11 May
2009 by Phil

Biometrische Pässe

Toll. Dies ist wahrscheinlich die erste Abstimmung seit dem ich Abstimmen darf, die mich wirklich interessiert und bei der ich gerne meine Stimme abgeben möchte.
Aber nein, ich sitze hier in Tokio und ärgere mich darüber dass ich erst Heute auf heise.de gesehen habe dass am kommenden Sonntag diese Abstimmung anliegt.
Dies ist jetzt leider ein wenig knapp. Die Abstimmungsdokumente per Express hin und her senden würde eventuell noch klappen aber ist schon grad ein bisschen sehr aufwändig.

Daher bitte ich einfach dich liebe/r Leser/in: Falls du keinen Plan hast was du bezüglich dem Biometrischen Pass abstimmen solltest, so kannst du gerne meine Stimme/Meinung übernehmen… und die wäre:
NEIN

Wieso Nein? Ich will da keine grossen Reden halten… steht ja eh alles schon irgendwo geschrieben.
Relativ nett zu lesen ist aber dieser Artikel, der darüber berichtet dass der Niederländische biometrische Pass gehackt wurde und somit jeder aus Entfernung von 10 Meter mal eben schnell all deine Daten inkl. Foto und Fingerabdrücke auslesen kann. Natürlich ohne dass du etwas davon merkst.

Und von wegen praktischer beim Reisen und so… nach einem 10-stündigen Flug kommt es mir dann auch nicht mehr drauf an ob ich am Zoll 2 Minuten oder 5 Minuten warten muss…

9 May
2009 by Phil

Apropos Mario

Wie drauf muss man eigentlich sein, um als japanischer Spieleentwickler auf die Idee zu kommen ein Game mit einem italienischen Klempner in Latzhosen zu designern?
Und der Klempner muss eine Prinzessin retten die von einer Kröte entführt wurde.
Und rote Pilze machen dich grösser.
Und grüne Pilze schenken dir ein neues Leben.
Und mit der Blume kannst du Feuerbälle schiessen.
Und wenn du mit dem Kopf eine Fragenzeichenbox rammst kriegst du entweder eine Münze oder eins der oben genannten Items.

Und vor allem: Das Spiel ist ebenso gefährlich wie Killerspiele. Es vermindert die Hemmschwelle auf harmlose Schildkröten zu springen und diese danach einfach wegzuwerfen.

Auf jeden fall… Nintendo’s Mario hat sich ja durchgesetzt und all das oben genannte wird als Selbstverständlich betrachtet. Aber aus einem neutralen Standpunkt gesehen ist es eigentlich schon ein wenig wtf.

super mario

8 May
2009 by Phil

Nindendo DSi vs. Sony PSP Slim

Es ist soweit. Der Kampf DSi vs. PSP Slim kann beginnen:
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Es sei gleich schon mal angemerkt, dass die neuere PSP 3000 sich lediglich in der Farbqualität des Displays und mit einem eingebautem Mikrofon von der hier verglichenen PSP Slim unterscheidet.

Grösse/Handlichkeit
Wie unschwer zu erkennen ist, ist die PSP leicht länger als der DSi. Dies liegt vor allem am grösseren Display. Beide sind wiederum gleich Dick.
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Der DSi ist somit handlicher als die PSP. Dazu kommt noch, dass der DSi im zugeklappten Zustand einen stabilen Eindruck macht und keiner Gefahr des Display zerkratzens ausgesetzt ist. Somit kann man hier gut auf irgend eine Schutzhülle verzichten, die dann die PSP für den Transport gleich noch ein wenig unhandlicher macht.
Im Punkt Grösse/Handlichkeit siegt daher der DSi.

Display
Ich will und kann da keine aussagekräftigen Statements zur Qualität der Displays machen. Sowohl bei der PSP als auch beim DSi konnte ich bisher alles gut erkennen was mir geboten wurde. Grundsätzlich: Der DSi hat zwei Displays, die PSP einen der dafür grösser ist.
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Da man bei vielen DSi Games im Endeffekt hauptsächlich eh nur einen Display beachtet, bevorzuge ich den Display der PSP. Dieser ist mit einer Auflösung von 480 x 272 und 16 Mio. Farben detailreicher als der vom DSi (256 x 192, 260’000 Farben).

