2 Apr
2009 by Phil

Testergebnis (Update)

Es läuft jetzt die letzte Woche des ersten Kurses. Seit gestern ist jeder Tag ein Abschied einer unserer Lehrerinnen *sniff*. Mehr dazu aber morgen, wenn hoffentlich zum dritten mal ein Klassenfoto gemacht wird;)

Nun mal zum Test, den ich gestern vor einer Woche absolviert habe. Dafür, dass ich nicht wirklich viel gelernt habe, habe ich ziemlich gut abgeschnitten. Scheinbar sogar klassenbester. ha!
testresult

Da Ihr evtl. nicht japanisch könnt, hier die Übersetzung des Lehrerinnenkommentars:

Philippe du bist einfach der Beste. Zu beginn des Kurses konntest du noch überhaupt kein Japanisch und jetzt bist du schon fast besser als ich. Gerne würde ich eine Band mit dir gründen wobei du natürlich der Frontsänger (leader) wärst! Nach den Auftritten könnten wir die ganze Nacht durchmachen und andere dinge machen, und am Morgen dann einen Grüntee zusammen trinken und Tomaten pflücken. Ich weiss dies ist ein bisschen direkt aber ich schreibs jetzt einfach. Ich möchte dich heiraten und mit dir zusammen viele origami-kraniche falten!

Update: Die Übersetzung ist natürlich frei erfunden! Das was wirklich auf dem Blatt steht ist bei weitem langweiliger. Ich hatte gedacht dass ich die Übersetzung übertrieben genug und mit gegnügend Überlänge geschrieben habe, so dass jeder merkt dass dies nicht der wirklichkeit entspricht. Scheinbar war das nicht ganz so.
Das was in wirklichkeit dort steht ist um einiges langweiliger.

1 Apr
2009 by Phil

Youtube: flipped !

Ich nehme mal an, dies ist Youtubes April-Scherz. Ist ja nicht wirklich ein Scherz, sondern ein useless-but-cool-funny-feature. Wenn man bei einem Video in der url “&flip=1” anfügt, wird alles auf dem Kopf angezeigt, und das filmchen entsprechend auch so abgespielt.
Beispiellink:
http://www.youtube.com/watch?v=qVa8x942cu8&flip=1

Hoffen wir mal, dass dieses Feature auch morgen noch weiterhin verfügbar ist.

31 Mar
2009 by Phil

Haare schneiden

Heute war es soweit. Die herangewachsene Mähne musste weg!
Also platzte ich unvorangeküdingt in eine Lokalität rein, die von aussen aussah wie ein Frisöörlokal. Es sah auch drinnen aus wie bei einem Frisöööör, ausser dass gerade niemand sich die Haare schneiden liess und die einzige Person dort drin am TV schauen war.
Da ich nicht wusste was Frisör auf Japanisch heisst und ich aber mein Japanisch ohne wildes herumgestikulieren anwenden wollte, fragte ich ob er ein Haare schneidender Mensch sei, da ich meine Haare schneiden möchte.
Es schien so, als sei er ein solcher Mensch. Ich fragte nach dem Preis und willigte ein.

Ich sass also auf dem Stuhl, schon voll zugedeckt mit Schürze e.t.c. und meine Haare wurden Nassgesprayt. Dann kam endlich die Frage, von der ich befürchtete sie käme schon gar nicht mehr: “Wie kurz solls denn sein”. Ich sagte die hälfte, und Ohren frei.
Wow, und da legte er los. Wie eine Mähmaschine schneidete er meine Haare ab mit einer Schere die so tönte als wär sie so streng zu bedienen wie ein Nussknacker beim Nussknacken. Es gab ein ganz klein wenig Smalltalk, woher ich komme und so. Und er meinte dann, mein japanisch sei gut, und ich antwortete mit “nein, nicht wirklich” so wie ich es in der Schule gelernt habe dass man dies Antworten müsse, egal wie gut man bei etwasem ist. Ein japaner würde nie sagen: “Ja ich bin gut”.
Nach höchstens 10 Minuten war der Haarschneidepart fertig und ich dachte das wars jetzt. Denkste!

Der Stuhl kippte nach hinten, und plötzlich klebte mir ein ziemlich heisses, feuchtes Tuch auf dem Gesicht. Nach dem ersten Schockmoment allerdings noch recht chillig. Das Tuch kommt weg und ich werde mit Schaum eingeschmiert. Aha, rasieren ist angesagt. Na ok, soll mir recht sein. Im gegensatz zum Haare schneiden, war das Rasieren mit dem Rasiermesser Präzisionsarbeit. Es war schon fast so, als würde er jedes Haar einzel abschneiden. Er zerrte an der Haut rum, um zu fühlen ob noch irgendwo ein Barthaar hervorsteht. Das verwendete Klappmesser sah aus, als hätte der Frisööör es von seinem Vater bekommen hat der es von seinem Vater bekommen hat der es von seinem Vater bekommen hat der es in einem Antiquitätsladen gekauft hat. Ziemlich stylisch mit so einem Ding rasiert zu werden.
Er rasierte wirklich das ganze Gesicht… unter den Augen, auf der Nase und auf der Stirn, wo ich ziemlich sicher bin, dass kein Mensch irgendwelche Haare hat.
Danach gings mit einer Spezialschere auf die Suche nach Nasenhaaren. Jetzt ist dann fertig, dachte ich.

