Archiv für die Kategorie ‘Sound’

18 Mar
2009 by Phil

Der Korg M3

Update: Samples vom Korg M3 gibt es hier

Da gestern Kurt Russel Geburtstag hatte, dachte ich mir ich könnte mir einen Korg M3 kaufen.
In Wirklichkeit habe ich mir das M3-Modul bereits am Sonntag gekauft (da hatte Will.i.am Geburtstag) und musste es gestern nur noch abholen. Das tollste daran war, dass ich meine Bestellung vollständig auf Japanisch aufgeben konnte…. inklusive eines kurzen MIDI-Kabels und einem klein-zu-gross Kopfhörersteckeradapter.
Im Gegensatz zu Schweizer Geschäften, kriegte ich nicht nur einfach das Packet in die Hand gedrückt, sondern kriegte ein schön verschnürtes Packet mit Henkel dran. Denn die Japaner wissen: Ich habe keine Lust ein knapp 1 Meter langes unbequem durch ganz Tokyo zu tragen. Deshalb gibt es einen Henkel drum herum um das Instrument herumzutragen als wäre es nichts anderes als eine Migroseinkaufstasche.
Hier ein Foto des Henkels:
henkel

Nun aber zum M3. Nachdem ich in meinem Elektro-Musikinstrumentensortiment bereits zwei Synthesizer für syntethische Klänge habe, war es Zeit für etwas anderes. Schon seit längerem wollte ich eine “Workstation” die nicht nur Synthie-Klänge kann sondern auch echte Instrumente auf Lager hat. Der M3 hat das…. und wie. Nur schon Klaviere gibt es knapp 100 verschiedene. Flügel mit geschlossener Klappe, Flügel mit halb geöffneter Klappe, Flügel mit geöffneter Klappe, Flügel aufgenommen mit einem Mikrofon, Flügel aufgenommen mit zwei Mikrofonen, Flügel in einem Hallenbad aufgenommen mit zwei Mikrofonen, Flügel in einem Hallenbad mit kaltem Wasserbecken mit zwei Mikrofonen und halb geöffnenter Klappe aufgenommen. Ok, ich übertreibe.
Nebst einer Riesenauswahl verschiedenster Instrumente, hat es auch noch jede Menge Synthzeugs und Effekte auf Lager. Eine Drummachine ist es ebenfalls, und Samplen kann ich auch. Das heisst ich kann zum Beispiel “Work it”, “Make it”, “Move it”, “Makes us” einzelnen Tasten zuordnen und diese auf Tastendruck beliebig abspielen.
Nebenbei, hier mal ein Foto:
m3m_big

Es hatte sogar einen 1GB USB-Stick mit in der Verpackung, was gerade richtig kommt, da mein Micro Innovation 256MB (das ist ja gar nix) USB-Stick nicht mehr funktioniert (ich bestelle hiermit einen neuen). Der M3 hat nämlich auch USB und lauter anderes Zeugs wo man anderes Zeugs anschliessen kann. Ich gebe auch zu, ich bin zurzeit noch völlig überfordert mit all den Funktionen die das Teil beherbergt.
Aber wieso hab ich mir das Teil hier gekauft? Ganz einfach… es ist hier fast halb so Teuer wie in der Schweiz… und es ist nicht ganz billig. Da kann ich das Gerät also noch fünf mal per Post durch die halbe Welt verfrachten und komme immer noch günstiger. Zwei negative Punkte hat dieser Japankauf allerdings. Zum einen ist die Garantie ausserhalb Japans nicht gewährleistet. Also: Daumen drücken dass das Ding nicht kaputt geht. Zum anderen ist der Stromanschluss auf Japanstrom(100V/60Hz) eingestellt. Wenn Korg das schlau gemacht hat, ist das aber nur eine Lötbrücke die man anders setzen muss. Ansonsten einen Stromwandler kaufen. Ist immer noch günstiger als wenn ich den M3 in CH gekauft hätte.

In Betrieb hab ich das ganze mit meinem microKontrol genommen, den ich schon früher hier gekauft habe:
m3_1
Wobei die Inbetriebnahme ziemlich Zeitintensiv war. Es funktionierte zu beginn nämlich nicht, bis ich merkte, dass wenn der microKontrol über USB gespiesen wird, der MIDI-Out nicht funktioniert, da alles MIDI über USB geht. Also musste ich noch schnell bei einem 24h-Shop vorbeigehen um 6 Batterien zu kaufen.
Jedenfalls funktioniert jetzt alles, und es wird bestimmt noch viel Zeit vergehen bis ich den M3 so richtig power-mässig nutzen kann. Wenns so weit ist, werd ich dann hier ein par Soundschnippsel zur Verfügung stellen.

