Archiv für die Kategorie ‘Japan’

20 May
2009 by Phil

Deutsch/Französisch ist beliebt

Französisch ist ja einigermassen klar. Paris ist die Stadt der Liebe und Französisch daher die entsprechende Sprache dazu. Zu Valentinstagszeiten fühlte man sich hier schon fast wie in Frankreich. Tonnenweise “Je t’aime” “Mon Cheri” e.t.c.
Wieso dass Deutsch hier auch einigermassen Populär ist weiss ich nicht. Es kommt hin und wieder mal vor dass ein Shop Deutsch angeschrieben ist. z.B. Dieser da:
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In der U-Bahn bin ich über Werbeplakate auf folgende URL’s gestossen:

www.zwei.com – Partnersuche für Heirat
www.watashi-frau.com – Ein Frauenmagazin (Watashi = Ich (höflich/weiblich))

19 May
2009 by Phil

Drinks in Japan (Teil 2)

Nach Teil 1 folgt… genau, Teil 2.

Goku Goku Happy Gun Gun Gurt
Ich habe keine Ahnung wie man auf so einen bescheuerten Namen kommt. Das “u” wird im Japanischen etwas zwischen dem deutsch ausgesprochenem “u” und “ü” ausgesprochen.
Natürlich hab ich das Getränk gekauft weil ich keine Ahnung hatte was es ist. Abgesehen davon dass es die Farbe hat von… ihr wisst schon…Buttermilch, war es einfach irgend ein nicht mal schlechter Kokonuss-Drink… aber Goku Goku Happy Gun Gun Gurt????
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Energie (nur für Männer)
Vitamin und Energy-Drinks gibts in Japan wie Sand am Meer. Dieser da ist sogar noch gekennzeichnet mit: “A health fizzy drink increasing the vitality of men going all out every day”.
Mal abgesehen davon dass ich mir nicht ganz sicher bin ob dieses Englisch ganz korrekt ist, was passiert wenn Frauen dieses Getränk trinken?
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Die Glaskugelflasche
Das Getränk schmeckt wie Citro. Also soweit mal nichts spezielles. Aber es gibt keinen Deckel, sondern der Deckel ist eine kleine Glaskugel. Zum “Öffnen” der Flasche stösst man die kleine Kugel in die Flasche, wo sie dann dank komischer Flaschenform im oberen viertel verweilt.
Ich habe keine Ahnung was der Sinn und Zweck dieser Kugel ist. Im Gegenteil, die Kugel ist absolut Mühsam. Man fühlt sich wie ein Hamster/Meerschweinchen/Kaninchen weil man ständig mit der Zunge die Kugel wegstossen muss, die jeweils die Flaschenöffnung versperrt sobald man die Flasche zum trinken anwinkelt. Würd mich nicht mal wundern wenn diese sich-wie-ein-hamster-fühlen nicht sogar der ofizielle Sinn dieser Flasche wäre.
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Der Wachrüttler
Auf dem Deckel steht noch irgendwas “pharmaceutic”… aber allzu harte droge kanns ja nicht sein wenn mans rezeptfrei in jedem 24-Stunden Shop bekommt. Also los, ausprobieren.
Es schmeckt wie eine Mischung aus Hustensaft und Redbull ohne Kohlensäure. Und es wirkt. Das Zeug pustet dir die Müdigkeit ins Nirvana. Ich fühlte mich so als hätte ich gerade drei Kaffee’s und 2 Red Bull hintereinander runtergeleert…. einfach ohne Brechreiz. Ohne Scheiss jetzt. Meine Hände zitterten und ich konnte kaum ruhig sitzen. Dagegen wirkt ein M-Budget Energy-Drink wie ein Glas warme Milch. Die Schweiz ist ja so was von lasch ;).
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Dazu gibts auch einige Werbespots:

13 May
2009 by Phil

Drinks in Japan (Teil 1)

In japan gibt es ganz, ganz, ganz, wirklich ziemlich abartig viele, bunte, verschiedene, kuriose Getränke.

Ich hatte ja schon einmal kurz über den Drink in Tarnfarben berichtet.

Jetzt gibts da noch ein paar.

