Nihon-jin no uchi de tomodachi to bangohan o tabemashita

March 1st, 2009 by Phil

Vor drei Wochen schrieb ich mal über meine flüchtige Begegnung mit Yuumi. Gestern wurden wir eingeladen, um zusammen mit ihren Kolleginnen bei ihrem Kollegen zuhause zu Essen und rumzuhängen.
Am Freitag sah es noch so aus, als würden rund etwa 4 Schweden und ich dort hingehen. Am Samstag Abend waren zum Treffpunkt aber nur ich und Mitschüler Martin anwesend.

Das mit dem Treffpunkt war aber sowieso so eine Sache. Yuumi schrieb mir: 18 Uhr bei der Hatsudai-Station. Das Problem ist, die Station hat 5 Verschiedene Ausgänge, die alle meilenweit voneinander entfernt sind (ca 400 Meter). So kam es, dass wir uns erst nach einer halben Stunde mal per zufall am selben Ausgang trafen :)

Wir machten als bekanntschaft mit Nami, die zusammen mit Yuumi ein Jahr in Lyon war und französisch studierte, Asami, die ein par Jahre in Deutschland wohnte und mit Kazu, der ein Arbeitskollege von Yuumi ist.
Martin und Ich versuchten, uns mit den anderen auf japanisch zu unterhalten…. was wir dann aber ziemlich bald mal aufgegeben haben. Wir können zwar schon so einiges auf Japanisch, aber für Diskussionen reicht es noch nicht. Auch fanden wir heraus, dass wir in der Schule die Höfliche Japanisch-Form lernen, die unter Freunden so nicht angewendet wird. Glücklicherweise unterscheiden sich die beiden Formen nur in irgendwelchen Verb-Endungen, sodass wir trotzdem so einiges verstehen konnten, was die anderen Diskutierten.
Es wurde also zu einem Mix aus Deutsch, Französisch, Japanisch und Englisch… und Martin brachte mal ab und zu etwas auf Schwedisch.

klischee frauen am herd
Wir konnten nichts dafür… aber das Klischee “Frauen am Herd” bewahrheitete sich wieder ein mal (nicht dass wir uns dagegen gewehrt hätten :) ). V.l.n.r: Nami, Yuumi, Asami

warten aufssessen
Gegessen wird natürlich sitzend am Boden…

das essen
Das Essen… irgendwas Bouillonmässiges mit Fleisch und Tofu drin.

alltogether
Und hier noch ein lustiges Gruppenfoto:)

Irgendwann kam Kazu mit einem Didgeridoo und sonstigem Instrumentenzeugs angebraust, und wir versuchten ein wenig was jamsession-mässiges. Damit haben wir sicher alle Bösen Geister aus dem ganzen Quartier verjagt… Um halb 12 war dann fertig lustig, und wir gingen um den letzten Zug zu erwischen, der uns noch bis nach Hause bringen würde.

Es war auf jeden Fall ein cooler Abend. Hoffentlich ergibt sich wieder einmal so eine Gelegenheit.


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