11 Mar
2009 by Phil

Open Air St.Gallen 2009

So, das Programm ist da.
Aus meiner Sicht muss ich sagen, finde ich es nicht schlimm dass ich das diesjährige Open Air verpasse. Im grossen und ganzen habe ich die Bands, die ich gerne sehen würde, bereits einmal gesehn. Ausnahme: Polarkreis 18. Die stehen noch auf meiner “To-See-List”.
Sound ist natürlich Geschmackssache, aber wenn ich ans oasg gehen würde, würde mir zurzeit noch einen guten Electro-Act fehlen. Aber wer weiss, vielleicht kommt der ja noch am Freitag (“Special Guest”). Urs sieht das anders: “Gratuliere! Zwor nöd ganz min Gschmack, aber zum Glück wieder weg vom Elektro cho!”
Da kann man sich fragen, was denn Urs’ Geschmack eigentlich ist, denn Elektro hat es ja jetzt nicht mehr, Rock/Pop hat es reichlich und Hip Hop hat es ja auch. Und wenn man Vivaldi will, geht man nicht ans oasg.
Aber ich schweife ab.

Meine Empfehlung für die “kleingedruckten” Bands:
– Get Well Soon
– Polarkreis 18
– 2Raumwohnung

Von den “grossgedruckten” weiss ich einfach, dass Jan Delay Live ziemlich läss ist.

Na dann, allen open air gängern schon mal im Voraus: Viel spass und gutes wetter!

9 Mar
2009 by Phil

And Number One Is: Strandhotel Markus

Wie bereits erwähnt, geht es Strandhotel Markus zurzeit recht gut. Dieses Wochenende hat es SHM sogar auf Platz 1 der Toxiparade geschafft.

shm-charts Klar, toxic.fm ist “nur” ein regionaler und alternativer Radiosender. Es ist aber trotzdem Cool, sich in einer Hitparade noch vor U2 zu befinden 🙂

20 Feb
2009 by Phil

Strandhotel Markus

Der Bekanntheitsgrad der Ostschweizer Band “Strandhotel Markus” ist am wachsen. Anfangs dieses Jahres veröffentlichte die Band ihre erste CD.
Innert kürzerster Zeit landete die Single “Disco! Disco!” in der Top 10 der toxic.fm Charts.

SHM-CDCover

Auch 20 Minuten berichtet darüber und die entsprechende Facebook-Fangruppe ist ständig am wachsen.

Das tönt ja super. Wenn ich zurückkomme kann ich direkt ins Starbusiness einsteigen:)

21 Dec
2008 by Phil

Schweizer Hitparade

Heute hab ich meinen Teil der Wohnungseinrichtung von SG nach Ebnat-Kappel verfrachtet. Auf dem Fahrtweg lief dann die offizielle schweizer Hitparade auf DRS3. In meinen früeheren Lebnsjahren war die Sonntagliche Hitparade so ziemlich etwas vom wichtigsten. Gab es einmal einen Ausflug, so dass ich nicht mehr für die Top twenty zuhause war, brach eine Welt zusammen, ich stellte auf Stur, und machte ein Saumässiges Theater.
Jedenfalls hab ich heute mal wieder die Top Ten gehört und stelle mit Erstaunen fest: Auf Platz 1 tront der Jodlerklub Wiesenberg zusammen mit Francine Jordi.
Dazu schwirren mir zwei unterschiedliche Gedanken durch den Kopf:

  • “Eigentlich schön, dass das heutige Schweizer Volk doch noch ein wenig Traditionsverbunden ist, und die heimische Volksmusik unterstützen kann ohne sich dafür zu schämen.”
  • “Damn!! WTF??”

Und für alle nicht-TV-schauer und nicht-Radio-hörer hier nun die aktuelle Nummer 1 der aktuellen Schweizer Single Charts:

Ich hab das zeugs unter Medien und Gesellschaft kategorisiert. Wenn unser geliebter SF nicht solche Sendungen produzieren würde, würde unsere Gesellschaft kaum diese Single so viel mal kaufen dass Sie auf Platz 1 ist.
Im übrigen: Ich hab nichts gegen Jodel. Mit 70 werde ich wahrscheinlich auch bei einem jodlerklub mitsingen 😉 Es erstaunt mich einfach….Wenn man nichts vom Fernseher und vom Radio mitbekommt ist so etwas schon ziemlich WTF.

11 Dec
2008 by Phil

Apropos Music Engineering

Nebst meinem Chorwerk dass ich demnächst auch mal hier posten werde, habe ich dieses Jahr auch noch ein kleines Elektrowerk kreeirt, welches ich immer noch hören kann ohne denken zu müssen:”was hab ich mir dabei denn überlegt?”.
Und zwar galt es für den Kurzfilm éStranger von Cesare Macri einen durchgängigen Soundtrack im Stil von True aus Paris je t’aime zu komponieren.

Das fast-3 Minuten-Stück kann man sich hier herunterladen:
Phil – éStranger soundtrack

11 Dec
2008 by Phil

Music Engineering

Gestern Abend war wieder mal “absounden im Rümli” angesagt. Zusammen mit Hans, the human beatmachine (bot beatmachines are better 😉 ) wurde mal wieder ordentlich gejammt.

und wie immer war es läss, und hätte man es aufgenommen und publiziert wärs jetzt der Winterhit schlechthin und ich wäre sowas von berühmt, dass ich nicht mal mehr ein Erdnüssli schälen könnte ohne dabei von einem Papparazzi fotografiert zu werden.

