2012

November 16th, 2009 by Phil

Gestern Abend habe ich mir “2012″ reingezogen und weiss jetzt gar nicht so richtig was schreiben da ich Kritikmässig ziemlich hin und hergerissen bin. (Dieser Blogpost beinhaltet keine Spoiler zum Film)
2012
Der rote Faden durch die Story gefiel mir eigentlich, insbesondere dass man dann in der zweiten Hälfte an einen Punkt kommt wo der Trailer noch nichts verraten hat. Finde ich immer gut wenn noch was kommt was man nicht schon weiss.

Der Weltuntergang ist zweifelsohne spektakulär inszeniert und überzeugt bildtechnisch sehr. Allerdings gibt es da einen grossen Haken. Bei 90% all dieser Szenen geht es darum dass der Filmheld mit dem Auto oder dem Flugzeug dem Desaster davonfährt und natürlich bei allem gerade so ganz knapp vorbeikommt. Das zieht das ganze extrem ins lächerliche und es gab tatsächlich einige im Kino (mich inklusive) die bei diesen Szenen lachen mussten. Nicht weil es lustig war, nein – es war mehr ein auslachen.

Das ist ganz klar eine grosse Schwachstelle, denn wenn die Welt schon so spektakulär verendet will ich etwas denken im Sinne von “Holy Shit!!! Wir werden alle sterben, aber es sieht abartig geil aus” und nicht “pffffff!”.
Darum @Emmerich: Gerne all diese Zerstörungsszenen nochmals ohne das flüchtende Auto/Flugzeug bitte!

Ein weiterer Schwachpunkt waren die Dialoge welche zum Teil wirklich gar keinen Sinn machten, egal wie lange man eine Argumentation dafür suchte (ich spreche da insbesondere auf die Szene an, wo darüber argumentiert wird ob man die Leute von draussen jetzt rein lassen soll oder nicht… bitte, wieso genau soll man die nicht rein lassen?).
Auch dass jeder der Hauptdarsteller mal noch mit seinen Verwandten telefonieren musste und am Telefon dann so eine Gesülzorgie veranstaltete, war einfach zu viel für mich. In solchen Momenten würde ich dem Skriptautor die Worte welche die Schauspieler sprechen müssen am liebsten quer in den Arsch schieben.

Fazit: Ein Film mit grossartigen Effekten, die aber nur halb so gut rüberkommen wenn man sich nicht auf den üblich übertriebenen Hollywood-Kitsch einlassen kann.


Ein Kommentar zu “2012”

  • *:

    16. November 2009 at 22:54

    dialoge si zschwirigste im dräihbuech.
    resp. e guete dialog schriebe isch höchi kunst, u nume e fium mit guete dialoge (wo sinnvou u nötig si) isch e guete fium!

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