Akku/Aufladen
Laut Hersteller ist die Akku Laufzeit des DSi etwa 14 Stunden, die der PSP etwa 6 Stunden. Da ist aber anzufügen dass die PSP so konzipiert ist dass man von Hand den Akku wechseln kann und es auf dem Markt Akkus gibt die bis zu 20 Stunden halten sollen. Für das Wechseln eines DSi Akku’s ist ein Schraubenzieher notwendig…
Zum Aufladen:
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Da zieht meiner Meinung nach Nintendo den kürzeren. Zum einen haben die einen proprietären Stromstecker eingebaut. Der der PSP sieht ziemlich Standardmässig aus und kann mit Standard-Netzgeräten gespiesen werden. Des weiteren kann die PSP auch per USB aufgeladen werden. Das geht beim DSi nicht, da dieser nicht einmal einen USB-Anschluss hat.

Spielmedium
Sowohl Sony als auch Nintendo haben ihr eigenes Spielspeichermedium erfunden:
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Das von Sony finde ich insofern zum Kotzen, da es bewegliche Teile braucht um die Spiele zu lesen… sprich: Anfälliger dass mal etwas kaputt geht oder der Leselaser verstaubt e.t.c. Da gefällt mir die Lösung von Nintendo um einiges mehr.
Allerdings muss man Hinzufügen: Ein PSP-Spiel kann gut mal über 600MB gross sein. Zur Zeit als die erste PSP auf den Markt kam war Speicher noch einiges teurer als jetzt. Ein DSi-Game ist durchschnittlich zwischen 5 und 60MB gross.

Diverse Funktionalitäten
Beide haben W-Lan mit der möglichkeit im Internet zu surfen. Die PSP hat Skype mit an Bord. DSi hat einen Touchscreen der von den meisten Spielen irgendwie genutzt wird (auch wenns nur für die Menüführung ist). Ebenfalls nur im DSi vorhanden sind zwei Kamera’s (eine vorne und eine hinten) mit denen sich Fotos schiessen und nachträglich bearbeiten lassen.
Grosser Vorteil der PSP (meiner Ansicht nach) ist, dass man darauf Filme schauen kann.

Die Spiele
Ich wage mal zu sagen, im Endeffekt kommt es darauf was man Spielen will. Setzt man mehr auf gute Grafik, Shooterspiele und Simulationen so ist man mit der PSP gut bedient. Setzt man mehr auf Fun-Games und Knobelspiele ist man mit dem DSi besser dran.
Für den DSi gibt es tatsächlich ein par interessante Games… unter anderem z.B. einen Synthesizer von Korg (wooooohooooo) oder eben diverse Übersetzungsprogramme die vom Touchscreen natürlich profitieren können. Für nicht-Fun/nicht-Strategie/nicht-Fun-Spiele ist der DSi schlichtweg nicht geeignet. Ich habe darauf mal das Rennspiel “Trackmania” ausprobiert und ich hab beinahe Augenkrebs gekriegt. Da fühlt sich das Spielen auf der PSP wesentlich “realistischer” an.

Homebrew-Möglichkeit
Homebrew ist die Bezeichnung dafür, selbst programmierte Software auf den Spielkonsolen laufen zu lassen. Z.B. Emulatoren oder PDF-Reader e.t.c.
Bei der PSP ist dies mit einer Operation am Akku möglich (bisher noch nicht auf der PSP 3000!), die jeder Elektroniker oder technik begabte Person die mit einem Lötkolben umgehen kann selbst vornehmen kann. Die präparierten Akku’s gibts aber auch im Internet zu kaufen.
Für den DSi kommt man nicht herum eine Spielkarte zu kaufen die das Einführen einer MicroSD-Karte ermöglicht auf der sich die Homebrew-Programme befinden.