6 Dec
2008 by Phil

Alapilio Musical – Kritik

Eine kritische Betrachtung des Alapilio Muiscals:

Story

Grundsätzlich
Die Story ist aus meiner Sicht der grösste Schwachpunkt. Klar erwarte ich nicht von einem Musical, dass es das Rad völlig neu erfindet. Die Grundsätze sind dieselben wie immer bei Musicals. Zuerst eine Heile Welt, dann ein Problem dass es zu Lösen gibt, das Problem wird irgendwie gelöst, und durch die Geschichte durch noch eine kleine Lovestory. Aber:

Die Moralpredigten
Was mich störte, waren die vielen moralischen Aspekte. Überdeutlich kamen die altbekannten Botschaften rüber;”Gewalt ist scheisse, man kann ja reden”, “Wir sollten aufhören unseren Planeten zuzumüllen”, “Klimaerwärmung”, “Es herrscht Krieg und ich armes Kind musste auswandern”, “ich ausgewandertes Kind werde vom Staat zurückgewiesen” e.t.c.
Klar, das sind alles wahre Gegebenheiten. Doch wenn ich ein Musical schaue, für das mit “zauberhaftes Musical” geworben wird, erwarte ich farbenfrohe Unterhaltung die Freude ausstrahlt. Ich will nicht all die tristen Themen die ich tagtäglich schon zu Gesicht bekomme, nochmals aufgestempelt bekommen. Ich erwarte ablenkende Unterhaltung. Tja, falsch erwartet.

Und die Moral von der Geschicht
Man kann die ganzen Moralpredigten ja auch an sich vorbeirieseln lassen. Aber wenn man die Botschaften konsequent ernst nimmt, muss man auch die Botschaft ernst nehmen, dass wenn man als Ausländer vom Staat zur Ausreise gezwungen wird, lediglich schnell einen Schweizer heiraten muss, um im Land bleiben zu dürfen. Das wär dann die logische “Moral aus der Geschicht”, was wahrscheinlich nicht so gedacht ist, und man daher all die anderen Moralsachen nicht mehr so ernst nehmen kann.
Man merkt beim Lesen dieser Zusammenfassung bereits: Was nach farbenfrohen, fröhlichen halb-fantasy-Musical tönt, ist eigentlich ein tristeres moral-drama mit wenigen fröhlichaspekten.

Musik

Die Musik ist, wie die Story bestimmt auch, geschmackssache. Rein Qualitativ war die Musik hochstehend. Fast alle Texte konnte man problemlos verstehen und es war gut abgemischt. Mir persönlich waren die Kompositionen zu wenig “bombastisch”. Ich bin da eher Fan von klassischem wie “Evita” oder “Jesus Christ Superstar”, wos dann so richtig Fett daherkommt.
Die Band spielt ziemlich rockig, und dazu gibt es entweder Solos, oder Komplettchorgesang mit rund 30 Leuten. Oft tönte es aber nicht viel anders als klassische Pop-Songs die man im Radio hört. Zum Teil hatte es schon richtig Schlager-Allüre (bei den kitsch-liebes-szenen), wo ich einfach mit dem Musikstil schon nichts anfangen kann.
Ich bin der Meinung, dass wenn man schon so viele Leute auf der Bühne hat, das ganze auch entsprechend Fett tönen darf. Und mit Fett meine ich nicht nur die Instrumente, sondern eben auch der Gesang, der viel völler hätte daherkommen können.

Machart

Gesang
Meiner Ansicht nach, waren alle Sänger und Sängerinnen gut bis sehr gut. Allerdings war niemand dabei bei der/dem ich jetzt hätte sagen müssen:”wow, diese Stimme haut mich jetzt wirklich um”.

Tanz
Auch Tanzmässig war immer etwas auf der Bühne los. Die Tänze waren sehr abwechslungsreich. Von Balletähnlichem bis Breakdance war alles mal zu sehen. Da gibts meinerseits nichts auszusetzen.

Bühnenbild
Da muss ich schon mal sagen, dass ich erwartet hatte dass das ganze grösser ist. Ich war daher ein wenig enttäuscht von der “kleinigkeit” der Bühne. Das Bühnenbild ist gut umgesetzt, und wurde mit zusätzlichen Elementen wie künstlichen Kerzen auch immer wieder mal aufgewertet. Trotzdem machte das ganze irgendwie einen ziemlich statischen Eindruck, welcher die Performance emotionsmässig nicht unterstützen konnte.

Fazit

Wer sonst kein Musical-Liebhaber ist, wird wahrscheinlich auch keine Freude an diesem Musical haben. Es fehlt das Pompöse, Grossartige was gewisse Musicals mit sich bringen, und jeweils auch Musicalunerfahrene begeistern können.
Wenn man sich im klaren ist, dass es nicht ganz so ein farbenfrohes, fröhliches Musical ist, wie Plakate oder ähnlich anmuten lassen, wird man bestimmt nicht so enttäuscht von der Story wie ich, und kann sich durchaus unterhalten lassen. Musikalisch ist es kein Highlight, aber gut umgesetzt.