Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’

15 Jun
2009 by Phil

Meeting Toni

Ein mal mehr winkte mir irgend ein Mann auf der Strasse zu und ich winkte ab. Aber trotzdem kam er hinterher und fragte woher ich komme. Ich sagte weiterlaufend “Switzerland” und er fragte dann gleich ob ich das Spital St.Gallen kenne.
DAS war natürlich eine Überraschung und ich blieb stehen. Ich sagte dann dass ich in St.Gallen arbeite und so und wir setzten uns dann fürs weitere Gespräch auf eine Sitzbank.
Es stellte sich heraus dass seine jüngere Schwester im August ins Spital St.Gallen arbeiten geht und er ein bisschen was über die Stadt und so erfahren wollte.
Dann wollte er irgendwie dass ich zusammen mit ihm seine Schwester treffe und so, damit wir bisschen diskutieren könnten. Obwohl mir alles ehrlich herüber kam und er ja mit dem “St.Gallen” von sich aus angefangen hatte und daher nicht einfach irgendwie auf Touristenfang war, lehnte ich das Angebot ab. Ich wollte hier weiterhin noch bisschen Sightseen und mich zu nichts verpflichten. Ich notierte ihm einfach meine e-mail adresse damit sie mir schreiben könne wenn sie Fragen hat oder Hilfe in der Schweiz braucht. Auch sagte ich dass ich am Schluss meiner Reise nochmals hier in Saigon sei und sich dann evtl. ein Treffen arrangieren lasse. Jetzt liegts an ihm/ihr. Wenn es ihm wirklich so ernst war kann er oder seine Schwester (ebenfalls 24) mich jetzt kontaktieren. Tja mal sehen… ich geb dann Bescheid wenn er sich meldet.

15 Jun
2009 by Phil

Kopierte Bücher

Ich hab ja bisher schon viel illegales gesehn. Gefälschte T-Shirts, DVDs und CD´s, Rucksäcke und Uhren, all dies war mir in solchen Ländern alt bekannt. Erstmals hier in Vietnam hab ich aber kopierte Bücher gesehen. Tatsächlich hab ich mir auch eins gekauft dass bei mir in der Schweiz herumliegt und ich schon lange mal lesen wollte. Ich hoffe schwer dass ich am Strand dann dafür die Zeit finde.

Man muss kein Spezialist sein um zu sehen dass das Cover irgendwie nicht so ganz zentriert ist wie es wohl sein sollte:
copybook1

Auch auf den Seiten gibts ab und zu mal wieder so Kopierflecken:
copybook2

Solange alle Seiten drin sind und sich alles lesen lässt solls mir recht sein. Preis: 3.-

15 Jun
2009 by Phil

Motorräder in Saigon

Hier gibt es Motorräder/Roller (von nun an MoRo) wie Sand am Meer in der Sahara. Ich habe an einer Kreuzung mal versucht zu zählen. 192 innerhalb einer Minute. Das macht pro Sekunde 3.2 MoRos die an einem vorbeiflitzen. Und ich bin mir sicher dass mir bei der Zählung einige entwischt sind.

Nun aber das erstaunliche: Es tragen alle, aber wirklich alle einen Helm. Manchmal zu dritt auf dem MoRo oder Stühle, Klimaanlagen und Elefanten transportierend… aber immer mit Helm. Bemerkenswert.

Mir gefallen die MoRo Taxis sehr, denn die können sich überall durchschlingeln und sind günstiger als normale Taxis. Etwa 20 Rappen pro Kilometer oder so. Und man kriegt natürlich auch einen Helm.

moto1
moto2

Dann wäre noch die Sache mit dem Strassen überqueren. Bei Fussgängerstreifen wird nie jemand anhalten. Wie macht man das also bei 3 MoRos pro Sekunde? ganz einfach… beten und laufen. Und das funktioniert super. Autos gibt es praktisch keine, nur ab und zu mal ein Taxi. Die MoRofahrer sind sehr aufmerksam und solange man langsam und gleichmässig über die Strasse läuft, weichen alle schön aus. Einfach nie anhalten, denn die MoRofahrer rechnen damit dass man weiterläuft und ein abruptes stoppen könnte daher fatal enden.
Am Anfang braucht es ziemlich Überwindung, aber man hat ja auch gar keine andere Wahl. Unterdessen habe ich mich schon daran gewöhnt und überquere die Strasse mit verbundenen Augen rückwärts während dem ich mit 5 Föhns jongliere.

