26 Jul
2007 by Phil

Japan

die japanischen tastaturen sind ziemlich nervig. gleich neben der leertaste, die sehr klein ist, ist so eine umschalttaste. sobald diese gedrueckt wurde, schreibt das bloede ding nur noch so japanische zeichen… ich muss immer hoellisch aufpassen.

also ich war nun 3 einhalb tage in kyoto, und es war von anfang an ziemlich anstrengend. dies vor allem, weil die wolken weg sind und somit es recht warm wird hier. so abends um 6 noch etwa 34 grad. in der nacht trinke ich jeweils fast einen liter wasser.

jedenfalls war die ankunft nicht grad der hit, weil alles schon ausgebucht war, was ich in meinem reisefuehrer hatte. so musste ich mich auf die suche nach etwasem machen, was eher lange ging.. und bei dieser hitze mit vollpackung rumzuirren ist recht muehsam. schlussendlich habe ich aber ein sehr guenstiges plaetzchen gefunden. hat zwar keine dusche, muss dafuer ins bad… und ist einfach so ein schlafraum… dafuer gibts abends gratis alkohol und morgens gratis fruehstueck. abends trifft man sich mit allen um den tisch und diskutiert. habe einige koreaner, franzosen, daenen hier kennengelernt. alleine die gespraeche die sich ergeben haben waeren schon einen riesigen foreneintrag wert.

will mich nun aber wieder eher aufs allgemeine beschraenken. ich weiss nun wieso es heisst, man koennte auch ein jahr lang in kyoto sein und immer neues entdecken.
das problem ist, im zentrum von kyoto ist nichts spezielles… ist wie jede andere stadt. wenn man was sehen will muss man ausserhalb gehen. da es hier nur zwei metrolinien hat die dort halt machen wo mans nicht gebrauchen kann, muss man mit bussen fahren. so eine fahrt dauert jeweils etwa 50 minuten wegen stau auf den strassen und so… und das ist ziemlich nervig wenn man da staendig so lange busfahren muss vom einten zum anderen ort. zudem ists hier voller touristen. habe hier wesentlich mehr westler als in tokyo oder takayama gesehen. vor allem viel franzosen.

in japan gibts ueberall getraenkeautomaten. wenn mal die wasserflasche leer ist, muss man sich keine sorgen machen denn man weiss, dass man in den naechsten 5 minuten wieder an einem getraenkeautomaten vorbeilaufen wird.

arbeitslose gibt es hier wahrscheinlich auch nicht viele. alles ist so strikt geregelt, dass wenn irgendwo ein schachtdeckel geoeffnet werden muss, dann oeffnet man zu zweit den deckel, und drei beamten stehen darum und regeln den verkehr.

bei baustellen, die ohnehin so gut abgeriegelt und abgeschrimt sind dass man nicht mal merkt dass es eine baustelle ist, steht ebenfalls immer mindestens jemand davor und schaut dass auch sicher niemand sonst die baustelle betritt.

dann gibt es leute die putzen bei den rolltrepen das band wo man die haende drauf hat.

ueberhaupt, bei allen dienstleistenden berufen wie z.b. leute an der kasse oder busfahrer.. die haben alle handschuhe an.

einmal bemerkte ich, wieviele leute das selbe buch lasen… aber in wirklichkeit, wird das buch eingefasst wenn man es kauft.. damit man nicht sehen kann was die person liest. somit sieht jedes buch dass bei einem haendler gekauft wurde von aussen gleich aus.

in spielhallen hat es leute die halten sich fit in dem sie auf so tanzmatten rumhopsen. die haben ihr handtuch dabei um sich abzutrocknen wenn sie schwitzen.. und niemand schaut irgendwie komisch.

was die girls anbelangt muss ich korrigieren… so viele haben keine miniroecke. aber dann halt eben diese ultrakurzen hoeschen … doch genau die haben meistens null ausstrahlung.. oder laufen gequaelt hinkend in ihren schuhen rum dass es alles andere als sexy aussieht.
schuhe ohne absaetze gibt es hier wirklich nicht bei den frauen. auch das was auf den ersten blick wie ein turnschueh aussieht, hat bei genauerem hinsehen einen doppelten boden.

es ist ein wunder dass der boden in japan so sauber ist, denn oeffentliche abfalleimer sind ebenso selten wie sitzbaenke und postkarten.

in souveniershops werden groesstenteils nahrungsmittel oder zubehoer fuer handys verkauft.

so, das wars dann mal wieder.. werde jetzt dann mal packen fuer die weiterreise. diese habe ich jetzt ziemlich fix geplant, damit ich nicht mehr so stress habe eine uebernachtungsmoeglichkeit zu finden, und telefoniere jeweils fruehzeitig um reservationen durchzufuehren. habs jetzt auch geschafft meinen plan so zu legen, dass ich am 6. august, jahrestag der atombome in hiroshima bin.

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