Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’

9 Aug
2010 by Phil

Schottland by Car, Tag 5

Heute fuhren wir der nordöstlichen Küste nach. Da gibt es nicht viel an Zivilisation. Dafür Klippen, Strände und oh Wunder. Schafe.

Zum Mittagessen fanden wir tatsächlich ein kleines Kaffee, wo wir uns letztendlich aber einfach in der Küche einer Privatperson befanden und warteten bis sie die Suppe und die Sandwiches fertig zubereitet hatte.

An diesem Tag (ich war dran mit fahren) überholte ich so viele Autos wie in meinem ganzen Leben noch nie (Autobahn ausgenommen). Aus uns unverständlichen Gründen, gab es dort übermässig viele Fahrer/innen, die auch auf geraden Strecken knallhart 40 statt 60 Meilen pro Stunde fuhren. Das sind dann doch etwa 65 km/h statt 96 km/h, was auf längeren Distanzen schon ziemlich viel ausmacht.
Glücklicherweise kamen immer wieder lange Geraden, wo man dann die Schnecken überholen konnte. Aber da gab es auch noch dieses eine riskantere Manöver… gell Beat ;)… aber wir leben beide noch.

Nun zu den Fotos.
Dieses Schild fand ich einfach super. Bei uns gibt es ja auch Schilder bezüglich keine Hunde und so. Aber nicht mit der Begründung, dass Schafe in Panik geraten und von den Klippen springen könnten. Woohooo, panicking suicide sheeps.

3 Schafe:

Wow, mal etwas anderes als nur grün:

Es lauern dunkle Wolken, entladen sich glücklicherweise aber erst hinter uns.



Tatsächlich haben wir auch einen Sandstrand gefunden.

Strasse, Grün, See, Grün, See.

Und dann ist man so mitten in der Pampa und was gibt es da? Einen fucking Spar Markt!!!

Damit das mit dem Links fahren auch immer schön klappte, mussten wir uns entsprechend vorbereiten:

7 Aug
2010 by Phil

Schottland by Car, Tag 4

So nochmals zur Erinnerung: Die ganze Schottlandreise wird zwei Wochen Time-Shifted erzählt. Ich bin also in der richtigen Zeitlinie schon zu Hause.

Da mein Magen immer noch nicht wieder im Normalbetrieb war, kaufte ich mir da irgend so ein Zaubermittel:

Und es nützte tatsächlich was. Ich will zwar gar nicht wissen, woraus dieser Rosa Schleim besteht, denn die Reste im Trinkbecher plastifizierten sich da irgendwie… aber man sieht ja zum Glück nicht, wie das im Magen aussieht.

Im übrigen sieht es mit der Essenskultur in Schottland auch nicht viel anders aus wie in England. Da gibt es z.B. Lasagne mit Pommes Frites und so. Und auch bei Fischgerichten wird praktisch alles noch irgendwie fritiert.

Anyway, heute war kein Sight-Seeing-Tag, sondern es ging darum, ganz nach zu oberst zu kommen. Thurso hiess es dort und ist auch wieder recht Touristisch. Daher:

Zur Übersicht dafür aber mal unsere Route die wir bisher zurückgelegt haben:

7 Aug
2010 by Phil

Schottland by Car, Tag 3

Gestern Abend habe ich mich an das Schottische Nationalgericht herangewagt. Haggis.
Photo by Tessa Watson
Haggis ist gehackte Schafsinnerein gekoch im Schafsmagen. Schmeckt eigentlich gar nicht so schlecht. Wie Hackfleisch einfach mit anderer Konsistenz.
Trotzdem war der Schafsmagen nicht so ganz kompatibel mit meinem Magen und so blieb der Appetit den ganzen Tag fern. Die kurvenreichen Strassen halfen da auch nicht gerade der Besserung.

Wieder fuhren wir in verlassenen Gegenden umher.

Aber es gab ja immer wieder Schafe und Ziegen die man nach dem Weg fragen konnte. “tschuldigung, wo ist die nächste Tankstelle?”

Mal wieder ein Blick auf die Strasse.

