Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’
Da Lat
Nachdem mein Tag beim morgentlichen Internetdurchstöbern mit dem Schaf schon mal super gestartet hatte, machte ich mich auf den Weg die Stadt hier endlich mal zu erkundigen.
Es ist hier ein wirklich ganz gediegener Ort. Angenehme Temperaturen, ein See und freundliche Leute. Die angenehme Temperatur führte aber auch dazu, dass ich vergessen habe mich mit Sonnencreme vollzuschmieren und deshalb jetzt einen Sonnenbrand erwischt habe. Ich lief heute also friedlich bisschen herum und machte immer wieder mal Sitzbankpause um mein Buch weiterzulesen. Hier ein paar wenige Fotos:




wie es mir geht
Kurz nachdem ich den Durchfalleintrag geschrieben hatte, normalisierte sich meine Stuhlgangskonsistenz. Allerdings begann ich dann Fieber zu haben, was insofern nicht toll war da ich nich wusste ob ich mir jetzt was grösseres eingefangen habe oder nicht.
Aber nach einem Höhepunkt bei 38,5 Grad ging es dann wieder herunter und heute morgen war ich wieder Fieberlos. Trotzdem noch ziemlich unfit, blieb ich heute den ganzen Tag im Zimmer und surfte im Internet.
Meinen Motorradausflug hab ich auf Montag verschoben, und auch meinen Plan mit dem Fahrrad zu meiner nächsten Destination (the beach) zu fahren, hab ich aus schonungstechnischen Gründen wieder verworfen.
Nachdem ich während der Busfahrt die Strassenverhältnisse hier erlebt hatte, habe ich sowieso das Gefühl dass eine Fahrradtour hier einem Suizidversuch gleich kommt.
Habe es soeben auch mal wieder gewagt eine richtige Mahlzeit zu mir zu nehmen um langsam wieder zu Kräften zu kommen. Diesmal hoffentlich ohne böse Bakterien.
Morgen ist dann erst mal wieder ausschlafen angesagt, und dann will ich mal gediegen um den kleinen See hier laufen und mal bisschen die Stadt sehen. Bin jetzt schon seit Donnerstag Abend hier und hab bisher erst das Hotelzimmer gesehen… aber eben, ist auch gemütlich mal nichts zu tun.
Durchfall
Immer wenn ich von meiner Asienreise sprach, kündigte mir mein Chef (auch genannt: “Herr und Meister” oder “Iwan der Schreckliche”) Reisedurchfall an. Ich hatte aber bisher nie Probleme damit und schenkte dem keine Beachtung.
Aber puuuuh… gestern Nacht war es dann soweit. Entweder bei einem Busfahrtenverpflegungshalt oder beim Abendessen hab ich da irgendetwas nicht-Magenkompatibles zu mir genommen.
Es war eine ziemlich verkackte Nacht. Völlig dehydriert ging ich morgens um 6:30 mal runter zur Reception, und da war die Hotelhalterin (ein Familienbetrieb) bereits da und guckte mich schon verdutzt an, da ich am Abend vorher noch gefragt habe ob es OK sei so bis 11 Uhr zu schlafen :).
Ich berichtete ihr von meinem endlosen Kacken und Sie versprach mir irgendwelche Medis zu besorgen.
20 Minuten später klopfte die Nichte an der Tür und brach mir irgendwelche Tabletten.
Noch später bekam ich dann Frühstück ins Zimmer serviert und auch ein Schwarztee wurde mir noch vorbeigebracht.
Es fühlt sich jedenfalls gut an zu wissen, dass sich jemand um einen sorgt und ich hab noch keinen Plan wie ich mich dafür gebührend bedanken soll.
Zurzeit ist es da anfangs Nachmittags und ich merke wie die Kackfrequenz sinkt. Ganz Wohl ist mir noch nicht, aber ich werd jetzt heute Nachmittag weiterhin hier bisschen chillen und LOST schauen. Draussen ist ohnehin schlechtes Wetter. Da es ja sowieso Relax-Ferien sind und ich die letzten Tage immer so früh aufstehen musste, kommt mir so ein nichtstun-Tag gerade entgegen. Meiner Prognose nach sollte ich Morgen wieder fit genug sein um die Gegend auf dem Rücksitz eines MoRos zu erkundigen.
Und völlig losgelöst vom Kontext, aber weil ich es gerade entdeckt habe: Eine Katze die einen Rottweiler angreift.
Die langsamste Busfahrt
Die langsamste Busfahrt
Distanz: 300km. Benötigte Zeit:7,5 Stunden. Davon Stillstand:2 Stunden.
Wir waren gerade mal 9 Personen in einem Bus für 50 oder so. Der Busfahrer hielt immer wieder mal an um Passanten aufzuladen und diese dann ein paar Kilometer später wieder auszuladen. Auch Säcke voll mit Früchten wurden von einem Markt zum anderen Transportiert. Und es sei hier noch angemerkt dass es nicht irgend ein ÖV Bus war, sondern ein Direktbus von A nach B.
Dann hatten wir auch noch eine Reifenpanne und der Reifen musste gewechselt werden. Wie auch in Thailand war die Busfahrt hier ziemlich mörderisch… aber ich habs überlebt 🙂
Ich bin jetzt in DaLat, eine Stadt auf 1500 müM angekommen. Also höher als St.Gallen oder Ebnat-Kappel. Entsprechen sind hier auch die Temperaturen sehr angenehem.
Habe mich soeben vollgefressen und werde jetzt dann eine Stunde lang oder so unter die Massagedusche stehen…

