Tokyo vom 45. Stock
In der Nacht auf Heute stürmte es ziemlich. So fest dass ich mich manchmal fragen musste ob ich denn wirklich noch Wände um mich herum habe. Das schlechte Wetter zog sich weiter durch den Tag und so entschied ich mich, ein wenig zu Arbeiten und dafür mal an einem schönen Wochentag frei zu nehmen.
Als dann Abends der Regen endlich aufhörte entschied ich mich, noch in die Stadt zu gehen um noch ein par Fotos von der Oper zu schiessen. Danach gings weiter richtung Park Hyatt, dem Lost in Translation Hotel.
Das gute an japanischen Wohn-Hochhäuser ist, dass das Treppenhaus nicht drinnen, sondern draussen ist. Um eine bessere Sicht auf das Park Hyatt zu haben, machte ich mich auf irgendwelchen Hochhäusern einfach mal auf den Weg zum obersten Stock. Meistens war die Sicht aber doch nicht so gut. Die beste Sicht hatte ich von einem Block aus, wo ich die Feuerleiter hochstieg… ich meine, es war nicht abgesperrt und ich kann ja allfällige japanische Verbotsschilder nicht lesen. Trotzdem kam ich mir ein wenig vor wie ein Einbrecher. Dafür entstand dieses Foto:

Auf dem Weg zum “Tokyo Metropolitan Government Building” hatte ich noch einige gute Fotoaussichten auf 6-Spurige Strassen, welche jedoch praktisch leer waren und ich daher nicht so tolle Autolichtstreifenfotos machen konnte.
Nachts zwischen den Wolkenkratzer herumzuschlendern ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen hier. Es ist irgendwie alles so gross und all diese Lichter, und doch ist es erstaunlich ruhig. Da es sich meistens um Bürohochhäuser handelt, sind die Strassen Abends beinahe leer und es ist ziemlich still. Zwischen drin mal wieder ein Hotel, welches Chill-Musik vor dem Eingangsbereich abspielen lässt. Herrlich.
Das Problem ist, man kann das nicht so Fotografieren wie man es erlebt. Wenn man direkt vor einem Hochhaus steht und fotografiert sieht es nicht so toll aus, und Hochhäuser die weiter weg sind kann man nicht fotografieren, da auf der anderen Strassenseite gleich schon wieder ein Hochhaus die Sicht blockiert. Da gibt es nur eins: Man muss hoch hinauf.
Ich machte mich also auf den Weg zum Observatorium des TMGB im 45. Stock. Oben angekommen, stellte ich fest dass die Aussicht toll ist. war ich völlig hin und weg und musste mir das ganze zuerst mal in aller Ruhe reinziehen bevor ich mich ans Foto schiessen machen konnte, denn die Aussicht ist wirklich toll. Fucking Ass(Eye?)-kicking Aaaaammmmmaaaazing. Sorry, da kann der Sternenhimmel gleich einpacken.
Die Aussicht ist etwa so umwerfend wie 10 000 Sternschnuppen die gleichzeitig am Himmel erscheinen und das am Himmel schreiben was du soeben denkst, während dem neben dir das Londoner Symphonieorchester gerade “Leia’s News & Light Of The Force” ab 1:20 spielt und du gerade einen Löffel voll Ovomaltineschoggimousse über deine Zunge zergehen lässt.
Oder anders gesagt: soooooooooo viele Lichtlein wohin das Auge auch reicht.
Noch mehr Bilder gibt es in meiner Bildergalerie.
Auf jeden Fall weiss ich, dass ich vor meiner Abreise auf jeden Fall nochmals dorthin gehen werde. Es ist einfach ein must-seen für alle Tokyogänger. Ich kann es nicht glauben dass ich das bei meinem ersten Tokyobesuch vor zwei Jahren verpasst habe.




7 Kommentare
Mani:
16. March 2009 at 08:03Hey Phil, megaultraturbocoole Pix! Das Lichtermeer ist echt schier unglaublich. Bin mal gespannt, was du noch so an Bildern schiessen wirst.
Phil:
16. March 2009 at 08:03merci 🙂
Du könntest deiner Frau ja sagen, sie soll eins dieser Bilder abzeichnen…wäre bestimmt eine gewisse Herausforderung 🙂
Mani:
16. March 2009 at 11:03Da könntest du recht haben, ich höre sie bereits sagen “Bisch wahnsinnig, do bruch i jo viiil z’lang defür…” 😉 Und Geduld ist ein Fremdwort in solchen Sachen. Es muss immer schnell gehen.
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19. March 2009 at 22:03hammer dini umschriebig!
dbiuder natürlech o. aber mit dire vorbeschriebig no grad viu wörkigsvouer..
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19. March 2009 at 22:03apropos orchester..
lotr mit live musig vom 21. century orchester u chor, u das ganz im kkl lozärn. DASCH GEIL!
http://www.21co.ch/
http://www.21cc.ch/
marteli:
21. March 2009 at 12:03bin hin und weg
Sternenhimmel auf dem Land und in der Stadt | Pottwalblog:
5. October 2010 at 08:10[…] Restaurants, Bars, Einkaufsmöglichkeiten und ein gutes öV-Netz. In der Nacht kann eine Stadt auch sehr schön aussehen. Es gibt aber etwas, was man in einer Stadt wegen Lightpolution oder so nie gleich gut sehen wird […]