Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft’

21 Jun
2009 by Phil

Drachen fliegen

Ich habe in meinem ganzen Leben zusammengefasst noch nicht so viele Drachen gesehen wie heute. Ich weiss zwar nicht genau was die Leute hier dazu bewegt Drachen zu fliegen, aber es macht auf jeden Fall einen sehr friedlichen Eindruck.
Menschen allen Alters lassen ihre Drachen steigen. Viele Kinder, aber auch Einzelpersonen oder Paare mit bereits grauen Haaren…. alle bringen ihren Drachen mit und Chillen dann einfach auf der Wiese. Es ist jedenfalls ein schöner Anblick…. wie grosses Konfetti im Himmel.

kite
kite2

21 Jun
2009 by Phil

Helmpflicht

Die MoRo Helmpflicht scheint hier so fest verankert zu sein, dass man den Helm einfach immer auf dem Kopf lässt. Zum Beispiel:

Zum Fischen:
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Zum Drachenfliegen:
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helm2

Oder zum Sitzen auf der Sitzbank:
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15 Jun
2009 by Phil

Googles Suchvorschläge

Herrlich dieser Vergleich zwischen “standard” und “intellektuellem” Frage stellen.
googleintelligence

14 Jun
2009 by Phil

Blutgruppe in Korea/Japan

Ich muss da noch etwas nachtragen. In Korea sowie auch in Japan gibts da noch das Zeugs mit der Blutgruppe.
Bei abendlichem fröhlichen zusammensein wurde ich gefragt welche Blutgruppe ich habe. Und ich habe natürlich keinen blassen Schimmer. Solange man nicht wie bei der TV-Serie LOST mit dem Flugzeug abstürzt und anderen eine Bluttransfusion machen will, muss man die eigene Blutgruppe ja nicht wissen.
Jedenfalls ist es so, dass in Japan und Korea und vielleicht auch noch anderen Ländern die Blutgruppe so behandelt wird wie die Sternzeichen. Jede Blutgruppe hat so seine Charaktereigenschaften und besseres oder schlechteres Zusammenspiel mit Menschen anderer Blutgruppen.
Das geht manchmal so weit, dass gewisse Leute auf so Dating-Sites auch nach Blutgruppen filtern, da man nicht jemanden mit einer nicht-passenden Blutgruppe daten will.

Für mich als eher der Science-Typ macht jedenfalls das Blutgruppenzeugs noch eher einen Sinn als das Sternzeichenzegs. Blutgruppen sind ja tatsächlich physikalisch unterschiedlich und könnten sich auch entsprechend auswirken.

13 Jun
2009 by Phil

Das Alter in Korea

In Korea wird das Alter einer Person leicht anders gemessen. Wenn man zur Welt kommt ist man in Korea bereits ein Jahr alt. Jeweils beim Jahreswechsel wird man dann ein Jahr älter. In Korea bin ich daher bereits 26 Jahre alt.
Kommt ein Baby am 31. Dezember auf die Welt, so ist es am nächsten Tag bereits zwei Jahre alt.

Das Alter hat hier sowieso eine relativ hohe Bedeutung. Freunde kann man nur sein wenn man gleich alt ist. Wenn man Jünger oder Älter ist, ist man dann einfach “kleiner Bruder” oder “grosse Schwester” oder so.

13 Jun
2009 by Phil

Hundemarkt und Bad

Heute habe ich hier einen Hundemarkt gesehen. Mit Hunden die dann zum Essen gedacht sind. Jeweils zu zehnt oder noch mehr in kleinen Kaefigen eingesperrt, warteten sie darauf gekauft und gebraten zu werden.
Fotos durfte ich keine schiessen. Die Verkaeufer hatten Angst ich sei von der PETA oder so und rannten jedes mal gleich die Arme schwingend auf mich zu wenn ich den Fotoapparat nur schon aus dem Rucksack zueckte.

Nach diesem eher unbequemen Ergebnis machten wir uns auf in so ein Bad mit Sauna und all dem Zeug und Wellnessten ein wenig. Das tat mal wieder richtig gut.

Morgen gehts dann mit der Vietnam Airlines mit dem Flug VN939 nach Ho Chi Minh (frueher Saigon) wo Regen und 33Grad auf mich warten.

12 Jun
2009 by Phil

DMZ und Nordkorea

Heute war ein Tagesausflug angesagt. Dafuer musste ich bereits um 5:30 aufstehen. Ich habe keine Ahnung wie ich das 6 Jahre lang geschaft habe… Egal, jedenfalls war mein Reiseziel die DMZ und Sicht auf Nordkorea.

Nord- und Suedkorea sind eigentlich ja immer noch im Krieg. Es herrscht lediglich ein Waffenstillstand der schon ziemlich ein Weilchen haelt. Beide Seiten halten ihr Militaer aber Kriegsbereit und so muessen die Suedkoreaner 2 Jahre lang in die “RS” und die Nordkoreaner 10 jahre lang.
Damit sich die beiden Nationen an der Grenze nicht staendig auf den Deckel hauen, wurde entlang der Grenze eine 4 Kilometer breite Demilitarisierte Zone (DMZ) eingerichtet. Also von der eigentlichen Grenze aus sind die ersten 2 Kilometer in Nord- respektiv Suedkorea Militaerfrei und Unbewohnt. Da die DMZ mit Landminen vollgespickt ist, ists wahrscheinlich eh nicht so toll dort zu wohnen.
Auf Suedkoreaseite folgen nach den 2 Leerkilometern 7 Kilometer Militaerzone, mit dem Ziel allfaellige Angriffe von Nordkorea aus direkt schon an der Grenze zu ersticken.

