Archiv für die Kategorie ‘Japan’

12 Aug
2007 by Phil

Japan

soooo… also gestern war ein hammer tag.

kurze vorgeschichte: nach hiroshima bin ich dann in die mt. fuji region gereist. vorgeschichte ende

dann bin ich also gestern auf den mt. fuji, hoechster berg in japan (3774m) gelaufen. statt den angegebenen 6 stunden zum aufstieg hatte ich nur 2,5… wobei natuerlich zu sagen ist, dass die 6 stunden fuer den standardjapaner gerechnet ist. denn da laufen soviel leute hoch wie in zuerich am haupbahnhof rumlaufen.
Die sicht von oben war schon ziemlich umwerfend… vor allem anders als in der schweiz ist, dass der mt.fuji ziemlich alleinstehend in der landschaft in die hoehe ragt, und nicht umgeben von weiteren bergen ist.

das beste meines tages kommt aber erst noch. nachdem ich wieder unten war, und mich sauber gewachen habe, lief ich zum fuji-q highland park. Da waren so drei “krasse” bahnen, die ich mit groesster freude soviel es ging ueber mich gehen liess. die eine war so bisschen silverstar maessig und eher eine aeltere, so dass es die ganze zeit so ruettelte dass man ziemlich kaputt war nach der fahrt.
die andere beschleunigte auf 174kmh innerhalb 1.8 sekunden. das gab einem einfach den rest.. auch diese bahn musste ich gleich ein zweites mal austesten.
die dritte dann haelt scheinbar den weltrekord der meisten “loops”. ist auch wieder so eine bahn wo man haengt, wie im gardaland. doch drehen sich die stuehle waehrend der fahrt auch noch. Nach drei mal dieser bahn, wurde der park leider geschlossen und ich war ziemlich kaputt. doch habe ich entschlossen erst wieder in den europapark zu gehen wenn ich kinder habe.
abends hatte ich dann aber ziemlich schmerzen im rechten bein, da ich beim runterpurzeln vom berg einige male so halbwegs umgefallen bin. mitlerweile kann ich aber gluecklicherweise wieder ziemlich normal laufen.
bin jetzt wieder in tokyo, bisschen am shoppen. auf dem weg hierhin bin ich mal wieder in einen zugwagen geraten in den eine station spaeter lauter kleine kinder eingestiegen sind. gluecklicherweise waren alle recht muede. so hatte ich nach 10 minuten fahrt links und rechts von mir zwei kleine jungen die schlafend irgendwie an mich anlehnten… das ganze war aeusserst herzig, doch leider konnte ich kein foto machen, denn ich wollte die kleinen ja nicht wecken in dem ich meinen fotoapparat aus dem rucksack holte. also blieb ich ruhig sitzen und erfreute mich ab all den laechelnden japanern und japanerinnen die die szene ebenfalls herzig fanden.

tokyo war wiederum zuerst wieder so bisschen ein schock mit all den vielen leuten. schlafe diese nacht wieder in so einem kapselnhotel. naechste nacht werde ich wahrscheinlich hier im internetkaffee uebernachten. ist einiges billiger, man kann dvds schauen und gratis trinken und hat sogar dusche. uebermorgen um 8 gehts dann mit dem zug zum flughafen und das wars dann….

8 Aug
2007 by Phil

Japan

wie bereits angekuendigt bin ich puenklich am 6. august in hiroshima angekommen. da ich erst etwa um 11 dort ankam, war der gedenkgottesdienst der um 8:00 startete (8:15 war zeit der explosion) leider schon zu ende. ich traf nur noch tonnenweise blumen an, und leute die immer noch schlange standen um vor den blumen kurz ein gebet abzuhalten.
doch auf dem ganzen gelaende des peace memorial parks gabs jede menge aktivitaeten. unter anderem auch ueberlebende die verkruepelt in ihren rollstuehlen von ihren erlebnissen als die bombe einschlug erzaehlten. natuerlich verstand ich nicht was sie sagten, aber netterweise wurden jeweils handzettel auf englisch verteilt wo in etwa das drauf stand was die person erzaehlte.
etwa all 100 meter wurde ich wieder von irgendwelchen japanischen schuelern angehalten fuer ein interview, das praktisch immer dieselben fragen beinhaltete: “where are you from ?”, “what do you think about atomic bombs ?” und “What can we do against it?”

