UPDATE:
Ich lag Falsch!
Die Behauptung dass jeder zweite Schweizer über 5823 Franken verdient, stimmt! Es handelt sich dabei um den “Medianlohn”, der halt eben genau dieser “Schnitt” ist. Der “Medianlohn” muss aber nicht zwingend der Durchschnittslohn sein und somit stimmt einfach die Aussage “…verdiente 2008 im Schnitt 5823 Franken.” von 20 Minuten nicht. Es ist also im Vergleich zu meiner vorherigen Annahme nur ein Mittelmässiges-Statistik-Fail.
Danke dem schnellen Paddy, der es richtig macht und die NZZ liest.
Weil ich mir aber so schön die Mühe gemacht hatte hier trotzdem noch meine ursprüngliche (falsche!) Interpretation:
Wenn ich solche statistische Schlussfolgerungen sehe muss ich echt Kotzen:

Der Durchschnittslohn sei 5823CHF/Monat. Das mag sein.
Daraus aber zu schliessen dass die Hälfte der Leute darüber verdienen und die andere Hälfte darunter, ist schlichtweg dermassen falsch, dass es ein klassisches Beispiel ist wie man eine Statistik NICHT zu interpretieren hat. Echt jetzt, das geht also gar nicht.
Ich mache mal ein beklopptes, null-Niveau Beispiel für den/die 20Min-Redaktor/in der/die das Verbrochen hat:
4 Kinder haben Sackgeld und zwar folgendermassen aufgeteilt:
Max: 10.-
Fritz: 1.-
Andrea: 1.-
Sandy: 1.-
Der Sackgelddurchschnitt liegt bei: (10+1+1+1)/4 = 3.25
So, und jetzt ziehen wir mal den dämlichen Schluss daraus und behaupten einfach mal, die Hälfte(also zwei) der Kinder hätten Sackgeld darüber und die andere Hälfte darunter. Und? UND? Fritz, Andrea und Sandy sind drei Kinder die fucking nochmals weniger als den Durchschnitt verdienen. Und drei ist definitiv nicht die Hälfte von 4.
Eure Behauptung:
Das heisst, dass die Hälfte der Arbeitnehmer in der Schweiz verdiente weniger als 5823 Franken und die andere Hälfte mehr.
könnt ihr euch also gleich auf den Arsch tätowieren lassen und euch anschliessend auf den Mond katapultieren lassen, wo es niemanden stört wenn solche groben Schlussfolgerungsfehler in Titelzeilen auftreten!
ENDE.