15 Jun
2009 by Phil

Saigon

Ich schreibe von nun an immer “Saigon” da Ho Chi Minh City einfach zu lange ist und nicht so schön klingt.
Ich bin von Saigon positiv überrascht. Ich hatte sowas ähnliches wie Bangkok erwartet, wo es mir ein wenig zu hektisch zu und her ging. Grosser unterschied in Saigon ist, dass die Strassen und Trottoirs sehr breit sind und auch immer wieder mal grössere Grünflächen vorhanden sind.
Beim herumlaufen fühlt man sich so nie eingeengt und hat immer eine weite Sicht. Wie in Bangkok gibt es auch hier die Rollerfahrer und Tourenanbieter die einem hin und wieder mal wieder ein Angebot machen wollen, aber die sind seltener als in Bangkok und ganz einfach mit einem kleinen Kopfschütteln abzuwimmeln.

An Sehenswürdigkeiten gibt es in der Stadt selbst nicht allzu viel. Ich war im Vietnamkriegsmuseum, welches recht interessant war, aber auch bedrückend wirkte da man wieder mal unverblümt alle grausamkeiten eines Krieges zu sehen bekam.
Dann gibt es hier noch einige französische Bauten und viele Pagoden die ich heute alle ausgelassen habe, da ich in meinem Touristendasein in den den letzen Jahren solch Tempelzeugs bis zum geht nicht mehr gesehen habe und diese nicht mehr zu meinen Nr. 1 Sehenswürdigkeiten gehören. Bleibt am Ende noch Zeit, werd ich mir eine zwei von denen schon mal noch anschauen.
notredame

Ich bin heute einfach mal bisschen umhergezipfelt und hab mir so die neue Atmosphäre reingezogen. Ganz klar eine Stadtbesonderheit sind die vielen Roller. Dazu mehr im nächsten Eintrag.

14 Jun
2009 by Phil

Ankunft in Vietnam

Heute war schon wieder 5:30 aufstehen angesagt. Was für eine Qual. Der Flughafen war aber super. Alles was man braucht war vorhanden, gut gekennzeichnet, modern und sauber. Kein Wunder hat der Flughafen 2004-2008 den Preis als Weltweit bester Flughafen bekommen.
Dann sitzte ich in die halbvolle Flugmaschine. Dies schadete ein wenig meinem ökologischen Gewissen, aber dafür konnte ich mich über drei Sitze ausbreiten.
Im umkreis von 2 Meter gabs dann aber gleich zwei Kleinkindern die eine unmenge an Lärm machten. Nachdem ich beide in die Toilette eingesperrt hatte, war dann endlich Ruhe Nachdem die dazugehörigen Mütter die Lärmquellen beruhigt hatten, war es den ganzen Flug durch zum Glück ruhig.

In Ho Chi Minh (Saigon) angekommen, zog ich in mein Hotel ein, welche für 20.- pro Nacht ganz edle Zimmer bereitstellt:
suite1

Und hier mein Blog- und Kommunikationsbüro und Bad:
suite2

Ich hab hier daher gleich schon mal von 3 auf 4 Nächte verlängert, bevor ich dann weiterziehe.
Wlan-Internet kostet eigentlich 3 Dollar pro Tag… aber ich hab ein offenes Netzwerk mit sogar noch stärkerem Signal gefunden… nice.