der anlass wurde natuerlich auch gleich noch zu demonstrationen fuer allgemeinen frieden genutzt, so zb gegen krieg in irak, und freiheit den sued koreanischen geiseln in afghanistan e.t.c.

das ganze gelaende war ueberfuellt, und ich entschloss mich das museum dann am naechsten tag, wenn weniger leute da sind anzuschauen.

es war schon ein emotional spezielles gefuehl, all dies an diesem ort zu sehen, zusammen mit all den anderen leuten die von ueberall her kamen. abends wurden dann insgesamt 10000 laternen den fluss heruntergelassen, um den verstorbenen zu gedenken. dies begleitet von diversen livemusik acts eher im ruhigen klassischen stil. am abend gab es auch lauter leute die “free hugs” (gratis umarmungen) verteilten, dessen ich einige male gebrauch machte. des weiteren wurden ueberall noch irgendwelches zeugs verteilt. am ende des abends war ich dekoriert mit leuchtenden armbaendern, origamiblumen, faecher und sonstige “geschenke”.

abgsehen von all dem, ist hiroshima mitlerweile eine aufgebluehte stadt wie jede andere, mit wiederum tausenden von kleiderlaeden. ich hab mich heute auch mal an so spielkonsolen versucht… zum einen so ein trommelspiel, so wie ein spiel bei dem man den gegner killte in dem man an der tastatur woerter schreiben musste.

zudem war ich heute ein wenig ausserhalb auf so einer insel die recht tuouristisch ist, und so ein rotes tor beinhaltet, welches zu den 3 meist fotografierten dingen in japan gehoert. um mich von der menge zu distanzieren, nahm ich eine wanderung auf den berg der insel in kauf. oben angekommen hatte ich mal wieder fantastische aussicht auf jede menge kleinen inseln.

mal wieder was zu den leuten hier:
sich in der oeffentlichkeit die nase putzen ist hier strengstens untersagt. man zieht sich den “schnuder” halt einfach hoch und gut ist. dass dies genau so “eklig” ist, vor allem wenn man am essen ist scheint denen nichts auszumachen… hauptsache es kommt nichts zur nase raus.
im widerspruch dazu. wenn man niesen muss, dann bitte nicht die hand vor den mund. denn die hand wird schlussendlich spaeter gebraucht um anderen leute die hand zu schuetteln, und die soll daher sauber bleiben.

in den staedten ist alles ziemlich eng… so ist es mit parkplaetzen ein wenig problematisch. daher gibt es in japan jede menge so parktuerme. Das auto geht in eine art lift, und der lift parkiert dann das auto irgendwo ohne fahrer im 15 stock. wenn der fahrer zurueck kommt, wird das auto wieder geholt und automatisch gedreht, so dass man wieder geradeaus wegfahren kann.
des weiteren ist hier das erdgeschoss der erste stock. also der dritte stock in japan entspricht dem zweiten stock in europa. so ist das.

5 Aug
2007 by Phil

Japan

bin zur zeit in fukuoka und uebernachte in einem sogenannten “capsule hotel”. man hat hier kein zimmer, sondern eine art 2m x 1m x 1m grosse kapsel wo man drin schlaeft. es sind immer zwei kapseln uebereinander und insgesammt sind hier wohl etwa 500 kapseln. auch hier wieder, keine schuhe. das ganze ist ein 11 stoeckiges gebaeude, und es kommt einem schon ein wenig komisch vor barfuss oder mit socken in den lift zu steigen und sich hier frei zu bewegen. weiters speziell ist, dass man hier so ein nacht-kleid bekommt das man anziehen muss. so sehen alle gleich bescheuert aus in dem olivgruenen pyjama. ich mag aber meine kapsel, fuehle mich bisschen wie in meiner schlafecke in e-k. des weiteren kann ich gratis baden auf dem dach des gebaeudes und in die sauna gehen. da in diesen capsule hotels nur maenner erlaubt sind (meistens business leute) gibts auch keine speziellen umkleidekabinen oder so… und im bad sind alle, wie es sich fuer japanische baeder gehoert nackt.

