Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’
Herbstzeit = Lagerzeit
Auch dieses Jahr bin ich wieder in zwei Jugendlager als Leiter involviert. Das ist jeweils sowohl streng als auch schön. Heisst aber, dass ich dem Pottwalblog fernbleiben werde.
Habe hier für nächste Woche so eins zwei Postings vorbereitet, damit es nicht gerade ganz leer ist.
Danach bin ich wieder eine Woche hier und darf mich ausruhen, bevor es dann ins zweite Lager geht.
In diesem Sinne: Schöne Ferien, falls ihr welche habt und bis übernächste Woche!

Bye Scotland
Wundersamerweise konnten wir am letzten Tag unser Auto wieder unversehrt in Edinburgh zurück geben. Das navigieren innerhalb der Stadt war dabei definitiv die heikelste Autofahrt der gesamten Reise. Zwei mal wurden wir von anderen Autofahrern angehupt… wieso auch immer.
Nach einer letzten Übernachtung in der Jugendherberge hiess es am Morgen ganz früh aufstehen. Einen einzigen Vorteil hatte das noch. Morgenröte.

Das wars dann aber schon wieder von den Reiseberichten. Aber ich werde ja bestimmt wieder weg gehen. Bis dahin darf man hier auch ruhig weiterlesen 🙂
Ihr könnt mir natürlich auch ganz viel Geld spenden, dann reise ich für euch irgendwo hin und berichte dann darüber. Fände ich eine Superidee.
Schlechtester Entfesselungskünstler – EVER
Zurück in Edinburgh bekamen wir wieder ganz schön viele Strassenkünstler zu sehen. Unter anderem dieser Zauberer/Magier/Whatever, der versuchte sich aus einer Zwangsjacke zu befreien.

Betonen müsste man im vorherigen Satz das Wort “versuchen”. Das Ganze endete nämlich in einer recht peinlichen Aufführung.
Eine Zwangsjacke hat nämlich den Zweck, dass man sich nicht davon befreien kann. Und genau diesen Zweck erfüllte sie auch hier. Der Künstler konnte sich noch so erbärmlich am Boden herum winden und die Jacke mit Schweiss vollsaugen lassen. Es half alles nichts. Fremdschämend schauten wir dem “Wurm” über 15 Minuten lang zu, bis er dann resignierte und jemanden im Publikum bat, die Gurte weniger eng zu schnallen.
Dann ging es nochmals rund 5 Minuten bis er dann wirklich wieder all seine körperlichen Freiheitsgrade erlangt hatte.
Einen kleinen Applaus gab es dann trotzdem. Geld aber nicht. Die Ausrede war im übrigen: “Es ist eine ganz neue Zwangsjacke”.
Scheinbar, denn sie funktionierte noch Einwandfrei….
Schottland by Car, Tag 8 und die Familienkrise
So, ich bin mit meinen 2-Wochen-Timeshift ein wenig aus der Bahn geraten. Ausreden gibt es da wohl keine, ausser:
Ich hab einen neuen turbomässigen Ultra-Ass-Kicking PC from Hell + es war schlecht Wetter + Ich hab schon lange nicht mehr gezockt + Assassins Creed II ist schon noch gut + Ich musste all meine Farbstifte wieder mal spitzen + Ich musste meine Wohnung umbauen, sprich: Einen Vorhang mit Klebeband neu anmachen weil die bisherige Konstellation der Schwerkraft zum Opfer gefallen ist.
Nun aber zurück zur Reise. Langsam mussten wir wieder Richtung Edinburgh fahren. Also taten wir das auch.
Wir wurden erstmals in einen Stau involviert weil, und jetzt kommt das Problem. Es gibt kein “weil”. Wir haben beim besten Willen nicht herausgefunden was den Stau verursachte… plötzlich ging es einfach wieder weiter.
Ein wenig verspätet kamen wir dann in Dundee an. War auch nicht schlecht die Stadt. Das viele Fotografieren hatten wir allerdings langsam satt und so gibt es jetzt hier genau nur ein Foto:

Die grosse Szene erlebten wir allerdings am Abend. Nichts Ahnend machten wir es uns in einem stylischen Retrostyle-Restaurant gemütlich. Wenig später folgte dann ein “Paar” und ihre 3 Kinder. Ich habe hier “Paar” absichtlich in Anführungszeichen geschrieben, denn wenn die zu diesem Zeitpunkt nicht bereits getrennt lebten, dann tun sie das unterdessen bestimmt.
Die Kinder (ca. zwischen 5 und 7) waren überhaupt nicht das Problem. Sie verhielten sich verhältnismässig ruhig und fragten bei dem Kellner eigenständig nach Farbstiften und Zeichenvorlagen, mit denen sie sich dann lange beschäftigen konnten.
Bei den Eltern sah es irgendwie anders aus. Die stritten unermüdlich miteinander bis der Mann resignierend den Kopf in seine Hände legte und die Frau mit den Tränen kämpfte. Immer alles schön vor den armen Kindern.
Man sah am Umgang der Eltern auch an, dass sie irgendwie mit den Kindern überfordert waren. Das, obwohl ich immer noch der Meinung bin dass die sich sehr gut aufführten.
Während dem Essen telefonierte dann die Frau mal gut 10 Minuten mit ihrer Mutter (soweit ich das mitbekommen habe). Dann wurde wieder wegen kleinsten Kleinigkeiten das Kriegsbeil ausgegraben.
Irgendwie hat die Frau dann bemerkt, dass die ganze Szene von uns nicht unerkannt blieb und wendete sich an uns mit folgender Ansprache:
“Hey Guys, bleibt unbedingt Single! Als ich noch Single war hatte ich ein super Leben aber jetzt ists einfach Scheisse. Und auf keinen Fall Kinder! Glaubt mir, ich weiss wovon ich rede”
Und das sagt die vor ihrem Mann und den Kindern… DEN KINDERN verdammt nochmals. Die Armen… soll ich die gleich adoptieren?
Ich antwortete mit der einzigen Antwortmöglichkeit die mir in dem Moment einfiel: Ein ich-nehms-mal-zur-Kenntnis-aber-hab-keine-Lust-über-den-Bullshit-den-du-gerade-rausgelassen-hast-zu-diskutieren “Mkay” und wendete mich wieder ab.
Kurz darauf verliessen wir das Lokal und verabschiedeten uns mit einem kurzen “bye”. Das nenn ich mal eine Familienkrise.
Schottland by Car, Tag 7 und die Schaufensterfrau
Der erste Tag an dem wir nicht in den Highlands herum fuhren, sondern auf dem “Boden blieben”. Im Flachland ging es lange der Küste entlang. Hier entstanden folgende Fotos:



Irgendwann um die Mittagszeit herum begegneten wir dieser Szene:
Sieht man es schon?
OK, dann noch ein bisschen näher:

Auf einer Parkbank sitzen und den Leuten zusehen – OK!
Immer wieder mal aus dem Fenster gaffen – von mir aus…
Der Nachbarin mit dem Feldstecher beim Duschen zuschauen – OK!
Mit dem Teleskop auch intime Planetenstellen beobachten – OK!
Ganz alleine auf einem Stuhl in einer gläsernen Ecke sitzen und beobachten was rundum geschieht – WTF?!
Wir haben in diesem Dorf gegessen und die Gegend ein wenig zu Fuss erkundet und können bezeugen, dass die Frau mindestens anderthalb Stunden in ihrem “Schaufenster” verbracht hat.
Ich meine, ja, ältere Menschen sind nicht mehr ganz so Mobil und scheuen vielleicht die frische Luft (so wie ich, die Grafik draussen ist einfach nicht so bunt wie die am Computer), aber das hier finde ich dann doch ein wenig too much. Aber ja, jeder darf da seine eigene Meinung haben.
Unsere Männerherzen durften dann höher schlagen, als wir an einem Militärflughafen halt machten und startende und landende (laut meinen verrosteten Militärflugzeug-Kenntnissen) Tornados beobachten konnten.

Man beachte bei diesem Fotos die vielen Suizid-Vögel die darauf warten in eine Kampfjetturbine reinfliegen zu dürfen.

Scotland Racing Team
So, hier noch kurze Ausschnitte von unseren Fahrten in Schottland.
Das ist original so aufgenommen und weder schneller noch langsamer abgespielt. Nicht mehr und nicht weniger.
Schottland by Car, Tag 6
Ich glaube, heute war wettertechnisch der schlechteste Tag. Viel Regen und stellenweise auch Nebel. Und zwar war es genau dort neblig, wo es laut Reiseführer superwunder-Eden-mässig schön sei. Aber Nebel ist auch schön, jaja.
Das häufige Überholen wurde langsam zur Normalität. Wenn es so weiter geht, werden wir wohl bis ende Ferien nur noch rechts fahren.
Abgesehen davon dass wir im Applecross Inn gegessen haben, welches als “Scottish Dining Pub of the Year” gekürt wurde, gibt es Heute wieder weniger zu berichten. Ausser vielleicht noch…. hab ich das mit dem Nebel schon erwähnt?