und dann im jacoozi auf dem Dach relaxen… oder doch lieber Sauna? na mal sehen.
Vietcong Tunnels
Die heutige Tour war sosolala. Am meisten gestört hat mich der Guide, der so knapp 60 war und vorgab dass er ein Leutnant der Navy während des Vietnamkrieges gewesen sei und gegen die Vietcongs gekämpft habe. Auch habe er dort John Kerry (2004 gegen Bush) kennengelernt, etliche Kameraden im Krieg gerettet, viele Tote gesehen und bla bla.
Vieles wirkte recht überzeugend, aber die Geschichte ging einfach nicht auf. Als der Krieg beendet war wollte er scheinbar nicht mehr zurück ind die USA, weil ihm das Essen dort nicht passe. Er wollte in Vietnam bleiben…. und endete als Tourguide in Saigon? Wenn ihm das Essen nicht gepasst hatte, wieso ist er überhaupt so lange in der USA geblieben dass er in der Navy aufgenommen wurde? Zudem war sein Englisch zu vietnamesisch und überhaupt.
So kam es halt, dass ich die ganze Tour nicht so ernst nehmen konnte, da der Tourguide oft von seinen “wahren Geschichten” erzählte. Andere schienen ihm Glauben zu schenken, ich fands mit der Zeit nur noch Peinlich.
Somit war der grösste teil der Halbtagestour Geschichten anhören.
Das kriechen in solch einem Tunnel war dann aber schon ziemlich speziell. Man sieht an der Postur meines Vordermannes dass der Tunnel nicht besonders gross ist. Das ganze 10 Meter unter der Oberfläche. Hell ist es nur wegen dem Blitz der Kamera. In wirklichkeit gab es nur alle 5 Meter so ein kleines Lämpchen.

Was mich dann aber wieder aufregte: Nachdem die ganze Zeit erzählt wurde wie schlimm das Krieg ist und so, konnte man wenn man wollte (und bezahlte) mal mit einer Waffe schiessen.

Das Angebot wurde auch Rege benutzt…
Naja, eben… die Tour war sosolala. Einige fanden den Tourguide super, wahrscheinlich weil sie ihm glauben schenkten.
Schlangenwein
Wenn man gefragt wird ob man Schlangenwein probieren möchte und dann die in der Flasche eingelegte Schlange sieht denkt mal als erstes mal “ähm… nein danke”. Aber dann sagt man sich: “moment… Schlangenwein? Das ist DIE einmalige Chance… denn in der Schweiz gibts Schlangenwein nicht mal in der Landi” und ich antwortete daher ein wenig verzögert: “sure, why not”.

Dass es anders schmeckt als “normaler” Alkohol merkt man dann vorallem im Nachgeschmack. Es gehört bestimmt nicht zu meinen Lieblingsgetränken aber ich würde das Angebot auch ein zweites mal annehmen.
Aber was ist Schlangenwein genau? Im Prinzip hat man zuerst eine Flasche voll normalem Reiswein. Danach wird eine Schlange in die Flasche gesperrt, die dann innert einer Stunde sturzbetrunken stirbt und dabei das gesamte Gift in den Wein absondert. Der Alkohol sorgt dann dafür, dass mit der Zeit das Gift für den Mensch unschädlich wird. Der Schlangenwein hat seinen Ursprung in Vietnam und es werden ihm viele heilende Wirkungen zugeschrieben.
Zu gerne hätte ich eine solche Flasche gekauft, denn teuer wäre es nicht gewesen. Aber das Importieren in die Schweiz ist leider verboten. Man importiert ja nicht einfach nur Alkohol, sondern eine fucking tote Schlange, dessen Art geschützt ist. Zu schade aber auch. Und ich weiss nicht wie allfällige Ausredem am Zoll ala “Ich dachte die Schlange sei aus Plastik” durchkommen. Hat irgendwer Erfahrungen damit? 😉
Das Mekong Delta
Heute war ein Tagesausflug ins Mekong Delta angesagt. Das ist so ein Ort mit viel Flüssen die sich überall hin verzweigen. Ja, ein Delta eben.
Es hiess daher wieder mal früh aufstehen, denn auf Vietnams Strassen braucht man für 120 km rund 3 Stunden. Der Kleinbus war aber gemütlich und der Tourguide freundlich. Ich lernte eine Belgierin kennen die gerade 4 Jahre lang in Tokyo war und vor einer Woche hierher gekommen ist.
Die Tour erinnerte mich sehr an die Bootsfahrt die ich vor 5 Jahren in Malaysia hatte. Braunes Wasser umringt von Palmen uns sonstigem grün. Ab und zu irgendwelche Fischer die fischen oder Badekinder die baden.
Für die Mittagspause stoppten wir auf einer Insel, wo wir nach dem Essen frei mit Fahrräder ein wenig herumdüsen konnten.
Die Tour war gediegen, und ich finde es immer wieder mal schön die Welt aus der Wasserpespektive aus zu sehen, statt nur immer auf Beton herumzucruisen.
Hier einige Impressionen:




Und in einem Shop hab ich das da noch gesehen. Seriously…wtf???