13 Jun
2009 by Phil

Hundemarkt und Bad

Heute habe ich hier einen Hundemarkt gesehen. Mit Hunden die dann zum Essen gedacht sind. Jeweils zu zehnt oder noch mehr in kleinen Kaefigen eingesperrt, warteten sie darauf gekauft und gebraten zu werden.
Fotos durfte ich keine schiessen. Die Verkaeufer hatten Angst ich sei von der PETA oder so und rannten jedes mal gleich die Arme schwingend auf mich zu wenn ich den Fotoapparat nur schon aus dem Rucksack zueckte.

Nach diesem eher unbequemen Ergebnis machten wir uns auf in so ein Bad mit Sauna und all dem Zeug und Wellnessten ein wenig. Das tat mal wieder richtig gut.

Morgen gehts dann mit der Vietnam Airlines mit dem Flug VN939 nach Ho Chi Minh (frueher Saigon) wo Regen und 33Grad auf mich warten.

12 Jun
2009 by Phil

DMZ und Nordkorea

Heute war ein Tagesausflug angesagt. Dafuer musste ich bereits um 5:30 aufstehen. Ich habe keine Ahnung wie ich das 6 Jahre lang geschaft habe… Egal, jedenfalls war mein Reiseziel die DMZ und Sicht auf Nordkorea.

Nord- und Suedkorea sind eigentlich ja immer noch im Krieg. Es herrscht lediglich ein Waffenstillstand der schon ziemlich ein Weilchen haelt. Beide Seiten halten ihr Militaer aber Kriegsbereit und so muessen die Suedkoreaner 2 Jahre lang in die “RS” und die Nordkoreaner 10 jahre lang.
Damit sich die beiden Nationen an der Grenze nicht staendig auf den Deckel hauen, wurde entlang der Grenze eine 4 Kilometer breite Demilitarisierte Zone (DMZ) eingerichtet. Also von der eigentlichen Grenze aus sind die ersten 2 Kilometer in Nord- respektiv Suedkorea Militaerfrei und Unbewohnt. Da die DMZ mit Landminen vollgespickt ist, ists wahrscheinlich eh nicht so toll dort zu wohnen.
Auf Suedkoreaseite folgen nach den 2 Leerkilometern 7 Kilometer Militaerzone, mit dem Ziel allfaellige Angriffe von Nordkorea aus direkt schon an der Grenze zu ersticken.

Trotz allem, gibt Suedkorea die Hoffnung auf Frieden nicht auf. Es wurde eine Autobahn bis an die Nordkoreanische Grenze gebaut. Diese darf zwar nicht befahren werden, aber ist im Prinzip bereit vom ersten Friedenstag an in Betrieb genommen zu werden. Inkl. Verkehrsschilder e.t.c…. alles steht schon.
Dasselbe gilt fuer die Bahn. Es gibt einen topmodernen Bahnhof auf Suedkorea-Seite, mit LED-Abfahrtsplaene und allem drum herum. Eine Zeit lang gab es sogar einen Zug der nach Nordkorea fuhr, um Waren zu liefern.
Seit der Verschlechterung der Beziehungen im Dezember 2008, wurde der Betrieb wieder eingestellt.

Nun, es gibt noch haufenweise Dinge die ich ueber Nordkorea erzaehlen koennte, aber ich will jetzt mal zum eigentlichen Tourbericht kommen:

Am Morgen ging es in die DMZ hinein, wo man einen Tunnel besichtigen konnte, die die Nordkoreaner gruben um Suedkorea zu infiltrieren und anzugreifen. Dann besuchten wir die besagte Autobahn und den Bahnhof.
Scheinbar war gerade Schulreisetag und so gab es auf der Aussichtsplatform mehr Schueler und Schuelerinnen zu sehen, als Nordkorea. War aber Witzig, da alle eine Riesenfreude hatten “Hello, nice to meet you” zu sagen und mehr Fotos von uns Westlertouristen als von Nordkorea machten.
Vom Aussichtspunkt aus sah man schon die Nordkoreanische Flagge die am Weltweit hoechsten Fahnenmast(160 Meter) haengt und 136kg wiegt.