Alligator-Drink
Was macht man mit dem Rest des Alligators, wenn man die Haut zu Handtaschen und so verarbeitet hat? Genau…ein Getränk.
Leider wird man aber enttäuscht: Es handelt sich hierbei nur um einen Grüntee…pfff.
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Relax-Water
Dieses Wasser schmeckt nach Relax. Ich habe die Flasche in 20 Sekunden geleert, was ein fataler Fehler war. Während den folgenden 5 Stunden war ich nämlich so relaxed dass ich schon fast vergass zu atmen. Das Zeug macht dich so Lahm wie ein Alpaufzug inmitten einer Hauptstrasse, wie der Papst im Papamobil, wie ein Pottwal beim Joggen, wie die Reaktionszeit einer für 70.- bei MElectronics gekauften Digitalkamera, wie ein Spaceshuttle wenn es von drei Männern gezogen wird, wie eine Schnecke im Winterschlaf, wie eine Uhr die die Sekunden mit den Stunden verwechselt…e.t.c.
Ok ernsthaft…. ausser dass es den Durst stillt macht es gar nichts. Und ich kann leider auch nicht beschreiben wonach “Relax” schmeckt. Aber ja es existiert… das Wasser mit Relax-Geschmack (sofern mein Englisch mich nicht ganz im Stich lässt)
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Kaffee mit Pfefferminz nachgeschmack
Meiner Ansicht nach ein absolutes no-go! Pfefferminz gehört einfach nicht vermischt mit anderen Dingen wie Schokolade oder eben Kaffee. Das liegt wohl daran, dass ich als Kind nach dem ich eins, zwei After Eight gegessen habe, mir die Seele aus dem Leib gekotzt habe. Was aber hauptsächlich daran lag dass ich mich vor den After Eight’s mit tonnenweise anderem Dessert vollgestopft hatte.
Nichtsdestotrotz, Kaffee mit Pfefferminz/Menthol-Nachgeschmack, nein Danke! Das ist ja so als würde ich einen Pfefferminzkaugumi kauen und gleichzeitig Kaffee trinken. *würg*
kaffee menthol
kaffee menthol

11 May
2009 by Phil

Heute gelernt…

… wie man einen Banküberfall auf japanisch durchführt.

Bisher war ich fähig zu sagen: “Würden Sie bitte die Hände hochhalten und so nett sein und mir ein bisschen Geld aus der Kasse geben?”.

Heute lernten wir die Verbform für: “Hände hoch, Geld her oder stirb!!!!” Und es war auch tatsächlich das Banküberfallbeispiel im Schulbuch.

Wie auch immer, die Lehrerin meinte wir werden diese Form wohl nie brauchen. Höchstens Väter bräuchten diesen Imperativ manchmal den Kindern gegenüber. Frauen verwenden diese Form so gut wie gar nie. Es gibt nämlich noch eine andere Befehlsform, welche dann eben eigentlich keine Befehlsform, sondern eine Aufforderungsform ist und somit ein wenig “more polite” ist. Die wird dann auch von Frauen verwendet.
Man kann sich das etwa so vorstellen:
Die Mutter sagt ihrem Kind: “iss”
Der Vater sagt seinem Kind: “iss!!!”

Na, zum Glück bin ich keine Frau, sonst müsste ich glatt mal noch einen Banküberfall durchziehen damit ich das heute gelernte repetieren kann.
So, jetzt fertig Blog lesen… arbeiten!!!! (shigoto o shiro!!!!)

7 May
2009 by Phil

Synchronschlafen

Eigentlich gehört dies noch zum Wandertag, war mir aber ein eigener Eintrag Wert.

Jaja, so kommts eben… immer nur am Gamen. Dann mal eine kleine Wanderung und auf der Heimreise schon schlapp machen…. pfff, die heutigen Kinder. Fragt doch mal eure Mutter ob sie euch nicht “isho ni training” kaufen würde.

schlafen
Naja auf jedenfall herzig.

4 May
2009 by Phil

Des Essens Stellenwert

Ich habe möglicherweise schon einmal darüber Berichtet, dies muss ich jetzt aber nochmals neu aufrollen.

Für mich als kulinarische Null, der das Essen grösstenteils als zeitverschwendendes, überlebenswichtiges Muss ansieht, ist die japanische Essensgeilheit total unverständlich.

