4 May
2009 by Phil

Sushi

Ich habe unterdessen tatsächlich angefangen Sushi gern zu haben.
Es ist nicht allzu teuer und irgendwie eine willkommene Abwechslung zum “Standardessen”.

Wenn ich mir Sushi für zuhause kaufe, esse ich dies immer mit tonnenweise Wasabi. Dies fühlt sich dann an als würde das Gehirn aus der Nase gepustet… und das ist cool.

Dann gibts hier in der nähe auch so ein Förderband-Sushi Restaurant. Nebst den beförderten Sushi’s kann man auch kreationen auf Wunsch bestellen, welche direkt vor den eigenen Augen zugerichtet werden. Ich hab mir da mal das teuerste flambierte irgendetwas-Sushi bestellt. Hauptsächlich weil es toll aussah wie der Koch da mit dem Flammenwerfer umging. Aber es war auch tatsächlich total “oishii”.

Und so kann so ein Sushi-teller im Restaurant z.B. aussehen:

sushi

3 May
2009 by Phil

Operation: Sonnencreme

Ich habe heute eine kleine Wanderung gemacht. Mehr dazu wenn ich mein Internet wieder habe.
Jedenfalls wars in den letzten Tagen ziemlich Sonnig und teilweise schon fast ein wenig heiss. Höchste Zeit Sonnencreme zu Besorgen, damit ich nicht rot wie eine Tomate vom Berg herunterkomme. Ein bisschen braun werden wäre auch nett.

Und da liegt das Problem: Braun sein scheint nicht das Schönheitsideal der Japaner zu sein. 90% aller Sonnencremen haben mindesten Sonnenschutzfaktor 50!!! Viele davon noch zusätzlich mit einem “whitening effect”. Nach langem suchen kaufte ich die Sonnencreme mit dem niedrigsten Faktor den ich finden konnte: 29.

1 May
2009 by Phil

Internetlos

Ja toll… Des Nachbarns funknetzwerk ist irgendwie verschwunden. Ist aber nicht das erste mal. Problem diesmal: Er ist so wies aussieht in den Ferien und kann den Router nicht neustarten… Das heisst, bis Mittwoch oder Donnerstag wieder Internetkaffeebesuche… grml grml grml

30 Apr
2009 by Phil

Sightseeing. Und so.

Raphael kannte da noch zwei Japanerinnen aus seinem Sprachaufenthalt in Vancouver. Wir trafen diese also Gestern. Eine davon brachte noch ihre kleine Schwester und eine Kollegin, sodass wir dann mit 4 Japanerinnen unterwegs waren.
Das Tagesprogramm wurde von Natsuko bereits vorgeplant. Wir hatten im vorhinein drei verschiedene Programmmöglichkeiten inkl. konkrete Uhrzeiten, Bahnlininen und Preise bekommen, so dass wir eines dieser “Tourprogramme” auswählen konnte. Ich dachte mir es wäre toll das Programm irgendwie völlig durcheinanderzubringen um zu sehen wie die Reiseführerin dann reagieren würde… aber das wär dann schon bisschen fies.

Wir machten bisschen Tempel, bisschen Bootsfahrt, bisschen Park, bisschen Shopping. Eigentlich eine schön ausgewogene Tour. Ich kannte das meiste ja eh schon und versuchte deshalb mich ein wenig auf japanisch zu unterhalten. Richtig gut ging das nur mit Natsuko’s Schwester, da diese nicht besonders gut Englisch konnte. Alle anderen wollten natürlich gerne ihr Englisch ausprobieren.

Auf dem Foto: maiko, the white tiger samurai, natsuki, raphel, satoko. Fotografin: hiromi
reisetruppe

Am lustigsten war es, da ich von der Schule her so gewohnt bin die “Polite-Form” zu verwenden, dass ich immer wieder mal in diese Form gerutscht bin als ich mit unserer Begleitung (ca. in unserem Alter) geredet habe. Das ist, als würde ich Sie, meine verehrten Leser die ganze Zeit per “Sie” ansprechen.

Eine davon (Maiko) hat japanische Kultur studiert und kannte sich aus mit all den Ritualen in den Tempeln und so. Ich hab mich dort also das erste mal korrekt verhalten. Inklusive Reinigung vor dem betreten des Tempels (alle ziehen sich nackt aus und immer eine männliche und eine weibliche person waschen sich gegenseitig so mit einer Holzkelle die Hände und Mund waschen und am Schluss die Holzkelle mit sich selbst waschen)
Ein wenig enttäuschend war, dass man scheinbar die genaue Bedeutung all dieser Tori, diese roten oder andersfarbenen Tore nicht mit kennt. Die bei einem Tempel gelten als Tempeleingang und schauen immer gegen Süden. Alleinstehende (von denen es reichlich gibt) haben aber scheinbar keine spezielle Bedeutung.
Das hat gerade ein wenig mein Bild der grossartigen japanischen Religion/Kultur erschüttert. Aber es gibt ja immer noch Ninjas, Samurais und Game Centers…

30 Apr
2009 by Phil

20min: Äpfel mit Birnen

Ich könnte mich zurzeit genügend über den Schweinegrippemedienhype aufregen…. Stattdessen habe ich mich für folgenden 20 Minuten Artikel entschieden:
20minutenkamera

Der Gesamte Artikel ist eine Art “Gastbeitrag” vom Bild der Wissenschaft und ist eigentlich in Ordnung. Aber 20 Minuten schafft es dann das ganze in der Überschrift zu versauen. Dass das mit dem “Schneller als der Schatten” einfach ein Blickfang sein soll und nicht ernst gemeint werden kann ist noch ersichtlich.
Aber dass die Kamera schneller ist als eine Pistolenpatrone??? Kann denn die Kamera nun schneller fliegen als eine Patrone oder ist die Patrone langsamer im Fotos schiessen?