das zugreisen ist ebenfalls recht speziell. also, besonders mit den ultra-schnell zuegen, den shinkansen. pro wagen ist wie im flugzeug je eine art stewardess zugeteilt. die laeuft dann auch mit so einem plakat rum wo das datum drauf steht und womit man ein foto von sich mit dem plakat im hintergrund schiessen lassen kann… damit alle wissen dass man in dem zug war. auch passiert es immer wieder, dass die leute den falschen platz einnehmen (alle sitze sind reserviert)… da muss ich mir immer ins faeustchen lachen und denke jeweils: ich der nicht mal verstehe was ihr mir mitteilt, kriege es hin den richtigen platz zu nehmen und ihr nicht…

das liegt wohl daran, dass sonst hier wirklich alles geregelt ist. heute auf einer rolltreppe kam die durchsage sogar auf englisch: achtung, rolltreppen sind gefaehrlich, bitte nur innerhalb der gelben markierung auf der treppe stehen, und das ende der treppe nicht verpassen…. ja ja.. danke.

dasselbe im kino (ich war transformers schauen (auf englisch)… war hier premiere gestern). es folgt die uebliche warnung, man soll doch handys ausschalten. dann kommt aber noch die bitte, nicht zu reden, nicht zu rauchen und das beste: man soll doch bitte aufpassen dass man mit den fuessen nicht an den sitz des vordermannes stoesst, da dies fuer den unangenehm sein koennte.

fukuoka war eigentlich nicht allzu speziell… da ich keine frau bin. denn es gibt hier so viele kleiderlaeden an einer strasse wie wahrscheinlich in der ganzen schweiz. erhlich jetzt… da ist so eine 600m lange unterirdische shopping mal, vollgespickt mit kleiderlaeden.. aber nicht genug, entlang dieser strasse gehen auf beiden seiten bis zu 11 stoeckigen hochhaueuser in die hoehe, und all diese beherbergen zu 80% kleiderlaeden… es ist echt ziemlich abartig….

morgen gehts nach hiroshima… puenktlich zum gedenkstag der atombombe die vor 62 jahren dort fiel (falls ich mich nicht verrechnet habe)

3 Aug
2007 by Phil

Japan

also der taifun war schon ein ziemlich intensives erlebnis. die zugfahrt war zwar verspaetet, da alles im schneckentempo umherfuhr, aber kam ganz an. am bahnhof wurde ich dann abgeholt und zum minshuku gefahren wo ich eine nacht verbringte. draussen stuermte es schon wie wild, und ich hatte keine lust den ganzen nachmittag in meinem zimmer sitzen zu muessen… also entschied ich mich, mir den kick zu geben und nach draussen zu gehen. der freundliche herr fuhr mich wieder zum bahnhof (ca. 1 km) und gab mir einen seiner schirme. dieser war jedoch nach 2 minuten komplett verbogen und unbrauchbar. man musst sich wirklich beinahe festhalten um nicht davongewindet zu werden, und aufpassen dass man nicht zu nahe an baeumen vorbeilief wegen fallenden aesten und so. lange hielt ich es jedoch nicht aus, und besuchte so eine endlos lange ueberdachte shopping street und verbrachte den nachmittag dort drunter. vor einem 24 stunden shop waren etwa 10 schirme deponiert, aber im shop drin waren nur 5 leute. also entschied ich mich einen neuen schirm zu nehmen . dieser ging jedoch beim rueckweg ebenfalls kaputt und ich kann damit sagen dass ein schirm bei solch starken winden schlichtweg nichts bringt. abends im tv ( ja, ich schaue japanisches fernsehen, und habe die wohl laengste “heulendes-teen-in-schnulze-serie” gesehen) liefen staendig bilder von orten die vom taifun heimgesucht worden sind. am ort an dem ich zuvor war gab es scheinbar bis zu 5 meter hohen wellen… aber strand dort hat so tolle wellenbrecher, also gehe ich davon aus dass die stadt noch steht. einzig verwunderlich war, dass heute morgen keine japan times vom heutigen tage verfuegbar war, und so musste ich halt wieder mein buch im zug lesen.