Und wieder fahren wir an unzähligen Lochs vorbei und auch das Meer zeigt sich immer wieder mal.


Wir kamen auch am Loch Ness vorbei, von dem wir aber nicht mal ein Foto gemacht haben. Im Vergleich zu anderen Lochs ist jetzt das Loch Ness nicht besonders Ultra oder so. Einfach ein See.
Nessie ist dort aber noch voll ein Thema und es wird viel Geld damit gemacht. Zum Beispiel kann man Bootsrundfahrten mit Sonar machen, um Nessie aufzuspüren und solchen Quatsch.

Meinem Magen ging es auch am Abend nicht viel besser und so war früh Schlafen angesagt.

6 Aug
2010 by Phil

Schottland by Car, Tag 2

Gestern (ja toll, jetzt bin ich schon einen Tag im Verzug) starteten wir den Tag mit einem Gefängnisbesuch in Inveraray (da wo wir übernachtet hatten). Das Gefängnis ist nicht mehr im Betrieb und es zeigte auf, dass es früher schon nicht so toll war eine Haft abzusitzen.
Ist es wohl auch heute nicht.
Aber es war so richtig schön Wetter und wir machten uns wieder mit dem Auto auf Reisen.

Hier mal ein Foto von mir, dem Auto und der Sonnenbrille, welche irgendwo in Schottland geblieben ist. Grml.

Lange fuhren wir auf einen kleinen Strasse einem Bach entlang (Rally-Film folgt noch).



Ich wollte hier runter klettern (wieso eigentlich weiss ich auch nicht mehr), musste das Vorhaben aber abbrechen, da wegen Nässe alles verdammt rutschig war.

Dann mal wieder viel Grün. Wenn es von etwas bestimmt nicht zu wenig hat, dann ist es das Grün.

Auf dem Weg fanden wir einen mit Diesel betriebenen Sessellift den wir natürlich auch gleich ausprobieren mussten. Von oben hatte man dann doch wieder einiges an Aussicht. Und vor allem: Ich hab einen Hasen gesehen. So richtig, ohne Käfig und nicht im Teller.


Die Nacht verbrachten wir in Fort William. Das ist ein Städtchen direkt am See. Wäre eigentlich optimal für eine schöne Seepromenade. Aber nein, direkt zwischen See und Stadt verläuft die vierspurige Hauptstrasse.
Trotzdem ist die Stadt recht touristisch und man muss sich wieder das gedudel anhören:

6 Aug
2010 by Phil

Hiroshima – 65 Jahre

Heute vor 65 Jahren fiel in Hiroshima die erste “richtig” eingesetzte Atombombe.
Vor 3 Jahren war ich am Jahrestag vor Ort und muss immer noch sagen: Es war schon ein recht berührendes Erlebnis.

Entsprechend hier nochmals das Filmchen das ich am Memorial Day in Hiroshima gedreht habe, welches die Stimmung glaub ich entsprechend rüber bringt.

4 Aug
2010 by Phil

Schottland by Car, Tag 1

Mitten in Glasgow nahmen wir heute unseren KIA cee’d entgegen, der uns die nächsten 8 Tage begleiten wird.
Jetzt beginnt es also: Das Links fahren. Das alleine ginge ja noch, aber dazu kommt ja die Tatsache dass das Lenkrad dann rechts ist und man somit mit Links schalten muss. Und das geht zu beginn alles andere als “mit links”.
Das Navigationssystem (Navigon), verarschte uns gleich zu beginn mal, so dass wir kurz im Zick Zack herum fuhren. Dann waren wir aber schnell auf einer Autobahn Richtung Loch Lomond.
Das Wetter wollte noch nicht so, also besuchten wir dort so ein mittelmässiges Aquarium. Doch tatsächlich, als wir wieder raus kamen war dann der Regen weg. Die Wolken blieben aber.

Weiter ging es über einen kleinen Pass.

Das erinnerte hier also schon ziemlich fest an die Schweiz.

Immer schön brav auf die linke Strassenseite konzentriert umhalbrundeten wir eine Halbinsel. Dort gab es Seen (Lochs, wie sie in Schottland so schön heissen). Von denen gibt es sowieso ganz viele dort.