Finales Fazit
Du kaufst die eine PSP wenn:
– du dich gewohnt bist Spiele mit guter Grafik zu spielen
– du auf dem Weg zur Arbeit die neuste Heroes-Folge schauen willst
– du dich bei Mario Kart regelmässig selbst abschiesst oder von der Strecke fällst

Du kaufst dir ein DSi wenn:
– dein Hund “Mario” und deine Katze “Luigi” heisst
– du jünger als 14 bist
– mehr auf Fun- und Knobelspiele stehst
– einen touchscreenfetish hast

8 May
2009 by Phil

YooouuuTuuube

Auf yooouuutuuube.com kann man den Link zu einem Youtube-film angeben und diesen dann in mehrfacher Ausführung leicht Zeitverschoben auf dem Bildschirm anzeigen…. ziemlich flashig. Zum Beispiel Strandhotel Markus 🙂
youuuuutube

7 May
2009 by Phil

Aus einem koreanischen Mathebuch. Zum Zweiten.

Wir hatten dies ja bereits. Jetzt hab ich nochmal so was gefunden:
korea2

Es bleibt mir nichts anderes übrig als nochmals denselben Kommentar abzugeben:
seriously… WTF?

7 May
2009 by Phil

Synchronschlafen

Eigentlich gehört dies noch zum Wandertag, war mir aber ein eigener Eintrag Wert.

Jaja, so kommts eben… immer nur am Gamen. Dann mal eine kleine Wanderung und auf der Heimreise schon schlapp machen…. pfff, die heutigen Kinder. Fragt doch mal eure Mutter ob sie euch nicht “isho ni training” kaufen würde.

schlafen
Naja auf jedenfall herzig.

7 May
2009 by Phil

Mein Wandertag

Es brauchte verdammt viel Überwindung und eine mehrtätgige mentale Vorbereitungsphase… denn: Ich musste an einem Sonntag um 6:30 aufstehen. Ich weiss… total abartig und verstösst wahrscheinlich gegen die Menschenrechte. Aber ich wollte meinen Wanderort vor dem grossen Japaneransturm erreichen. Vergeblich, wie es sich später herausstellte.

Der Tag begann schon mal damit dass ich auf halbem Weg zum Bahnhof merkte, dass ich nicht die Wanderschuhe sondern meine Stadtschuhe anhabe. Diese Erkenntnis brachte mir einen endlos vorkommenden und 10 Liter Körperflüssigkeit ausschwitzenden Spurt ein.
Aber ich hatte ja dann etwa 2 Stunden Zugfahrt um wieder zu Atem zu kommen.

Je näher ich meinem Ziel kam, desto mehr glich der Zug eines Montagmorgen Rushhour-Zuges. Mit dem unterschied dass anstatt lauter schwarz gekleideten Businessmen, lauter Wanderschuhe tragenden Familien sich in den Wagen quetschten.

Endlich angekommen, hatte ich vor den Bus zur Cable-Car (keberu-kaa) Station zu nehemen um dort mit dem Bähnchen zu einer gewissen Startbasis zu kommen. Das vorhaben gab ich schnell auf, da etwa 3 mal mehr Leute auf den Bus warteten als überhaupt in einem Bus platz haben. Also lief ich mal zur Station, was mich schon mal 20 langweilige Strassenminuten kostete.

An der keberu-kaa Station angekommen sah es dann wieder etwa gleich aus. Da ist anzumerken dass die Leute erstmals einfach fürs Ticket anstehen und dass die Schlange rechts no weiter ums Gebäude geht. Und die Bahn fuhr nur so etwa alle 8 Minuten.
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Obwohl es knapp 1 Stunde dauert und der Weg vollständig betoniert ist, entschied ich mich unter diesen Umständen zu laufen…Unterwegs fuhr das keberu-kaa bähnchen eins zwei mal an mir vorbei:
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Oben angekommen wars erst mal wieder voller Leute. Da viele dort einfach ein wenig spazieren gehen, blieb das so die ersten 20 gehminuten auch so. Trotzdem ergab sich schon mal ein bisschen Aussicht:
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Sieht aus wie in der Schweiz. Leider war das Wetter nicht ganz klar, so dass die Sicht ziemlich beschränkt war. Dafür wars Temperaturmässig angenehm.