ich weiss nicht ob ich das schon erwaehnt habe, aber hier ist wirklich so ziemlich das meiste verkehrt rum. verkehr auf linker seite, schrift von oben nach unten, buecher von rechts nach links… und als ob das nicht genug waere, um das zimmer abzuschliessen muss man jeweils den schluessel auch in die andere richtung drehen als gewohnt. mitlerweile habe ich mich aber schon gut an all dies gewoehnt, und muss mich dann in knapp zwei wochen wieder umgewoehnen. heute ist zudem ein symbolisch bedenklicher tag meiner reise.. und zwar habe ich mich bisher immer von tokyo entfernt und bin jetzt am suedlichsten punkt meiner reise (kagoshima) angekommen…ab morgen gehts wieder langsam zurueck . hab mich schon so sehr an das leben hier gewoehnt, dass es mir zur zeit schwer faellt an die rueckreise zu denken (iwan, ich komm dann am mittwoch 15. erst gegen ende vormittag ins buero ).
da ich schon 2 wochen nicht mehr auf einem klavier oder synthie oder orgel rumklimpern konnte, ging ich heute in ein musikinstrumentshop und begann dort ein bisschen verschiedene klaviere “auszutesten”… man muss sich einfach zu helfen wissen

mitlerweile hat es auch wieder aufgehoert zu regnen, und ich hoffe dass ich ab morgen wieder bessere sicht auf die wunderbaren landschaften waehrend meiner zugreise haben kann.

1 Aug
2007 by Phil

Japan

seit ich in japan bin, habe ich ausser an zwei abenden jeden abend ein japanisches bad genommen. dies entspricht einfach einem recht verdammt heissem bad, bei dem man sich zuerst waschen muss bevor man das bad nimmt. dort wo ich jetzt bin entspringt das wasser direkt aus dem boden. so gehen hier in der stadt ueberall dampfwolken hoch, was auf heisse quellen hindeutet. war heute diverse solche quellen anschauen, die zu heiss zum baden sind und daher auch jigoku (hoelle) genannt werden. die haben da allerlei farben. gebadet hab ich auch noch in so einem blautoenigem schlamm.

habe ein franzoesisches paar getroffen, und als sich herausstellte dass ich alleine unterwegs und single war, fragten sie gleich, ob es schwierig sei japanische maedchen rumzukriegen… es ging so weit dass sie mir empfielten nach argentinien zu gehen, da dort die maedchen scheinbar tierisch auf touristen abfahren…. ich war leicht schockiert von dieser sichtweise des reisens und brach das gespraech schnellst moeglich ab.

wenn eine person aus korea ihr alter sagt, dann muss man ein jahr abzaehlen, da man in korea bereits ein jahr alt ist wenn man auf die welt kommt.
in japan herrscht zur zeit das jahr 19, wobei ich noch nicht rausgefunden habe ob da auch noch irgend par tausend jahre davor kommen (wie bei 07), oder wie das ganze gezaehlt wird.

dieses wochenende waren in japan irgendwelche wichtigen nationalen wahlen. so musste ich mir davor von morgends bis abends irgendwelche ansprachen anhoeren, die aus riesigen lautsprechern auf autos montiert droehnen. aus den autos winken jeweils immer alle (mit weissen handschuhen) frisch und munter.

mal wieder was zu der schrift: die chinesen benuetzen auch den kanji schriftsatz, jedoch haben die symbole teilweise andere bedeutung. so ist die japanische symbolkombination fuer “schoene frau” auf chinesisch “amerikaner”….

des weiteren habe ich einen chinesen kennengelernt der scheinbar in second life recht bekannt sei (behauptete er zumindest) er heisst dort “radi roffo” falls mal jemand nachschauen will.

dann habe ich ein t-shirt bekommen das mir zu klein ist.. ihr koennt euch also schon mal drueber streiten.