Es gibt keine Tageszeit an dem man am TV nicht mindestens zwei Sender findet, die gerade eine Sendung zeigen in der es ums Essen geht. Grösstenteils gehen irgendwelche Leute in Restaurants innerhalb Japans, filmen den Food und stöhnen danach wie gut es war. Manchmal sind es auch Kochwettkämpfe oder halt eben die klassichen Kochsendungen.

Letze Woche, zusammen mit Raphael und den japanischen Kolleginnen, wurde ich von diesen auch gefragt wie ich denn das japanische Essen finde. Später erzählte ich dann wo ich vor 2 Jahren überall in Japan herumgereist bin, worauf die eine meinte ich sollte unbedingt mal noch auf so eine Insel im Süden reisen.
Ich fragte wieso, und sie meinte: “Das Essen dort ist total gut…” und fügte dann noch nebenbei an dass es dort quadrillionen Jahre alte (oder so… jedenfalls verdammt alte) Bäume gibt.
Ich meine… dort hat es quadrillionen Jahre alte(oder so… jedenfalls verdammt alte) Bäume, die dem Urknall zugesehen haben, gesehen haben wie Scrat das Ice-Age Eichhörnchen herumhüpfte, gesehen haben wie die Dinosaurier ausstarben und gesehen haben wie die Samurais versteckt im Wald pinkelten…. Und es hat dort auch noch verdammt schöne Strände… aber nein, das wichtigste ist das Essen.

20 Minuten später meinte dann eine andere ich soll mal nach Hokkaido gehen. Ich weiss dort hat es schöne Berge und Landschaften und Blumen und Nationalparks und dafür ist es auch bekannt. Trotzdem fragte ich wieso… und sie meinte: “Wegen dem Essen”.
Ich fragte was es denn dort so spezielles gibt und sie meinte Sushi….
Man kann hier keinen Kilometer laufen ohne an irgendetwas Sushimässigem vorbeizulaufen, wieso sollte ich dafür nach Hokkaido gehen???

Naja, und zuguterletzt erzählte ich dann irgendwann mal an, dass ich dann noch nach Vietnam gehe, worauf natürlich die Frage kam: Hast du denn gerne vietnamesisches Essen, dass du dorthin gehst?

Für mich einfach unverständlich dass man so Essensfixiert sein kann.

4 May
2009 by Phil

Sushi

Ich habe unterdessen tatsächlich angefangen Sushi gern zu haben.
Es ist nicht allzu teuer und irgendwie eine willkommene Abwechslung zum “Standardessen”.

Wenn ich mir Sushi für zuhause kaufe, esse ich dies immer mit tonnenweise Wasabi. Dies fühlt sich dann an als würde das Gehirn aus der Nase gepustet… und das ist cool.

Dann gibts hier in der nähe auch so ein Förderband-Sushi Restaurant. Nebst den beförderten Sushi’s kann man auch kreationen auf Wunsch bestellen, welche direkt vor den eigenen Augen zugerichtet werden. Ich hab mir da mal das teuerste flambierte irgendetwas-Sushi bestellt. Hauptsächlich weil es toll aussah wie der Koch da mit dem Flammenwerfer umging. Aber es war auch tatsächlich total “oishii”.

Und so kann so ein Sushi-teller im Restaurant z.B. aussehen:

sushi

3 May
2009 by Phil

Operation: Sonnencreme

Ich habe heute eine kleine Wanderung gemacht. Mehr dazu wenn ich mein Internet wieder habe.
Jedenfalls wars in den letzten Tagen ziemlich Sonnig und teilweise schon fast ein wenig heiss. Höchste Zeit Sonnencreme zu Besorgen, damit ich nicht rot wie eine Tomate vom Berg herunterkomme. Ein bisschen braun werden wäre auch nett.

Und da liegt das Problem: Braun sein scheint nicht das Schönheitsideal der Japaner zu sein. 90% aller Sonnencremen haben mindesten Sonnenschutzfaktor 50!!! Viele davon noch zusätzlich mit einem “whitening effect”. Nach langem suchen kaufte ich die Sonnencreme mit dem niedrigsten Faktor den ich finden konnte: 29.