Da hab ich tatsächlich plötzlich irgend ein Stab im Ohr, der sich anfühlt wie die Dinger, die von den Kaminfegern verwendet werden. Einfach für Ohren… nicht für Kamine.
Ich konnte mir beim Gedanken an gewisse Personen, die bei einer solchen Ohrenpenetration an die Decke springen würden, ein Lächeln nicht verkneifen.
Nach dem Ohrenzeugs war dann aber Fertig. Das Gesammtrasieren hatte etwa 20 Minuten gedauert. Mein Gesicht fühlt sich an wie ein Babypopo.

Bei der Frisur hab ich ihn machen lassen, da ich wusste dass ich das nach einer Dusche wieder gut machen kann (und gemacht habe). Aber so sah es unmittelbar danach aus:
newhairstyle

Ich hab mich in der Schweiz noch nie rasieren lassen, daher weiss ich nicht wie das vergleichsweise ist. Allerdings… es war mal was neues, vor allem wenn man denkt “Ich lass mir mal schnell die Haare schneiden”

30 Mar
2009 by Phil

Die Kirchenmaus

cheeses
Original von hier

30 Mar
2009 by Phil

Die japanische Sprache (dritter Teil)

Nach dem ersten und zweiten Teil, folgt mal wieder ein Infoflash über eigenheiten der japanischen Sprache.

Nachdem ich ja bereits über die verschiedensten Zählwörter berichtet habe, haben wir letzte Woche wieder etwas neues gelernt, was die Japaner präziser differenzieren. Und zwar das tragen von Kleider. Bei uns heisst es immer “tragen”, egal ob Hut, Pulli oder Hose. Im Japanischen gibt es ein Verb für alles was auf den Kopf kommt, ein Verb für das Tragen von Brillen, ein Verb für das Tragen von Hemden, T-shirts, Jacken e.t.c. und ein Verb für alles unter der Gürtellinie, also Hosen, Socken, Schuhe e.t.c. Ah, und das Tragen von Ringen und sonstigem Schmuckstück hat auch wieder ein eigenes Verb.
Auch noch witzig zum Übersetzen: So wie es bei uns “Unterhose” heisst, sagt man auf japanisch den Socken: “Unterschuhe”

Erkältet sein heisst hier: “Nasenwasser kommt heraus”

Auf meiner Ubahnlinie gibt es eine Station die heisst: “Neu-grünteewasser”. Das Toggenburgerische “Unterwasser” würde auf Japanisch: “mizunoshita” heissen.

Meine drei Lieblingswörter hier sind: Tokidoki, Gorogoro und Burabura:

Tokidoki heisst “manchmal”… eine spezielle Herkunft ist mir nicht bekannt.

Die Japaner haben in ihren Mangas für ziemlich alle möglichen Aktionen die auch nur annähernd Geräusche verursachen können, einen entsprechenden schrifltlichen Geräuschausdruck. So ist “Gorogoro” das Geräusch das etwas macht, wenn es rollt. Und gorogoro tun heisst so viel wie rumhängen und ein bisschen dies und ein bisschen das machen. Man wälzt sich bildlich zuhause auf dem Sofa zwischen TV, Essen, Lesen e.t.c. um… daher gorogoro.

Die Herkunft von Burabura kenn ich nicht wirklich. Ich bin aber ziemlich sicher dass es von “blabla” kommt.. denn burabura ist 1:1 die japanische schreibweise von blabla.
Burabura tun heisst soviel wie, ziellos irgendwo herumlaufen… von einem ort zum anderen gehen und nichts spezielles machen. Sprich, wenn ich so durch Tokyo gehe, mache ich oft burabura.

So, ich lass es mal dabei. Der vierte Teil folgt bestimmt.

29 Mar
2009 by Phil

All you can eat…. PIZZA!

Nach All you can eat… CAKE! folgt jetzt quasi Teil 2: Pizza.
Bei Shakey’s kann man für 18.- so viel Pizza essen wie man will/kann. Nebst Pizza gibt es auch noch Spaghetti.
I’m Gegensatz zum AYCE Cake, gibt es bei Shakey’s keine Zeitlimite. Man kann also ungestresst solange reinhauen wie man will.
Und bei Pizza ist dieses System also wirklich ziemlich praktisch. Da man beim Buffet sich die gewünschten vorgeschnittenen Pizza-Stücke holen kann, gibt es keine Wartezeit. Es folgen ständig neue, unterschiedliche Pizzen, so dass man immer wieder etwas neues ausprobieren kann. Es ist nicht dasselbe, wie wenn man den ganzen Abend mit ein und derselben langweiligen Pizza verbringt (ausser die quattro stagioni (4 stationen ;)), die hat 4 unterschiedliche Geschmacksrichtungen, so dass diese schon fast ein wenig mit all you can eat mithalten kann… einfach ohne das “all”).
shakeys

Es soll also gefälligst so was auch in der Schweiz bei mir in der Nähe geben… von mir aus kann es auch teurer als 18.- sein… für 18.- kriegt man ja je nach dem nicht mal eine normale Pizza in CH… pfff, mal wieder ein Grund hier zu bleiben.