habe begonnen mir die “japan times” zu kaufen. die ist auf englisch und somit bin ich auch immer informiert was laeuft. zur zeit kommt ein typhoon (was ist der unterschied zu einem hurrikan ?) auf uns zu und wird wahrscheinlich morgen da sein. es werden winde bis zu 140 kmh erwartet… naja mal sehen wie es wird.. bin morgen mit dem zug unterwegs, solang der nicht davonfliegt ist ja ok. zudem werde ich am bahnhof vom guesthousebesitzer abgeholt, damit ich nicht laufen muss (nett was…)

so, das wars mal wieder.. da ich die naechsten drei tage wieder eher in untouristischen gefielden bin, wirds wahrscheinlich wieder bisschen dauern bis zum naechsten eintrag…

31 Jul
2007 by Phil

Japan

noch kyoto bin ich gfluechtet ab ins unturistische. han jetzt waehred 4 taeg kei engisch meh ghoert und kei anderi “westler” me gseh. bin mit somene chline zuegli wo oepe en halbe thurbowage lang isch rund 2stund langde kueste entlang gfahre. isch mega schoen gsi.. und halt ebe voll abseits.
so kitschig das au klinge mag, aber es haet wuerkli zum teil familiene gha wo mir eifach zuegwunke haend… bin mir vorcho wie i somene dokufilm ueber irgendwelchi suedafrikanische doerfli.

englisch choend di meiste noed bsunders guet bis ueberhaupt noed. aber wenn sie eim noed verstoend, so fuehreds eim eifach doet ane wo me woet. huet hani muese 4 mol umtige zum mit em zug as zielort cho. jedesmol hani muese froge uf welem gleis de zug fahrt…. und obwohl i amol verstande han, dass mir de bahnhofsmensch seit dass es uf gleis 2 isch woni mues ane, haet er sgfuehl gha i hegs noed verstande, und haet mi vo gleis 1 ueber dpasserelle zu gleis 2 begleitet.
djapaner haend irgendwie sgfuehl, dass alli uslaender noed so gschid sind. so sind zum bispil rauchverbotstafle immer no agschribe mit “no smoking”… aber japanisch stoht nuet…. also ob dtouriste es nichtrauchenschild noed wuerded verstoh.

han i de letzte taeg au ab und zue mol choene chi is meer go bade zur abwechslig.
im esse haets immer no irgend oepis us em meer druf… und wenn me spaghetti bstellt, chunt me irgendwie nudle mit enere rosarote sauce und irgendwelchi alge druf ueber.

bis jetzt haets do erst ei mol gregnet.. usgrechnet denn woni uf e chlini wanderig bin. denn bini halt unter irgend so en unterstand, wo no zwei fraue gsi sind… obwohl ich ihne gseit han dass ich nuet verstoh, haends es glich immer wieder probiert und haend mir schlussendli sogar no so es guetzli gschenkt woni ueberhaupt noed gern han… nichtsdestotrotz hanimi natuerli fest bedankt, da zeugs gesse und so tue als hett ichs gern.

witers bini mi chli mit kanji am beschaeftige. i chan jetzt scho einigi grundsymbol und chum mir uf de stross vor wie en archaeolog, wo alti schrifte entschluesslet. zaemegsetzti symbol ergaend naemli wieder eigeni beduetige. so z.b. e person und en baum. da stoht defuer, dass dperson am baum alehnt ud heisst somit “pause”. und so gits do tausende vo so beduetige wo alli mega spanend sind und ich nie alli werd choene.

26 Jul
2007 by Phil

Japan

die japanischen tastaturen sind ziemlich nervig. gleich neben der leertaste, die sehr klein ist, ist so eine umschalttaste. sobald diese gedrueckt wurde, schreibt das bloede ding nur noch so japanische zeichen… ich muss immer hoellisch aufpassen.

also ich war nun 3 einhalb tage in kyoto, und es war von anfang an ziemlich anstrengend. dies vor allem, weil die wolken weg sind und somit es recht warm wird hier. so abends um 6 noch etwa 34 grad. in der nacht trinke ich jeweils fast einen liter wasser.

