DIE Story: Kapitel 5 – Geh weg!
- Vorwort
- Kapitel 1 – BBF is over, ab nach Hause
- Kapitel 2 – SIE
- Kapitel 3 – a shitload of stuff
- Kapitel 4 – Die Augen
[…]Unter diesen Umständen konnte ich nichts anderes sagen als:
“OK, dann übernachtest du halt hier… aber nur wenn wir die ganze Nacht wilden Sex haben!”. Das ist nicht was ich sagte. Ich sagte nämlich gar nichts da ich meine Meinung nicht geändert hatte. Das Problem war, dass Ingeborg auch gar nichts sagte und wir beide einfach nur so da standen.
Ich durchbrach dann die Stille und fragte:”was nun?”, denn obwohl SIE ja die Person mit einem Problem war, machte sie nicht den Anschein irgendetwas dagegen unternehmen zu wollen.
Sie sagte weiterhin nichts… man kann ja von einem Brotbrett auch nicht erwarten, dass es selber auf irgendwelche Lösungnsansätze kommen würde. Ich fragte sie daher, ob sie nicht ihre Eltern anrufen könnte oder Freunde mit einem Auto oder whatever. Darauf nuschelte sie mal wieder irgendwas hervor, was zusammen mit der Körpersprache aber ein klares Nein war.
Apropos Körpersprache: Sie hatte eine Ausstrahlung und Köperhaltung einer verwesten Tomate. Währe sie “sonniger” aufgetreten und im Bikini dagestanden, hätte ich mich ja vielleicht auch noch umentschieden… aber es waren einfach alle Faktoren gegen Sie.
Es ist ja nicht so, dass ihre neue Wohnung am anderen Ende der Stadt wäre. Sie ist lediglich zwei U-Bahn Stationen weiter gezogen. Ich sagte ihr daher, sie solle doch ein Taxi nehmen.
Sie meinte, sie wisse nicht ob sie genug Geld habe und schaute in ihrem Portmonee nach. Sie sagte sie würde mal nachforschen wie teuer das kommen würde.
Ich ging zurück zu meinem Computer und liess sie in der Schuh-Ecke auf ihrem iPhone nachforschen. Ich wollte sie nicht weiter hereinlassen, denn so war das Signal klar, dass sie nicht hierher gehörte. Trotzdem fragte sie während dem nachforschen nochmals, ob sie nicht einfach hier bleiben könne bis am Morgen um 6, wenn der erste Zug fährt.
Ich sagte: “Ja, aber nur wenn…”… ok nein, auch diesmal sagte ich es nicht und blieb bei meiner Meinung. Ich war wirklich angepisst und wie schon erwähnt wollte ich ja schon längst im Bett sein.
Nach etwa 5 Minuten meinte sie: “Hurraaa, das Taxi ist gar nicht so teuer”. Sie sagte, dass sie aber nicht sicher sei ob all ihre Sachen ins Taxi passen.
Da ich für meine Linked Binary Tree Auftritte immer einen Lastwagen voll Ware in meinem Auto herumtransportierte, konnte ich ihr versichern, dass alles ins Taxi passt und dass sie Morgen NICHT nochmals vorbeikommen muss.
Nach 10 Minuten war immer noch kein Taxi da. Ich fragte sie also, wann denn das Taxi kommen würde…. Worauf sie sagte: “Oh, ich habe kein Taxi bestellt… ich habe kein Geld für ein Taxi”
WHAT THE HOLY FUCK IS WRONG WITH YOU?!?!
Hatte sie vor die ganze Nacht einfach in meinem Wohnungseingang herumzusitzen oder was? Und wie wärs mit Informationsaustausch oder so?
Ich fragte, ob sie denn keine Kreditkarte oder Bankkarte hätte wo sie dann Geld an einem Automaten rauslassen kann. Sie meinte das sei alles in ihrer neuen Wohnung.
Meine Versuche zu erklären, dass sie ja dem Taxifahrer sagen könnte dass sie das Geld in ihrer Wohnung dann schnell holen müsse, kamen bei ihr irgendwie nicht an. Kann man von einem Brotbrett-IQ ja auch nicht erwarten.
Ich hatte endgültig die Schnauze voll. Ich zückte mein Portmonee und gab ihr 20CHF. Ich sagte ihr ich sei bis September hier und sie könne das Geld bis dann zurückzahlen. Sie war ziemlich überrascht und dankbar und ging dann raus auf die Hauptstrasse und winkte ein Taxi herbei. Ich half ihr alles runterzutragen, hauptsächlich um sicher zu gehen dass sie auch wirklich alles mitnimmt.
Als Dank kriegte ich von ihr noch irgendwelche Caramels und wir verabschiedeten uns.
Es war unterdessen irgendetwas nach 2:00 und ich war endlich befreit. Jedoch noch nicht Psychisch. Ich konnte einfach nicht so genau begreifen was da alles so abging…
Somit wären wir jetzt (fast) am Ende der Story. Es gibt noch ein Nachwort.


5 Kommentare
DaKine:
10. June 2012 at 16:06“Apropos Körpersprache: Sie hatte eine Ausstrahlung und Köperhaltung einer verwesten Tomate. Währe sie “sonniger” aufgetreten und im Bikini dagestanden, hätte ich mich ja vielleicht auch noch umentschieden…”
Stimmt. Nach dem Umzug und der Abgabe hab ich mich auch mit Zitronen-servietten frisch gemacht und mich in Schale geworfen um den Nachbarn au revoir zu sagen. Ah moment nein…
Alter, wär doch so einfach gewesen: “Hier mein Schlüssel, mach was du willst – bin schonmal im Bett”.
Zudem; wie sagt man – Dumm _F_ögelt gut? Ich mein ja nur…. IQ von einem Brotbett 🙂
malumi:
10. June 2012 at 17:06Boa ach du schande ich kann mir vorstellen das du da gehörig angepisst warst.(ich hab mir übrigens grad den Arsch abgelacht beim lesen) Leider habe ich so das Gefühl das du dein Geld nie wieder sehen wirst, aber vermutlich wäre mir das auch 20 Scheinchen wert gewesen endlich Ruhe zu haben nach so nem Tag…. aber hey,.. immerhin gratis Frauenschampoo o_O
Bennycore:
11. June 2012 at 07:06Schade vom Ende habe ich mehr erwartet =) trotzdem ganz witzige Story gewesen.
Marcel:
11. June 2012 at 10:06Also ich weiß ja nicht wie die Dame aussah, aber wenn, aber ja aber aber – mein Gefühl sagt mir, da wäre was gegangen. Warst du schon so müde? Oder war sie so hässlich. Ich glaube, die wäre dir sehr sehr dankbar für die Übernachtung gewesen. HEy die Frau wollte einfach nicht gehen. Die wollte bei dir übernachten. So dumm kann die doch nicht gewesen sein…
Phil:
11. June 2012 at 11:06Marcel, Dakine: Antwort auf eure Kommentare im Nachwort.