Trotz allem, gibt Suedkorea die Hoffnung auf Frieden nicht auf. Es wurde eine Autobahn bis an die Nordkoreanische Grenze gebaut. Diese darf zwar nicht befahren werden, aber ist im Prinzip bereit vom ersten Friedenstag an in Betrieb genommen zu werden. Inkl. Verkehrsschilder e.t.c…. alles steht schon.
Dasselbe gilt fuer die Bahn. Es gibt einen topmodernen Bahnhof auf Suedkorea-Seite, mit LED-Abfahrtsplaene und allem drum herum. Eine Zeit lang gab es sogar einen Zug der nach Nordkorea fuhr, um Waren zu liefern.
Seit der Verschlechterung der Beziehungen im Dezember 2008, wurde der Betrieb wieder eingestellt.

Nun, es gibt noch haufenweise Dinge die ich ueber Nordkorea erzaehlen koennte, aber ich will jetzt mal zum eigentlichen Tourbericht kommen:

Am Morgen ging es in die DMZ hinein, wo man einen Tunnel besichtigen konnte, die die Nordkoreaner gruben um Suedkorea zu infiltrieren und anzugreifen. Dann besuchten wir die besagte Autobahn und den Bahnhof.
Scheinbar war gerade Schulreisetag und so gab es auf der Aussichtsplatform mehr Schueler und Schuelerinnen zu sehen, als Nordkorea. War aber Witzig, da alle eine Riesenfreude hatten “Hello, nice to meet you” zu sagen und mehr Fotos von uns Westlertouristen als von Nordkorea machten.
Vom Aussichtspunkt aus sah man schon die Nordkoreanische Flagge die am Weltweit hoechsten Fahnenmast(160 Meter) haengt und 136kg wiegt.

Nachdem wir am Morgen schon bisschen was von Nordkorea gesehen hatten, gings am Nachmittag dann ernster zu und her. Die Reise fuehrte nach Panmunjon, der Ort wo sich Nord- und Suedkorea fuer Verhandlungen treffen. Der Ort befindet sich genau auf der Grenze. Die DMZ und Panmunjon werden von den Vereinten Nationen verwaltet. So mussten wir in einen speziellen UN-Bus umsteigen und wurden staendig von militaerpersonal begleitet. Es musste immer in zweierkolonnen gelaufen werden und man durfte nicht Anhalten. Fotos machen war strengstens verboten, sofern nicht explizit erlaubt.
Ebenfalls verboten war es, mit dem Finger auf Nordkoreanische Soldaten zu zeigen oder ihnen zuzuwinken. Auch der Dresscode war vorgegeben.
Schlussendlich befanden wir uns im Raum, wo die Verhandlungen gefuehrt werden. Dieser steht zur haelfte in Nord- und Suedkorea. So hatten wir die Moeglichkeit kurz mal auf Nordkoreanischem Boden zu stehen.
Im Raum standen auch Wachen herum, von denen ich zuerst meinte es seien Wachspuppen, bis die Tourfuehrerin sagte die seien echt. Und man durfte sogar Fotos schiessen… wooohooooo.

Insbesondere der Nachmittag war schon ziemlich eindruecklich. So von US-Soldaten begleitet mal eben schnell Nordkorea streifen. Vor allem mit dem Wissen, dass das hier nicht Geschichte, sondern Gegenwart und “echt” ist.
Einige Fotos gibts schon mal auf der Fotoseite im Ordner Seoul.

11 Jun
2009 by Phil

Ausgang in Seoul

Gestern Abend bin ich mit Kyu Ho ein wenig in der Stadt herumgesteuert. Zuerst mal friedlich was Essen und dann zusammen mit James und einer Kollegin die er mitbrachte fleissig koreanischen Alkohol trinken. Wobei wir alle keine Chance gegen das Girl (Nam Hye-yeon) hatten, die nachdem wir alle vernuenftigerweise aufgehoert hatten zu trinken, nochmals eine Flasche Soju bestellen wollte.

Spaeter trennten wir uns dann wieder und verpassten prompt die letzte U-Bahn, so dass wir das Taxi nehmen mussten. Gluecklicherweise sind die Taxipreise hier einigermassen Human.
Dann ging es aber erst richtig los. Mehr oder weniger um die Ecke von meinem derzeitigen Wohnort gibt es da so einen Club.
Das war recht speziell, da es so etwas in der Schweiz soviel ich weiss nicht gibt. In Korea sei dies aber weit verbreitet.
Es ist eine grosse Halle mit viel Tischen, alles schoen dekoriert und vorne eine Buehne und Tanzflaeche.
Die Boys sitzen an den Tischen und die Girls werden vom Personal zu den Boys gebracht. Gefaellt es den Girls nicht, ziehen sie weiter und es vergehen keine 2 Minuten bis das Personal Girl-Nachschub liefert.
Ueblicherweise offeriert man dann etwas zu Trinken, und plaudert ein wenig. In meinem Fall war das plaudern etwas schwierig, wegen mangelnden Englischkenntnissen der Gespraechspartnerinnen. Aber die eine war eh nur noch am herumsmilen und flippte aus weil sie neben einem “Westler” sitzen durfte und war happy genug ohne dass man noch plaudern musste.
Dann erklingt Tanzmusik und man kann frei abtanzen gehen. Was ich natuerlich voll auskostete. Nach ca. 20 Minuten ist wieder Pause und fuer 10 Minuten oder so erklingen irgendwelche Lovesongs, so dass man an den Tischen wieder diskutieren kann.
Finde ich eigentlich einen guten Ansatz, denn man ist zu nichts gezwungen, lernte Leute kennen, kann Abshaken und Pause machen. Ich haette zwar noch laenger bleiben koennen, aber da kyu ho am naechsten morgen wieder um 7 aufstehen musste, machten wir uns um 3 Uhr Morgens auf den Weg nach Hause.