16 Jun
2009 by Phil

Schlangenwein

Wenn man gefragt wird ob man Schlangenwein probieren möchte und dann die in der Flasche eingelegte Schlange sieht denkt mal als erstes mal “ähm… nein danke”. Aber dann sagt man sich: “moment… Schlangenwein? Das ist DIE einmalige Chance… denn in der Schweiz gibts Schlangenwein nicht mal in der Landi” und ich antwortete daher ein wenig verzögert: “sure, why not”.
snakewine
Dass es anders schmeckt als “normaler” Alkohol merkt man dann vorallem im Nachgeschmack. Es gehört bestimmt nicht zu meinen Lieblingsgetränken aber ich würde das Angebot auch ein zweites mal annehmen.

Aber was ist Schlangenwein genau? Im Prinzip hat man zuerst eine Flasche voll normalem Reiswein. Danach wird eine Schlange in die Flasche gesperrt, die dann innert einer Stunde sturzbetrunken stirbt und dabei das gesamte Gift in den Wein absondert. Der Alkohol sorgt dann dafür, dass mit der Zeit das Gift für den Mensch unschädlich wird. Der Schlangenwein hat seinen Ursprung in Vietnam und es werden ihm viele heilende Wirkungen zugeschrieben.

Zu gerne hätte ich eine solche Flasche gekauft, denn teuer wäre es nicht gewesen. Aber das Importieren in die Schweiz ist leider verboten. Man importiert ja nicht einfach nur Alkohol, sondern eine fucking tote Schlange, dessen Art geschützt ist. Zu schade aber auch. Und ich weiss nicht wie allfällige Ausredem am Zoll ala “Ich dachte die Schlange sei aus Plastik” durchkommen. Hat irgendwer Erfahrungen damit? 😉

16 Jun
2009 by Phil

Das Mekong Delta

Heute war ein Tagesausflug ins Mekong Delta angesagt. Das ist so ein Ort mit viel Flüssen die sich überall hin verzweigen. Ja, ein Delta eben.
Es hiess daher wieder mal früh aufstehen, denn auf Vietnams Strassen braucht man für 120 km rund 3 Stunden. Der Kleinbus war aber gemütlich und der Tourguide freundlich. Ich lernte eine Belgierin kennen die gerade 4 Jahre lang in Tokyo war und vor einer Woche hierher gekommen ist.
Die Tour erinnerte mich sehr an die Bootsfahrt die ich vor 5 Jahren in Malaysia hatte. Braunes Wasser umringt von Palmen uns sonstigem grün. Ab und zu irgendwelche Fischer die fischen oder Badekinder die baden.
Für die Mittagspause stoppten wir auf einer Insel, wo wir nach dem Essen frei mit Fahrräder ein wenig herumdüsen konnten.
Die Tour war gediegen, und ich finde es immer wieder mal schön die Welt aus der Wasserpespektive aus zu sehen, statt nur immer auf Beton herumzucruisen.
Hier einige Impressionen:
mekong1
mekong2
mekong3
mekong4
Und in einem Shop hab ich das da noch gesehen. Seriously…wtf???
tintin

15 Jun
2009 by Phil

Googles Suchvorschläge

Herrlich dieser Vergleich zwischen “standard” und “intellektuellem” Frage stellen.
googleintelligence

15 Jun
2009 by Phil

Meeting Toni

Ein mal mehr winkte mir irgend ein Mann auf der Strasse zu und ich winkte ab. Aber trotzdem kam er hinterher und fragte woher ich komme. Ich sagte weiterlaufend “Switzerland” und er fragte dann gleich ob ich das Spital St.Gallen kenne.
DAS war natürlich eine Überraschung und ich blieb stehen. Ich sagte dann dass ich in St.Gallen arbeite und so und wir setzten uns dann fürs weitere Gespräch auf eine Sitzbank.
Es stellte sich heraus dass seine jüngere Schwester im August ins Spital St.Gallen arbeiten geht und er ein bisschen was über die Stadt und so erfahren wollte.
Dann wollte er irgendwie dass ich zusammen mit ihm seine Schwester treffe und so, damit wir bisschen diskutieren könnten. Obwohl mir alles ehrlich herüber kam und er ja mit dem “St.Gallen” von sich aus angefangen hatte und daher nicht einfach irgendwie auf Touristenfang war, lehnte ich das Angebot ab. Ich wollte hier weiterhin noch bisschen Sightseen und mich zu nichts verpflichten. Ich notierte ihm einfach meine e-mail adresse damit sie mir schreiben könne wenn sie Fragen hat oder Hilfe in der Schweiz braucht. Auch sagte ich dass ich am Schluss meiner Reise nochmals hier in Saigon sei und sich dann evtl. ein Treffen arrangieren lasse. Jetzt liegts an ihm/ihr. Wenn es ihm wirklich so ernst war kann er oder seine Schwester (ebenfalls 24) mich jetzt kontaktieren. Tja mal sehen… ich geb dann Bescheid wenn er sich meldet.

