30 Apr
2009 by Phil

Sightseeing. Und so.

Raphael kannte da noch zwei Japanerinnen aus seinem Sprachaufenthalt in Vancouver. Wir trafen diese also Gestern. Eine davon brachte noch ihre kleine Schwester und eine Kollegin, sodass wir dann mit 4 Japanerinnen unterwegs waren.
Das Tagesprogramm wurde von Natsuko bereits vorgeplant. Wir hatten im vorhinein drei verschiedene Programmmöglichkeiten inkl. konkrete Uhrzeiten, Bahnlininen und Preise bekommen, so dass wir eines dieser “Tourprogramme” auswählen konnte. Ich dachte mir es wäre toll das Programm irgendwie völlig durcheinanderzubringen um zu sehen wie die Reiseführerin dann reagieren würde… aber das wär dann schon bisschen fies.

Wir machten bisschen Tempel, bisschen Bootsfahrt, bisschen Park, bisschen Shopping. Eigentlich eine schön ausgewogene Tour. Ich kannte das meiste ja eh schon und versuchte deshalb mich ein wenig auf japanisch zu unterhalten. Richtig gut ging das nur mit Natsuko’s Schwester, da diese nicht besonders gut Englisch konnte. Alle anderen wollten natürlich gerne ihr Englisch ausprobieren.

Auf dem Foto: maiko, the white tiger samurai, natsuki, raphel, satoko. Fotografin: hiromi
reisetruppe

Am lustigsten war es, da ich von der Schule her so gewohnt bin die “Polite-Form” zu verwenden, dass ich immer wieder mal in diese Form gerutscht bin als ich mit unserer Begleitung (ca. in unserem Alter) geredet habe. Das ist, als würde ich Sie, meine verehrten Leser die ganze Zeit per “Sie” ansprechen.

Eine davon (Maiko) hat japanische Kultur studiert und kannte sich aus mit all den Ritualen in den Tempeln und so. Ich hab mich dort also das erste mal korrekt verhalten. Inklusive Reinigung vor dem betreten des Tempels (alle ziehen sich nackt aus und immer eine männliche und eine weibliche person waschen sich gegenseitig so mit einer Holzkelle die Hände und Mund waschen und am Schluss die Holzkelle mit sich selbst waschen)
Ein wenig enttäuschend war, dass man scheinbar die genaue Bedeutung all dieser Tori, diese roten oder andersfarbenen Tore nicht mit kennt. Die bei einem Tempel gelten als Tempeleingang und schauen immer gegen Süden. Alleinstehende (von denen es reichlich gibt) haben aber scheinbar keine spezielle Bedeutung.
Das hat gerade ein wenig mein Bild der grossartigen japanischen Religion/Kultur erschüttert. Aber es gibt ja immer noch Ninjas, Samurais und Game Centers…

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