Dann wieder ein wenig in die Höhe.

Am Spitz der Halbinsel dann Kühe und Schafe… und Schafe… und Schafe. Hab ich schon erwähnt dass wir Schafe gesehen haben?

Scheinbar war gerade Ebbe.

Unsere Tagesodyssee hörte dann in Inveraray auf. Ein kleines Dorf (700 Einwohner) mit einigen Pubs und einem Schloss.


So, der erste Autotag ist vorbei und alle Räder sind noch dran. Morgen geht das herumcruisen weiter.

3 Aug
2010 by Phil

Glasgow

Heute ging es weiter nach Glasgow. Mit dem Zug von Edinburgh aus ist dies in knapp einer Stunde erledigt.
Elektrolokomotiven wurden in Schottland noch nicht erfunden, daher fährt man wie in Indien oder im Sudan mit Diesellokomotiven angetrieben Luft verpestend durchs Land.

Glasgow ist anders als Edinburgh. Hat auch eine Altstadt, aber irgendwie mit weniger Charme als Edinburgh.
Wir liefen also dem Fluss “Clyde” entlang und begaben uns zum “Science Center”. Dieses stellte sich dann im Nachhinein eher als Kinderattraktion heraus und wir mussten aufpassen dass wir keine Kleinwesen zertrampelten.

In der Gegend dort hatte es ein paar Gebäude.

Ende des Tages schafften wir es auch noch in die Altstadt, wo jede Statue total verschissen ist. Von Vögeln.

Es sitzt auch wirklich praktisch immer irgend ein Vogel auf den vielen Statuen. Da kann man wohl nicht viel machen. Ausser man engagiert einen professionellen Scharfschützen. So was wie Moorhuhnjagd in echt.

Anyway, irgendwo weiter hinten fanden wir noch diese Kathedrale.

Die wollten uns dort aber nicht mehr rein lassen von wegen Abend und schliesst in 30 Minuten und bla… Dafür verweilten wir dann halt ein wenig auf dem Friedhof.

War schon noch ein schöner Friedhof. Schön geräumig und mit viel Grün und die dunklen Wolken machten das ganze doch noch ein bisschen Spooky.

Am Abend zogen wir uns dann auch den ersten Whisky rein, was auch zwingend nötig war, denn morgen gehts dann mit dem Auto weiter…

2 Aug
2010 by Phil

Edinburgh

Edinburgh ist echt eine schöne Stadt. So richtig mit alten Gebäuden und die Burg und kleinen Gassen. Aber natürlich auch sehr Touristisch.
Nach zwei Stunden hatte ich bereits eine Dudelsackallergie. Überall stehen diese Einmann-Dudelsackspieler, was ich als ziemlich nervtötend empfinde.
Wettertechnisch hat uns Schottland gleich mal mit einem regnerischen Tag begrüsst. Die Regenjacke die ich mir noch kurz vor der Reise gekauft habe war wohl wirklich eine gute Investition.
Wir liessen uns vom Regen jedoch nicht abhalten und besuchten die Stadt und das Schloss und hängten auch noch in einem optischen Illusionen-Museum ab.

Der Bahnhof Edinburghs ist wie in einem kleinen Tal versteckt. Auf der einen Seite befindet sich “Old Town” und auf der anderen “New Town”. Hier die Sicht auf die alte Stadt:

Von der Burg aus sieht man auf New Town:

Weitere Fotos von der Burg aus:

Auf einem kleinen Hügel steht noch ein Teil der Akropolis. Oder so. Keine Ahnung was das hier in Edinburgh zu suchen hat.

Am Abend verzogen sich die Wolken langsam und es präsentierte sich uns der brennende Himmel.

Dann noch irgendwelche Fotos.


Und schlussendlich noch die Umrisse vom Disneyland-Turm in Edinburgh. Oder war es vielleicht doch der Turm von Mordor?

Die Nacht verbrachten wir dann in der modernen Jugendherberge. Nach dem vielen herumlaufen haben es sich die Füsse verdient mal hochgelagert zu werden. Morgen gehts weiter nach Glasgow.