Ich kann übrigens schneller Kaugumi kauen als ein Ferrari. Und wenn ich mich sehr anstrenge kann ich schneller mit dem Finger schnippen als ein Space Shuttle. Und 5 Minuten sind kürzer als 20 Centimeter.

28 Apr
2009 by Phil

Ferien

Juhuuii!!! Bis und mit Mittwoch nächste Woche habe ich Schulfrei. Dank meiner Überzeit werd ich an einigen dieser Tage gleich ganz Frei nehmen.
Zudem ist am Montag Raphael (Chrigls Kolleg) hier angekommen. Sprich ich hänge es ein wenig mit Ihm in der Stadt herum und mache so Sachen.
Zur Begrüssung hatte er in seiner ersten Nacht hier auch schon gleich ein Erdbeben (mein sechstes, seit ich hier bin).

Nach über 4 Monaten täglichem verarbeiten von Japanischunterricht kommt mir diese Frei-Woche wirklich entgegen. Dann seh ich dann auch gleich, wieviel ich in einer Woche schon wieder vergesse.
Ab nächster Woche heisst es jeweils am Freitag Morgen ausschlafen, da mein Arbeitsgeber ab Mai auf Kurzarbeit umstellt. Auch dies kommt mir, auch wenn es ja nicht unbedingt eine supertolle Sache ist, schön entgegen. So habe ich einen Halbtag mehr um hier noch alles zu Erkunden oder sonstige Pflichten abzuarbeiten (wie Postkarten schreiben).

So, jetzt aber ab ins Bett. Das morgige Besichtigungsprogramm steht nämlich schon…

26 Apr
2009 by Phil

Anime Erotik Fitnessvideo

Die spinnen wirklich die Japaner…. Es ist ja bekannt, dass die Japaner ein faible für Anime’s mit Erotik-touch haben. Knapp bekleidete, jung aussehende und minirocktragende Mädchen sind fast in jeder Animeserie irgendwie vorhanden.

Jetzt gibts ein Anime-Fitnessvideo auf DVD mit einem knapp bekleideten Girl, dass die jeweiligen Fitnessübungen vorzeigt. Wie schon die DVD-Hülle zeigt, werden während den Übungen gewisse Körperregionen bewusst in Szene gesetzt:
training_with_hinako_dvd_2

Dies mag einigen westlichen Erdenbewohnern schon Krank genug vorkommen… aber das Beste ist: Zurzeit ist diese DVD auf Amazon Japan auf Platz 1 der DVD-Verkaufscharts.
Hier sieht man einen Trainingsausschnitt (maybe NSFW)

Quelle: Affenheimtheater

26 Apr
2009 by Phil

Fondue Chinoise

Eine chinesische (unterdessen ex-)Mitschülerin (fan li hua), über die ich bereits mal berichtet habe, lud mich, Robin und seinen Kollegen (Andreas) (beides Schweden)zum Essen ein. Ebenfalls eingeladen waren 2 weitere Chinesinnen und eine davon brachte dann noch zwei Kolleginnen mit. Wir waren also nicht gerade wenig Leute.

In der eher grossräumigen Wohnung, in die ich jederzeit einziehen würde (japanese-style, 12-Stock mit Blick auf die Stadt und Mt.Fuji) , hatten wir aber genug Platz.
Sowohl während warten aufs Essen, als auch beim Essen selbst, fand ein kultureller Austausch leider so gut wie gar nicht statt. Während Fan mit Kochvorbereitungen beschäftigt war und sich dabei nicht helfen lassen wollte hatten die anderen 4 Girls ihre eigene Gruppe gebildet und unterhielten sich nonstop auf Chinesisch. Es machte auch nicht den Anschein als seien sie daran interessiert sich mit uns zu unterhalten, also unterhielten sich Robin, Andreas und ich auch einfach unter uns.

Immerhin konnte ich endlich mal wieder ein bisschen auf einem Klavier herumklimpern, da Fan’s Ehemann so ein Ding im Arbeitszimmer herumstehen hat.

Wie das Essen eigentlich heisst habe ich nicht nachgefragt. Es sah für mich aber ziemlich nach Fondue Chinoise aus.. einfach ein wenig anders. Man wirft alle Zutaten die man irgendwie findet in den Wassertopf rein. Zusammen mit irgendeiner scharfen Gewürzpaste. Danach fischt man mit einem Kochlöffel das heraus, was man will und schüttet es in die eigene Schale.

Fan, die Gastgeberin
fondues3

fondues4

fondues2

fondues
Das Essen war jedenfalls super, nur schade dass das mit dem interkulturellen Austausch nicht so ganz funktionierte. Fan entschuldigte sich dafür… sie hatte nämlich auch nicht erwartet dass so viele chinesinnen kämen, welches dann halt zu dieser chinesisch-dominanz führte. Auch wenn die Zeit ein wenig zu langsam verging, bereue ich trotzdem nicht dort anwesend gewesen zu sein… denn wie immer, war es wieder mal eine neues Erlebnis. Und dass man Einladungen nicht abschlagen sollte, kann man im Film “Yes Man” sehen, den ich als wieder mal einen guten Film mit Jim Carrey ala Trueman Show erachte.