jedenfalls war die ankunft nicht grad der hit, weil alles schon ausgebucht war, was ich in meinem reisefuehrer hatte. so musste ich mich auf die suche nach etwasem machen, was eher lange ging.. und bei dieser hitze mit vollpackung rumzuirren ist recht muehsam. schlussendlich habe ich aber ein sehr guenstiges plaetzchen gefunden. hat zwar keine dusche, muss dafuer ins bad… und ist einfach so ein schlafraum… dafuer gibts abends gratis alkohol und morgens gratis fruehstueck. abends trifft man sich mit allen um den tisch und diskutiert. habe einige koreaner, franzosen, daenen hier kennengelernt. alleine die gespraeche die sich ergeben haben waeren schon einen riesigen foreneintrag wert.

will mich nun aber wieder eher aufs allgemeine beschraenken. ich weiss nun wieso es heisst, man koennte auch ein jahr lang in kyoto sein und immer neues entdecken.
das problem ist, im zentrum von kyoto ist nichts spezielles… ist wie jede andere stadt. wenn man was sehen will muss man ausserhalb gehen. da es hier nur zwei metrolinien hat die dort halt machen wo mans nicht gebrauchen kann, muss man mit bussen fahren. so eine fahrt dauert jeweils etwa 50 minuten wegen stau auf den strassen und so… und das ist ziemlich nervig wenn man da staendig so lange busfahren muss vom einten zum anderen ort. zudem ists hier voller touristen. habe hier wesentlich mehr westler als in tokyo oder takayama gesehen. vor allem viel franzosen.

in japan gibts ueberall getraenkeautomaten. wenn mal die wasserflasche leer ist, muss man sich keine sorgen machen denn man weiss, dass man in den naechsten 5 minuten wieder an einem getraenkeautomaten vorbeilaufen wird.

arbeitslose gibt es hier wahrscheinlich auch nicht viele. alles ist so strikt geregelt, dass wenn irgendwo ein schachtdeckel geoeffnet werden muss, dann oeffnet man zu zweit den deckel, und drei beamten stehen darum und regeln den verkehr.

bei baustellen, die ohnehin so gut abgeriegelt und abgeschrimt sind dass man nicht mal merkt dass es eine baustelle ist, steht ebenfalls immer mindestens jemand davor und schaut dass auch sicher niemand sonst die baustelle betritt.

dann gibt es leute die putzen bei den rolltrepen das band wo man die haende drauf hat.

ueberhaupt, bei allen dienstleistenden berufen wie z.b. leute an der kasse oder busfahrer.. die haben alle handschuhe an.

einmal bemerkte ich, wieviele leute das selbe buch lasen… aber in wirklichkeit, wird das buch eingefasst wenn man es kauft.. damit man nicht sehen kann was die person liest. somit sieht jedes buch dass bei einem haendler gekauft wurde von aussen gleich aus.

in spielhallen hat es leute die halten sich fit in dem sie auf so tanzmatten rumhopsen. die haben ihr handtuch dabei um sich abzutrocknen wenn sie schwitzen.. und niemand schaut irgendwie komisch.

was die girls anbelangt muss ich korrigieren… so viele haben keine miniroecke. aber dann halt eben diese ultrakurzen hoeschen … doch genau die haben meistens null ausstrahlung.. oder laufen gequaelt hinkend in ihren schuhen rum dass es alles andere als sexy aussieht.
schuhe ohne absaetze gibt es hier wirklich nicht bei den frauen. auch das was auf den ersten blick wie ein turnschueh aussieht, hat bei genauerem hinsehen einen doppelten boden.

es ist ein wunder dass der boden in japan so sauber ist, denn oeffentliche abfalleimer sind ebenso selten wie sitzbaenke und postkarten.

in souveniershops werden groesstenteils nahrungsmittel oder zubehoer fuer handys verkauft.

so, das wars dann mal wieder.. werde jetzt dann mal packen fuer die weiterreise. diese habe ich jetzt ziemlich fix geplant, damit ich nicht mehr so stress habe eine uebernachtungsmoeglichkeit zu finden, und telefoniere jeweils fruehzeitig um reservationen durchzufuehren. habs jetzt auch geschafft meinen plan so zu legen, dass ich am 6. august, jahrestag der atombome in hiroshima bin.