15 Jun
2009 by Phil

Kopierte Bücher

Ich hab ja bisher schon viel illegales gesehn. Gefälschte T-Shirts, DVDs und CD´s, Rucksäcke und Uhren, all dies war mir in solchen Ländern alt bekannt. Erstmals hier in Vietnam hab ich aber kopierte Bücher gesehen. Tatsächlich hab ich mir auch eins gekauft dass bei mir in der Schweiz herumliegt und ich schon lange mal lesen wollte. Ich hoffe schwer dass ich am Strand dann dafür die Zeit finde.

Man muss kein Spezialist sein um zu sehen dass das Cover irgendwie nicht so ganz zentriert ist wie es wohl sein sollte:
copybook1

Auch auf den Seiten gibts ab und zu mal wieder so Kopierflecken:
copybook2

Solange alle Seiten drin sind und sich alles lesen lässt solls mir recht sein. Preis: 3.-

15 Jun
2009 by Phil

Motorräder in Saigon

Hier gibt es Motorräder/Roller (von nun an MoRo) wie Sand am Meer in der Sahara. Ich habe an einer Kreuzung mal versucht zu zählen. 192 innerhalb einer Minute. Das macht pro Sekunde 3.2 MoRos die an einem vorbeiflitzen. Und ich bin mir sicher dass mir bei der Zählung einige entwischt sind.

Nun aber das erstaunliche: Es tragen alle, aber wirklich alle einen Helm. Manchmal zu dritt auf dem MoRo oder Stühle, Klimaanlagen und Elefanten transportierend… aber immer mit Helm. Bemerkenswert.

Mir gefallen die MoRo Taxis sehr, denn die können sich überall durchschlingeln und sind günstiger als normale Taxis. Etwa 20 Rappen pro Kilometer oder so. Und man kriegt natürlich auch einen Helm.

moto1
moto2

Dann wäre noch die Sache mit dem Strassen überqueren. Bei Fussgängerstreifen wird nie jemand anhalten. Wie macht man das also bei 3 MoRos pro Sekunde? ganz einfach… beten und laufen. Und das funktioniert super. Autos gibt es praktisch keine, nur ab und zu mal ein Taxi. Die MoRofahrer sind sehr aufmerksam und solange man langsam und gleichmässig über die Strasse läuft, weichen alle schön aus. Einfach nie anhalten, denn die MoRofahrer rechnen damit dass man weiterläuft und ein abruptes stoppen könnte daher fatal enden.
Am Anfang braucht es ziemlich Überwindung, aber man hat ja auch gar keine andere Wahl. Unterdessen habe ich mich schon daran gewöhnt und überquere die Strasse mit verbundenen Augen rückwärts während dem ich mit 5 Föhns jongliere.

15 Jun
2009 by Phil

Saigon

Ich schreibe von nun an immer “Saigon” da Ho Chi Minh City einfach zu lange ist und nicht so schön klingt.
Ich bin von Saigon positiv überrascht. Ich hatte sowas ähnliches wie Bangkok erwartet, wo es mir ein wenig zu hektisch zu und her ging. Grosser unterschied in Saigon ist, dass die Strassen und Trottoirs sehr breit sind und auch immer wieder mal grössere Grünflächen vorhanden sind.
Beim herumlaufen fühlt man sich so nie eingeengt und hat immer eine weite Sicht. Wie in Bangkok gibt es auch hier die Rollerfahrer und Tourenanbieter die einem hin und wieder mal wieder ein Angebot machen wollen, aber die sind seltener als in Bangkok und ganz einfach mit einem kleinen Kopfschütteln abzuwimmeln.

An Sehenswürdigkeiten gibt es in der Stadt selbst nicht allzu viel. Ich war im Vietnamkriegsmuseum, welches recht interessant war, aber auch bedrückend wirkte da man wieder mal unverblümt alle grausamkeiten eines Krieges zu sehen bekam.
Dann gibt es hier noch einige französische Bauten und viele Pagoden die ich heute alle ausgelassen habe, da ich in meinem Touristendasein in den den letzen Jahren solch Tempelzeugs bis zum geht nicht mehr gesehen habe und diese nicht mehr zu meinen Nr. 1 Sehenswürdigkeiten gehören. Bleibt am Ende noch Zeit, werd ich mir eine zwei von denen schon mal noch anschauen.
notredame

Ich bin heute einfach mal bisschen umhergezipfelt und hab mir so die neue Atmosphäre reingezogen. Ganz klar eine Stadtbesonderheit sind die vielen Roller. Dazu mehr im nächsten Eintrag.

14 Jun
2009 by Phil

Divorce by Facebook

Internal family communication: FAIL!
divorce_facebook