Im Japanischen können gewisse Geräusche wie auch im Deutschen geschrieben werden. Bekannt sind da z.B. Tiergeräusche:
| Tier | Deutsch | Japanisch |
| Katze | miau | nyaa nyaa |
| Maus | piiieeep | chuu chuu |
| Schwein | grunz | buu buu |
| Hund | wauwau | wan wan |
| Pferd | hüüüü | hi hiin |
| Krähe | krächz | kaa kaa |
| Frosch | quaack | kero kero |
Dann gibt es aber noch Geräuschbezeichnungen für alles mögliche, bei dem ich gar nicht weiss was es auf Deutsch wäre.
| stampfen | dosun dosun |
| etwas rollt | goro goro |
| herzklopfen | doki doki |
| tropfen fallen | potsu potsu |
| leichtes regnen | poro poro |
| regnen in strömen | zaa zaa |
| am kopf kratzen | kari kari |
| schnarchen | guu guu |
| papier zerreissen | bari bari |
| eins in die fresse hauen | bashi bashi |
Ihr habt vielleicht gemerkt, dass es sich (fast) immer um so doppeldinger handelt. Es ist also so, dass das zeug immer zwei mal gesagt werden muss z.B. einfach nur poro statt poro poro geht nicht.
Diese Ausdrucksart wird aber nicht nur für Geräusche, sondern auch für Zustände verwendet. Ich glaube nicht, dass wir im Deutschen etwas vergleichbares haben…
| im Kimono gehen/kleine Schritte | shanari shanari |
| grosse Schritte | suta suta |
| lächeln (ohne geräusch) | niko niko |
| fies grinsen | niya niya |
| versteckt lächeln | kusu kusu |
| laut loslachen | gera gera |
| langsam/faul | guzu guzu |
| sehr hungrig sein | peko peko |
| erschöpft sein | kuta kuta |
| verwirrt sein | mago mago |
| Knie schlottern vor Angst | gaku gaku |
| Blenden/Grell | gira gira |
Diese Ausdrücke werden z.B. in Mangas zur Verdeutlichung einer Szene verwendet, können aber auch im normalen Sprachgebrauch als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Beispiel: Sie lächelte niko niko oder sie ging shanari shanari nach Hause.
Hier eine (ziemlich ungeordnete) Auflistung diverser solcher Ausdrücke. Für mehr Fachausdrücke und Infos zu dem Thema gibts die Wikipedia-Seite
Falls nicht bereits durchgelesen:

Hätte ich als Kind meinen Salat, Kartoffelgratin, Sauerkraut, Maisbrei, Lauch, Zucchetti, unzerkaubares Fleisch und alles andere was ich nicht gern hatte in diesem Teller serviert bekommen, hätte ich es ohne Reklamationen gegessen.
@Meine Mutter: ja ich weiss es ist jetzt zu spät daran noch etwas zu ändern…
@Myself: Wenn ich dann mal ein Kind habe (oder eine Katze oder ein Gecko oder ein Nilpferd), nicht vergessen von solchen awesome Essenspräsentationsmittel Gebrauch zu machen.
Dogpost #3 (Messages from Dog)
Was wäre wenn: Hunde SMS schreiben könnten? Ein Typ hat auf textfromdog einge ganze Menge Pseudo-Konversationen mit seinem Hund gepostet. Die meisten neueren Einträge finde ich nicht mehr so toll, daher hier eine kleine Auswahl älterer Einträge.
Haare schneiden
In Tokyo hat es pro Quadratkilometer im Durchschnitt etwa drölfundzwanzig Friseursalons oder anders gesagt: Die Anzahl Friseure ist Kongruent zu der Anzahl Getränkeautomaten.
Die meisten dieser Salons sehen aber sehr Frauenorientiert aus und einen Haarschnitt kostet so um die 60CHF. So ging ich in ein kleines Seitengässchen um die Ecke in einen Barbershop, wo draussen keine Preise angeschrieben waren und auch nicht irgend einen französisch klingenden Namen hatte (er hatte gar keinen Namen).
Foto: Google Streetview, da ich nicht auf die Idee gekommen bin ein Foto zu machen und zu faul war um nochmals hin zu gehen um ein Foto zu knipsen
Drinnen hatte es drei so Hängerstühle, einen Vogel im Käfig, ein Aquarium und den älteren Haarschneideheini. Gefällt mir!
Er nahm seine Arbeit sehr ernst und mischte seinen eigenen Rasierschaum um dann auch noch die Nackenhaare mit der Machete wegzuhauen. Wie das in einem Barber Shop halt so üblich ist. Auf Konversation wure auch verzichtet, der Vogel im Käfig hatte jedoch so einiges mitzuteilen (auf Vogel-Piieps-Japanisch).
Ich habe jetzt einen Haarschnitt den ich noch nie hatte und sehe etwa so aus:

Das ganze kostete mich 17CHF und somit weniger als ich je irgendwo in der Schweiz bezahlt habe.
Die Kebab-Susi in Tokyo
Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, wo es keine Dönerbuden gibt. So trifft man auch in Tokyo auf Kebabverkäufer, welche selbstverständlich nicht einfach nur einen “normalen” Kebab oder Dürüm anbieten können. Den Dürüm gibts nur zusammen mit Pommes (im Dürümdingdrin). Dafür gibts hier auch noch Kebab Susi… ich hoffe mal, so schreibt man nun mal Sushi auf türkisch. Alles andere wär recht übel.

Ich weiss ja auch nicht wie ich es finden würde, wenn ein Kebabverkäufer in der Schweiz noch Fondue mit Dönerfleisch anbieten würde… aber scheinbar gibts für so einheimisch/fremd-food mix hier interessen. So wird auch noch der Kebab Onigiri angeboten:

Immerhin gibt es verschiedene Saucen zur Auswahl, was verhindert dass man wie in der Schweiz noch sagen muss “mit Scharf!”, was meistens trotzdem nichts bringt.

Wegen dem Totenkopf und dem Hinweis man soll dieses Sauce nicht bestellen wenn man zu schwach dafür sei, hab ich dann zu meinem “Hot Sando” (Kebabsandwich mit Käse) eine übliche Sauce genommen und auf das Ultra Hot Experiment verzichtet.
Touchscreen Getränkeautomat
Erdbebentauglicher Getränkeautomat
Gerade diese Woche wurde uns wieder mal gesagt, es wäre gut zu Hause mindestens eine 2-Liter Wasserflasche zur Not bereit zu haben.
Habe ich natürlich nicht. Ich würde im Notfall einfach den Getränkeautomat vor meiner Haustür mit Gewalt ausrauben.
Damit man in Zukunft im Notfall (kein Strom und so) auch friedlich die Getränke aus dem Automaten locken kann, gibts da diese Idee vom Automat mit Handkurbel um den nötigen Strom zu liefern.
70 mal Kurbeln, danach 20 Sekunden warten bis der Automat gebootet hat (are you running a fucking computer or what?)… sehr effizient erscheint mir das nicht. Wahrscheinlich wird der Strom benötigt um per Mobilfunk dem Dienstleister mitzuteilen, ob er vorbeikommen muss um den Automaten nachzufüllen oder nicht. Würd mich nicht mal wundern wenns so wäre.
Funny Fact am Rande: Gerade als ich diesen Eintrag am schreiben war hat die Erde hier mal wieder gebebt.
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