Nachdem wir am Morgen schon bisschen was von Nordkorea gesehen hatten, gings am Nachmittag dann ernster zu und her. Die Reise fuehrte nach Panmunjon, der Ort wo sich Nord- und Suedkorea fuer Verhandlungen treffen. Der Ort befindet sich genau auf der Grenze. Die DMZ und Panmunjon werden von den Vereinten Nationen verwaltet. So mussten wir in einen speziellen UN-Bus umsteigen und wurden staendig von militaerpersonal begleitet. Es musste immer in zweierkolonnen gelaufen werden und man durfte nicht Anhalten. Fotos machen war strengstens verboten, sofern nicht explizit erlaubt.
Ebenfalls verboten war es, mit dem Finger auf Nordkoreanische Soldaten zu zeigen oder ihnen zuzuwinken. Auch der Dresscode war vorgegeben.
Schlussendlich befanden wir uns im Raum, wo die Verhandlungen gefuehrt werden. Dieser steht zur haelfte in Nord- und Suedkorea. So hatten wir die Moeglichkeit kurz mal auf Nordkoreanischem Boden zu stehen.
Im Raum standen auch Wachen herum, von denen ich zuerst meinte es seien Wachspuppen, bis die Tourfuehrerin sagte die seien echt. Und man durfte sogar Fotos schiessen… wooohooooo.

Insbesondere der Nachmittag war schon ziemlich eindruecklich. So von US-Soldaten begleitet mal eben schnell Nordkorea streifen. Vor allem mit dem Wissen, dass das hier nicht Geschichte, sondern Gegenwart und “echt” ist.
Einige Fotos gibts schon mal auf der Fotoseite im Ordner Seoul.

11 Jun
2009 by Phil

Ausgang in Seoul

Gestern Abend bin ich mit Kyu Ho ein wenig in der Stadt herumgesteuert. Zuerst mal friedlich was Essen und dann zusammen mit James und einer Kollegin die er mitbrachte fleissig koreanischen Alkohol trinken. Wobei wir alle keine Chance gegen das Girl (Nam Hye-yeon) hatten, die nachdem wir alle vernuenftigerweise aufgehoert hatten zu trinken, nochmals eine Flasche Soju bestellen wollte.

Spaeter trennten wir uns dann wieder und verpassten prompt die letzte U-Bahn, so dass wir das Taxi nehmen mussten. Gluecklicherweise sind die Taxipreise hier einigermassen Human.
Dann ging es aber erst richtig los. Mehr oder weniger um die Ecke von meinem derzeitigen Wohnort gibt es da so einen Club.
Das war recht speziell, da es so etwas in der Schweiz soviel ich weiss nicht gibt. In Korea sei dies aber weit verbreitet.
Es ist eine grosse Halle mit viel Tischen, alles schoen dekoriert und vorne eine Buehne und Tanzflaeche.
Die Boys sitzen an den Tischen und die Girls werden vom Personal zu den Boys gebracht. Gefaellt es den Girls nicht, ziehen sie weiter und es vergehen keine 2 Minuten bis das Personal Girl-Nachschub liefert.
Ueblicherweise offeriert man dann etwas zu Trinken, und plaudert ein wenig. In meinem Fall war das plaudern etwas schwierig, wegen mangelnden Englischkenntnissen der Gespraechspartnerinnen. Aber die eine war eh nur noch am herumsmilen und flippte aus weil sie neben einem “Westler” sitzen durfte und war happy genug ohne dass man noch plaudern musste.
Dann erklingt Tanzmusik und man kann frei abtanzen gehen. Was ich natuerlich voll auskostete. Nach ca. 20 Minuten ist wieder Pause und fuer 10 Minuten oder so erklingen irgendwelche Lovesongs, so dass man an den Tischen wieder diskutieren kann.
Finde ich eigentlich einen guten Ansatz, denn man ist zu nichts gezwungen, lernte Leute kennen, kann Abshaken und Pause machen. Ich haette zwar noch laenger bleiben koennen, aber da kyu ho am naechsten morgen wieder um 7 aufstehen musste, machten wir uns um 3 Uhr Morgens auf den Weg nach Hause.