Archiv für die Kategorie ‘Phil’s Life’

12 May
2012 by Phil

So sichert man ein Bücherregal in Japan

Wer kennt es nicht: Man hat das Bücherregal ENDLICH fertig zusammengeschraubt und es steht einigermassen gerade. Dann steht da in der Anleitung man soll jetzt noch in die Wand bohren, Dübel reinstecken und das Regal an die Wand festschrauben. SCREW THAT!(got it?…) wer macht das schon…
In Erdbebengefährdeten Länder ist es jedoch sicher nicht falsch, wenn man das Regal ein bisschen fixiert. Das sieht dann so aus:

Und es wurden keine Schrauben gebraucht…

9 May
2012 by Phil

Portal 2: Schafft ihr meine Map?


Seit gestern ist für Portal 2 ein inGame-Mapeditor verfügbar. Die erstellten Maps können ganz einfach veröffentlicht und von anderen Personen gespielt werden. Das ganze ist sowohl ein Fluch als auch ein Segen. Zum einen gibt es da einige wirklich gute Maps die Spass machen, zum anderen hat man Tonnenweise “My first Testroom 1”-Zeugs, das einfach nur unnötig ist.

Ich habe mir schon im vorhinein Gedanken darüber gemacht, wie meine Map aussehen soll und habe dies nun umgesetzt. Es ist definitiv keine Map die man einfach schnell-schnell durchspielt, aber es sind auch keine “ninja-skills” notwendig um das Ziel zu erreichen. Würde mich natürlich freuen, wenn die Portal-Spieler/innen unter euch die Map mal ausprobieren würden.

“It’s a Trap!” Link zum Steamworkshop

Ich teste natürlich gerne auch Maps von euch, also meldet euch falls ihr was kreiert habt!

7 May
2012 by Phil

Nanoblocks

Diablock sind so bisschen die japanischen Legos. Eine Sparte davon sind die Nanoblocks. Wie der Name schon aussagt, sind die Dinger eher klein. Hier ein Vergleich mit original Lego:

Ist dann natürlich auch entsprechend anspruchsvoller mit den Dingern herumzuwerkeln. Das macht es aber gerade erst spannend.
Ich habe mir daher mal zwei kleinere Sets gekauft: Eines der “Mini Collection Series” und eines der “Keine Ahnung was für eine Series”.


Space Center und Synthesizer
Das zusammenbauen machte Spass, nur das mit dem rumspielen kann man dann vergessen. Das Zeug fällt zu schnell auseinander, als dass man es in Kinderhände geben könnte. Reines Ausstellungsobjekt also. Vielleicht werde ich mir noch das eine oder andere Set kaufen….

6 May
2012 by Phil

Wenn die Polizei an der Türe klingelt

Ich war gerade dabei meinen sonntaglichen Wohnungsputz durchzuführen (ich entführe jeweils ein Kind aus der Nachbarschaft und lasse es erst wieder frei wenn die Wohnung blitz blank ist), als es an der Tür klingelte. Es war die Polizei.
Der Herr Polizist gab mir so etwas wie einen Notfallzettel den ich ausfüllen sollte. Es geht darum, dass im Falle eines Erdbebens, Hausbrandes oder sonst was die Polizei weiss, wer genau hier wohnt und wen man im Falle eines Unglücks benachrichtigen soll. Macht eigentlich noch ziemlich Sinn.
Ich füllte den Zettel aus und 10 Minuten später kam er dann wieder vorbei um ihn einzusammeln. Da ich nicht ganz alles lesen konnte was ich auszufüllen hatte, füllten wir den Rest halt noch zusammen aus. Interessanterweise wollte er als Benachrichtigungsperson nur jemanden innerhalb von Japan… ich schrieb also die Kontaktinformationen eines Mitschülers auf.

Das wars auch schon, war aber eine nette Begegnung. Danach konnte ich mein Putzkind wieder aus dem Schrank holen.

4 May
2012 by Phil

Neko Café (Herumhängen mit Katzen)

Neko heisst auf jap. “Katze” und Café heisst “Giraffe”. In Tokyo gibt es über 30 Neko Cafés, wo man wie in einem gemütlichen Café herumhängen, lesen, am Laptop arbeiten e.t.c. kann. Plus es hat Katzen.
Ich war heute zusammen mit Ian (ein Mitschüler) in einem Neko Café (299, Ikebukuro). Die Story in Bildern:

Empfang
Wir zogen unsere Schuhe aus und schlüpften in die bereitliegenden Hausschuhe. Die Empfangsdame war sehr freundlich und sprach extra langsam und deutlich, so dass wir auch sicher alles verstehen konnten. Man wird aufgefordert, die Hände zu desinfizieren und dann kriegt man einen Karte auf welche die aktuelle Zeit gedruckt wird.
Abgerechnet wird nach Zeit. 10 Minuten sind ungefähr 2CHF. Rabatt gibts ab 1.5 Stunden. Ein Tagespass kostet 35CHF.

Einrichtung
Alles sehr gemütlich! Teppichboden, viele Sofas und sogar einige Massagestühle. Es gibt Handyladestationen und Arbeitsplätze für mit Laptop und natürlich viel Spielzeug für die Katzen.
Da Kinder nicht erlaubt sind (that’s why), bleibt es auch immer schön gemütlich;)

Die Katzen
Der Platz mit dem Blick in die Freiheit scheint beliebt zu sein…
Die Katzen haben sich definitiv an die Besucher gewöhnt. Es kümmert sie nämlich keinen Scheiss! Die meisten hängen an ihrem Lieblingsort rum und man kann noch so mit einem dieser Katzenspielzeuge herumwedeln… es hinteressiert sie einfach nicht mehr.
Natürlich gibt es auch immer einige Katzen die rumlaufen, aber auch da: they don’t give a fuck about you!. Eine Katze konnten wir kurz mit so einem Wedel mal anlocken, sie war dann aber schnell wieder weg.