29 Mar
2009 by Phil

Kirschblüten-hängerparty

Noch nicht ganz, aber annähernd, sind die Kirschblüten am blühen. Wo einige Bäume sich schon voll entfaltet haben, sind andere immer noch ziemlich nakt.
Das ganze sieht ja schon ziemlich hübsch aus… im prinzip als würde man eine Blumenwiese mit lauter gleichen Blumen an einen Baum hängen. Aber irgendwie scheint mir, als werde das ganze hier doch ein wenig überbewertet. Die Leute agieren so, als hätten Sie das erste mal in Ihrem Leben solche Bäume gesehen. Für mich trifft das ja zu, aber wenn die japaner so dastehen und nicht mehr aus dem Staunen herauskommen und laut “suuuugoooooooooi” (= wow/begeisterung) sagen, wirkt das irgendwie komisch.
Da zurzeit nur einzelne solche Bäume voll am blühen sind, stehen bei den Prachtbäumen unzählige Japaner rundherum und machen Fotos…. wahrscheinlich hat es mehr fotos machende Japaner als Blüten am Baum.
Trotzdem, manchmal ergibt sich gerade einen Zeitpunkt und Blickwinkel wo man die Bäume auch ohne Paparazzihorde erwischt:
hanami1
hanami2

An diesem Wochenende gab es auch so einige Hanami-Parties (Kirschblütenanschau-Parties).
Leute aus allen Bevölkerungsschichten kommen mit Freunden in den Park und essen und trinken hier. Ältere Leute trinken Grüntee, teilweise mit dem ganzen zeremoniezeugs dazu, während dem neben sich nebenan eine Jugendgruppe mit Alkohol volllaufen lässt. Und das ist eigentlich herrlich. Nennt mir einen Anlass in der Schweiz an dem sowohl 70 jährige Altersheim-montagsnachmittags-kaffikränzli-gruppen als auch 16 jährige Eltern-sind-scheisse-let’s-pubertier-teenie-gruppen teilnehmen…
Aus offizieller sicht ist der Alkohol natürlich verboten, und es hat entsprechende Schilder. Aber man kann auch mit geschlossenen Augen durch den Park laufen und merkt dass hier Alk getrunken wird. Zwischen all diesen tausenden von Leuten habe ich keinen einzigen Polizisten oder Sicherheitsmenschen gesehen. Das ganze läuft friedlich ab. Grosse behälter für den ganzen Abfall (getrennt nach Dosen, Pet e.t.c. wie es sich gehört) stehen in unmengen bereit, so dass keiner die Ausrede bringen könnte, dass nirgendwo ein Abfallkübel bereitgestanden hätte.
In korelation mit der anzahl Leute, ist auch die Warteschlange vor den Toiletten. Es fehlte wirklich nur noch eine Bühne mit Musik, um das ganze einem Open Air gleichkommen zu lassen.
hanami3
(dies ist wirklich nur ein ganz, ganz, sehr, mikroskopisch kleiner ausschnitt des ganzen Parks und des vorhandenen Menschenvolkes)

Wenn man erwartet, man könne an diesem Tag friedlich durch den Park laufen und schöne fotos schiessen (was wir eigentlich wollten), dann war dies definitiv der falsche Tag. Auch wenn wir selbst nichts dabei hatten um zu verspeisen oder zu trinken, war das herumschlendern zwischen all den Leuten doch ein schönes Erlebnis. Wie gesagt…. findet das mal in der Schweiz.

27 Mar
2009 by Phil

Korg M3 Samples…

So, ich habe unterdessen mal herausgefunden wie ich da mit meinem M3 etwas aufnehmen kann, und direkt als WAV auf USB-Stick abspeichern kann.
Wenn ich so die verschiedenen Programme ausprobiere, könnte ich wahrscheinlich Tagelang einfach Beispiele aufnehmen, die dann nicht mal allzu schlecht tönen würden.
Die Beispiele die ihr hier hören könnt haben keinerlei Anspruch irgendwie die “Top 8” oder so zu sein. Ich habe jetzt vielleicht gerade mal ein viertel aller Presets ausprobiert und ab und zu mal wieder aufgenommen und meistens nicht.
Aber die Beispiele zeigen gut, dass da ein grosses Kreativitätspotential dahinter steckt. Wenn man bedenkt dass ich bei jeder Aufnahme einfach mal Planlos auf den Tasten herumdrückte, so kann man sich vorstellen dass man mit einem “Plan” im Hinterkopf da wirklich ganze Songs kreiren kann, ohne dass man noch zusätzliche Instrumente bräuchte.

Auch wenn das alles nur Versuche sind, muss ich sagen dass es gut möglich ist, dass ich aus dem “rain in tokyo”-Track mal noch mehr draus machen werde.