22 Jul
2007 by Phil

Japan

ach 4 naechten in tokyo, bin ich nun in takayama, so ein bergstaedtchen. hier ist alles vieeel ruhiger und die leute gelassener als in tokyo. der hotelbesitzer hat mich sogar am bahnhof mit dem auto abgeholt. da das hotel etwa 3km vom zentrum entfernt ist, hab ich pro tag jeweils ein fahrrad gemietet… also gestern und heute.
heute morgen bin ich zur abwechslung mal relativ frueh (7:30) aufgestanden, damit ich einerseits ein velo auf sicher habe, und ich in der morgentlichen kuehle rumlaufen kann. war etwa 2 stunden lang in so einer huegeligen waldlandschaft vollgespickt mit tempel unterwegs. kam mir so ziemlich chihiro oder mononoke-like vor das ganze.

nebst dem staedtchen selber, bin ich dann so ein outdoor museum aehnlich wie der ballenberg (so heisst er glaub ich) in der schweiz, einfach mit japanischen haeusern anschauen. auch dort war ich praktisch alleine unterwegs. bis etwa 8 cars voller ca. 12 jaehriger maedchen aus osaka eintraffen. da war die hoelle los, und ich amuesierte mich koestlich denen zuzuschauen. jede klasse macht zuerst ein gruppenfoto, dann laufen alle rum und kichern dabei staendig, alle gehen aufs klo, und dann muessen sie wieder los. die haben das ganze in 20 minuten angeschaut, wobei man sich laut reisefuehrer etwa 3 stunden dort verweilen koennte. die girls machen entweder einen bogen um mich, oder schauen einfach auf keinen fall hin, oder sie kichern und winken und sagen “hello”. witzig war es aber erst, als die cars losfuhren, da ich gerade eben auch auf dem rueckweg war. alle 8 cars fuhren an mir vorbei, und alle winkten wie wild…so nett ich eben bin winkte ich zurueck und im bus artete es dann wohl aus in kicherschallpegel ueber 100dB.

Die standardfragen von japanern, wenn sie eine kurzkonversation starten wollen ist:
– where are you from ?
– first time in japan ?
– you like it ?
– you like japanese food ?

das wars dann.
eine servierduese meinte heute aber nach der ersten antwort schon: “ah swatch”… sie begann noch etwa 4 andere schweizer uhrenmarken aufzuzaehlen und das wars dann. leider hab ich nicht mal ne schweizer uhr womit ich dann haette prahlen koennen.

Mein japanisch ist noch immer nicht so der hit, aber zumindest kann ich zu jeder zeit die leute begruessen, danke sagen, mich entschuldigen und das zaehlen funktioniert auch schon einigermassen inkl. zahlen ueber 1000.
anhand der sprache die ich jeweils hoere, weiss ich auch endlich wie ortsnamen korrekt auszusprechen sind. wenns aber mit dem taeglichen lernen von woertern so weitergeht, kann ich am schluss meiner reise vielleicht zwei ganze saetze machen

mein erfolgserlebnis war heute, ein ei und ein stueck fleisch mit den essstaebchen zu halbieren. seit ich hier bin habe ich kein messer und keine gabel mehr gesehen. Das hat den vorteil, dass ich zum essen meistens etwa eine halbe stunde brauche, da ich das zeugs nicht so schnell und in grossen portionen in den mund kriege.
Ebenfalls positiv war, dass ich auf meinen velotouren unfallfrei davon kam. es scheint hier naemlich keine konkrete regeln zu geben wo man mit dem velo fahren soll. die einen fahren auf dem trottoir die anderen auf der strasse, oder abwechslungsweise. die groesse schwierigkeit ist aber der linksverkehr, den man natuerlich auch beim ueberqueren der strasse beachten muss.

Dann hab ich auch noch rausgekriegt wie das mit den postkarten ist. man kann den japanern nicht zumuten, dass sie sich in ihrem reisestress noch postkarten aussuchen muessen. so gibt es keine einzelnen karten, sondern immer so ca. im zehnerpack. diese sind geordnet nach: xyz by night, xyz four seasons und xyz best views. So ist das.

also das wars mal wieder… morgen gehts ab nach kyoto und ich werd mich dann wahrscheinlich wieder mal melden