Fütterung
Futter im Anmarsch. Grosses Fell-WirrWarr

Wir hatten das Glück, gerade zur Fütterungszeit dort zu sein. Fünf Minuten vor der Fütterung waren plötzlich alle Katzen sehr aktiv und irrten wild umher. Die Fütterung läuft dann aber schön geregelt. Jede Katze hat ihr persönliches Menü (je nach aktueller Diät und so) und wird gelehrt, auch nur aus der eigenen Schale zu fressen.
Die Neko Café Dame beobachtet die Speisenden ständig. Eine Katze frass dann Tatsächlich kurz aus einer anderen Schale. Bad Idea! Frau Neko packte sie und schnauzte sie (mit bösem Ton aber liebevollen Worten) an. Danach wurde die Katze blosgestellt und Frau Neko sagte (hier Pseudo-hohe-Katzenstimme ausenken) “Schaut mich an, ich bin eine böse Katze. Ich habe aus einer fremden Schale gefressen. Ui ui ui, das hätte ich nicht tun sollen”
Das sah dann so aus:

Fazit
Ich hatte mir das ganze ein bisschen “aktiver” (mehr Katzen-Mensch Interaktion) vorgestellt. Wenn man aber kurz überlegt ist es nur normal, dass die Katzen nicht Stundenlang, Tag für Tag mit Menschen spielen wollen. Trotzdem eine nette Erfahrung und die Location ist wirklich supergemütlich und ich kann mir schon vorstellen dort zum Lernen oder so mal wieder hin zu gehen.

P.S. Hitlercat war auch dort:

P.P.S. Die FAQ Webseite des Neko Café mit dem Google Translater übersetzt ist absolut köstlich.

2 May
2012 by Phil

Ich hätte wohl immer alles gegessen was mir aufgetischt wurde


Hätte ich als Kind meinen Salat, Kartoffelgratin, Sauerkraut, Maisbrei, Lauch, Zucchetti, unzerkaubares Fleisch und alles andere was ich nicht gern hatte in diesem Teller serviert bekommen, hätte ich es ohne Reklamationen gegessen.
@Meine Mutter: ja ich weiss es ist jetzt zu spät daran noch etwas zu ändern…
@Myself: Wenn ich dann mal ein Kind habe (oder eine Katze oder ein Gecko oder ein Nilpferd), nicht vergessen von solchen awesome Essenspräsentationsmittel Gebrauch zu machen.

1 May
2012 by Phil

Haare schneiden

In Tokyo hat es pro Quadratkilometer im Durchschnitt etwa drölfundzwanzig Friseursalons oder anders gesagt: Die Anzahl Friseure ist Kongruent zu der Anzahl Getränkeautomaten.
Die meisten dieser Salons sehen aber sehr Frauenorientiert aus und einen Haarschnitt kostet so um die 60CHF. So ging ich in ein kleines Seitengässchen um die Ecke in einen Barbershop, wo draussen keine Preise angeschrieben waren und auch nicht irgend einen französisch klingenden Namen hatte (er hatte gar keinen Namen).
Foto: Google Streetview, da ich nicht auf die Idee gekommen bin ein Foto zu machen und zu faul war um nochmals hin zu gehen um ein Foto zu knipsen

Drinnen hatte es drei so Hängerstühle, einen Vogel im Käfig, ein Aquarium und den älteren Haarschneideheini. Gefällt mir!
Er nahm seine Arbeit sehr ernst und mischte seinen eigenen Rasierschaum um dann auch noch die Nackenhaare mit der Machete wegzuhauen. Wie das in einem Barber Shop halt so üblich ist. Auf Konversation wure auch verzichtet, der Vogel im Käfig hatte jedoch so einiges mitzuteilen (auf Vogel-Piieps-Japanisch).
Ich habe jetzt einen Haarschnitt den ich noch nie hatte und sehe etwa so aus:

Das ganze kostete mich 17CHF und somit weniger als ich je irgendwo in der Schweiz bezahlt habe.

Relevant:

30 Apr
2012 by Phil

Die Kebab-Susi in Tokyo

Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, wo es keine Dönerbuden gibt. So trifft man auch in Tokyo auf Kebabverkäufer, welche selbstverständlich nicht einfach nur einen “normalen” Kebab oder Dürüm anbieten können. Den Dürüm gibts nur zusammen mit Pommes (im Dürümdingdrin). Dafür gibts hier auch noch Kebab Susi… ich hoffe mal, so schreibt man nun mal Sushi auf türkisch. Alles andere wär recht übel.

Ich weiss ja auch nicht wie ich es finden würde, wenn ein Kebabverkäufer in der Schweiz noch Fondue mit Dönerfleisch anbieten würde… aber scheinbar gibts für so einheimisch/fremd-food mix hier interessen. So wird auch noch der Kebab Onigiri angeboten:

Immerhin gibt es verschiedene Saucen zur Auswahl, was verhindert dass man wie in der Schweiz noch sagen muss “mit Scharf!”, was meistens trotzdem nichts bringt.

Wegen dem Totenkopf und dem Hinweis man soll dieses Sauce nicht bestellen wenn man zu schwach dafür sei, hab ich dann zu meinem “Hot Sando” (Kebabsandwich mit Käse) eine übliche Sauce genommen und auf das Ultra Hot Experiment verzichtet.