktion, über japanischem Lande könnten nicht mit Sicherheit abgeschossen werden.

Tja, und so gab das ganze nebst dem aussenpolitischen Gesprächststoff der mit dem von Südkorea oder der USA identisch ist auch einiges an Zündstoff in der Innenpolitik.

Aber eben, ausser Artikel in den Zeitungen merkt man hier von dem Raketenzeugs nichts.

Wow… ein politischer Beitrag. Hätte nie gedacht dass ich je mal sowas schreiben würde.

5 Apr
2009 by Phil

Please do it at home!

Nachdem ich mich an die überhöflichen Japaner gewöhnt hatte, die sich wahrscheinlich sogar noch entschuldigen würden wenn ihnen jemand eine Faust ins Gesicht schlagen würde (vorsicht, leichte Übertreibung), erschien mir dieses Plakat in der U-Bahn ziemlich direkt:

doitathome

Diese Direktheit kommt schon fast so rüber, als würde der Sitznachbar gleich eine Herzattacke kriegen und auf der Stelle sterben, wenn die Person neben Ihm eine Zeitung öffnet.
Scheinbar gibt es noch weitere solche Hinweise in der U-Bahn verstreut. Ich werde natürlich versuchen möglichst viele von denen einzufangen.

4 Apr
2009 by Phil

Origami(löffel) und mein Kampfgeschwader

Da ich bei Space Invaders einfach nicht besonders begabt bin, musste ich eine andere Methode finden um mich gegen die bösen Nordkoreaner zu verteidigen.
Der folgende Origamilöffel brachte mich auf eine Idee.
origamispoon1
origamispoon2

Ich bastelte mir also meine eigene Origami Luftabwehr. Hier ist die Flotte während eines Flyby-Manövers in einer klassichen 1-2-4-1-1 Offensivformation zu sehen:
papercranes1

Die erfahrenen Kraniche zeigen ihr Können, indem sie einen Looping fliegen, während dem das neunte Teammitglied durch den Looping hindurchfliegt.
papercranes2

Auch das “ganz nahe übereinander”-Fliegen zeigt die Professionalität und höchste Konzentrationsfähigkeit meines Kampfgeschwaders.
papercranes3

Dann hätten wir da die Lotusblütenformation. Diese wird selbstverständlich im freien Fall gezeigt, da Schub geben in dieser Formation nicht möglich ist.
papercranes4

Und last but not least, das klassiche aufeinander zufliegen und im letzten Moment ausweichen. Natürlich mit Rauchspur, damit es für den Zuschauer noch besser aussieht:
papercranes5

Sorry Patrouille Suisse… Ihr könnt ja sowas von einpacken!!!

3 Apr
2009 by Phil

Zertifizierter Japanischredner und drei Klassenfotos

Heute war Abschied angesagt. Nach 12 Wochen Konversationskurs löst sich die Klasse auf in: Herumreisende, nach Hause gehende(wie öde), nächsten Konversationskurs besuchende und Intensivkurs besuchende (das wäre dann ich).
Der Intensivkurs unterscheidet sich insofern vom Konversationskurs, dass mehr geschrieben wird, und die Kanji-Symbole gelernt werden (juhuii). Und er ist Nachmittags und nicht Morgens. Was meinen bisherigen Tagesrythmus völlig durcheinanderbringen wird.
Nun, hier mein Zertifikat.certificate
Ich war ziemlich enttäuscht, dass niemand von euch an die Diplomübergabe gekommen ist… aber ich denke dies liegt auch ein wenig an mir, weil ich es verhängt habe euch mitzuteilen dass diese Heute war…
@Micro Innovation: Da ich nun diplomierter Japanischredner und dies für meinen derzeitigen Arbeitsbereich eine positiv unterstützende Wirkung hat, erwarte ich eine Gehaltserhöhung 🙂

So und nun könnt ihr auch endlich mal sehen, was für Leute mich die letzten drei Monate begleitet haben. Hier die Klassenfotos von Mi, Do und Fr, mit den jeweiligen Lehrerinnen. (Nur Do sind alle Schüler anwesend)
kurasu1
kurasu2
kurasu3

Ich freu mich jetzt aber schon auf Morgen für den grossen: Nordkorea vs. Japan fight. Ich hab schon mal begonnen ein bisschen bei Space Invaders zu üben, damit ich die Nordkoreanische was-auch-immer treffen werde wenn diese über mein Haus fliegt.
pew pew!!