Irgendwann kam dann der Wegweiser zu meinem Wunschberg, und von da an wurden auch die Anzahl Leute weniger. Angeschrieben war das ganze mit 2 Stunden… es handelt sich hier aber um japanische laufzeit. Die Philippe’sche liegt hier jeweils knapp über der Hälfte.
Mit der schrumpfenden anzahl Leute die mir Begegneten, stieg auch die freundlichkeit. Irgendwann war es so weit dass jeder und jede “konnichiwa” sagte und ich natürlich das freundlich erwiderte.
Ich habe in meinem ganzen Japan-Aufenthalt nicht so viele Konnichiwa’s gehört wie an diesem Tag. Von allen Altersgruppen und in allen Variationen. Dazu gab es ganz viel Grün und so richtige Wanderwege:
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Die Aussicht war dann dafür wiederum weniger Überwältigend. Von hier sollte man eigentlich den Mt. Fuji sehen können.. aber ja.. eben, Wetter und so.
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Auf jeden Fall habe ich es sehr genossen mal wieder in der Natur zu sein, und aus dem Stadtgeschehn und den Menschenmassen zu fliehen. Beim abstieg war dies mit dem keberu-kaa und dem Bus wieder dasselbe Problem, sodass ich halt auch wieder den ganzen Weg zu Fuss hinter mich gebrachte habe. Insgesamt war ich dann doch knapp 6 Stunden am Laufen, sodass ich Abends müde aber zufrieden problemlos einschlafen konnte.

4 May
2009 by Phil

Des Essens Stellenwert

Ich habe möglicherweise schon einmal darüber Berichtet, dies muss ich jetzt aber nochmals neu aufrollen.

Für mich als kulinarische Null, der das Essen grösstenteils als zeitverschwendendes, überlebenswichtiges Muss ansieht, ist die japanische Essensgeilheit total unverständlich.

Es gibt keine Tageszeit an dem man am TV nicht mindestens zwei Sender findet, die gerade eine Sendung zeigen in der es ums Essen geht. Grösstenteils gehen irgendwelche Leute in Restaurants innerhalb Japans, filmen den Food und stöhnen danach wie gut es war. Manchmal sind es auch Kochwettkämpfe oder halt eben die klassichen Kochsendungen.

Letze Woche, zusammen mit Raphael und den japanischen Kolleginnen, wurde ich von diesen auch gefragt wie ich denn das japanische Essen finde. Später erzählte ich dann wo ich vor 2 Jahren überall in Japan herumgereist bin, worauf die eine meinte ich sollte unbedingt mal noch auf so eine Insel im Süden reisen.
Ich fragte wieso, und sie meinte: “Das Essen dort ist total gut…” und fügte dann noch nebenbei an dass es dort quadrillionen Jahre alte (oder so… jedenfalls verdammt alte) Bäume gibt.
Ich meine… dort hat es quadrillionen Jahre alte(oder so… jedenfalls verdammt alte) Bäume, die dem Urknall zugesehen haben, gesehen haben wie Scrat das Ice-Age Eichhörnchen herumhüpfte, gesehen haben wie die Dinosaurier ausstarben und gesehen haben wie die Samurais versteckt im Wald pinkelten…. Und es hat dort auch noch verdammt schöne Strände… aber nein, das wichtigste ist das Essen.

20 Minuten später meinte dann eine andere ich soll mal nach Hokkaido gehen. Ich weiss dort hat es schöne Berge und Landschaften und Blumen und Nationalparks und dafür ist es auch bekannt. Trotzdem fragte ich wieso… und sie meinte: “Wegen dem Essen”.
Ich fragte was es denn dort so spezielles gibt und sie meinte Sushi….
Man kann hier keinen Kilometer laufen ohne an irgendetwas Sushimässigem vorbeizulaufen, wieso sollte ich dafür nach Hokkaido gehen???

Naja, und zuguterletzt erzählte ich dann irgendwann mal an, dass ich dann noch nach Vietnam gehe, worauf natürlich die Frage kam: Hast du denn gerne vietnamesisches Essen, dass du dorthin gehst?

Für mich einfach unverständlich dass man so Essensfixiert sein kann.