Es ist soweit. Der Kampf DSi vs. PSP Slim kann beginnen:

Es sei gleich schon mal angemerkt, dass die neuere PSP 3000 sich lediglich in der Farbqualität des Displays und mit einem eingebautem Mikrofon von der hier verglichenen PSP Slim unterscheidet.
Grösse/Handlichkeit
Wie unschwer zu erkennen ist, ist die PSP leicht länger als der DSi. Dies liegt vor allem am grösseren Display. Beide sind wiederum gleich Dick.


Der DSi ist somit handlicher als die PSP. Dazu kommt noch, dass der DSi im zugeklappten Zustand einen stabilen Eindruck macht und keiner Gefahr des Display zerkratzens ausgesetzt ist. Somit kann man hier gut auf irgend eine Schutzhülle verzichten, die dann die PSP für den Transport gleich noch ein wenig unhandlicher macht.
Im Punkt Grösse/Handlichkeit siegt daher der DSi.
Display
Ich will und kann da keine aussagekräftigen Statements zur Qualität der Displays machen. Sowohl bei der PSP als auch beim DSi konnte ich bisher alles gut erkennen was mir geboten wurde. Grundsätzlich: Der DSi hat zwei Displays, die PSP einen der dafür grösser ist.

Da man bei vielen DSi Games im Endeffekt hauptsächlich eh nur einen Display beachtet, bevorzuge ich den Display der PSP. Dieser ist mit einer Auflösung von 480 x 272 und 16 Mio. Farben detailreicher als der vom DSi (256 x 192, 260′000 Farben).
Akku/Aufladen
Laut Hersteller ist die Akku Laufzeit des DSi etwa 14 Stunden, die der PSP etwa 6 Stunden. Da ist aber anzufügen dass die PSP so konzipiert ist dass man von Hand den Akku wechseln kann und es auf dem Markt Akkus gibt die bis zu 20 Stunden halten sollen. Für das Wechseln eines DSi Akku’s ist ein Schraubenzieher notwendig…
Zum Aufladen:

Da zieht meiner Meinung nach Nintendo den kürzeren. Zum einen haben die einen proprietären Stromstecker eingebaut. Der der PSP sieht ziemlich Standardmässig aus und kann mit Standard-Netzgeräten gespiesen werden. Des weiteren kann die PSP auch per USB aufgeladen werden. Das geht beim DSi nicht, da dieser nicht einmal einen USB-Anschluss hat.
Spielmedium
Sowohl Sony als auch Nintendo haben ihr eigenes Spielspeichermedium erfunden:

Das von Sony finde ich insofern zum Kotzen, da es bewegliche Teile braucht um die Spiele zu lesen… sprich: Anfälliger dass mal etwas kaputt geht oder der Leselaser verstaubt e.t.c. Da gefällt mir die Lösung von Nintendo um einiges mehr.
Allerdings muss man Hinzufügen: Ein PSP-Spiel kann gut mal über 600MB gross sein. Zur Zeit als die erste PSP auf den Markt kam war Speicher noch einiges teurer als jetzt. Ein DSi-Game ist durchschnittlich zwischen 5 und 60MB gross.
Diverse Funktionalitäten
Beide haben W-Lan mit der möglichkeit im Internet zu surfen. Die PSP hat Skype mit an Bord. DSi hat einen Touchscreen der von den meisten Spielen irgendwie genutzt wird (auch wenns nur für die Menüführung ist). Ebenfalls nur im DSi vorhanden sind zwei Kamera’s (eine vorne und eine hinten) mit denen sich Fotos schiessen und nachträglich bearbeiten lassen.
Grosser Vorteil der PSP (meiner Ansicht nach) ist, dass man darauf Filme schauen kann.
Die Spiele
Ich wage mal zu sagen, im Endeffekt kommt es darauf was man Spielen will. Setzt man mehr auf gute Grafik, Shooterspiele und Simulationen so ist man mit der PSP gut bedient. Setzt man mehr auf Fun-Games und Knobelspiele ist man mit dem DSi besser dran.
Für den DSi gibt es tatsächlich ein par interessante Games… unter anderem z.B. einen Synthesizer von Korg (wooooohooooo) oder eben diverse Übersetzungsprogramme die vom Touchscreen natürlich profitieren können. Für nicht-Fun/nicht-Strategie/nicht-Fun-Spiele ist der DSi schlichtweg nicht geeignet. Ich habe darauf mal das Rennspiel “Trackmania” ausprobiert und ich hab beinahe Augenkrebs gekriegt. Da fühlt sich das Spielen auf der PSP wesentlich “realistischer” an.
Homebrew-Möglichkeit
Homebrew ist die Bezeichnung dafür, selbst programmierte Software auf den Spielkonsolen laufen zu lassen. Z.B. Emulatoren oder PDF-Reader e.t.c.
Bei der PSP ist dies mit einer Operation am Akku möglich (bisher noch nicht auf der PSP 3000!), die jeder Elektroniker oder technik begabte Person die mit einem Lötkolben umgehen kann selbst vornehmen kann. Die präparierten Akku’s gibts aber auch im Internet zu kaufen.
Für den DSi kommt man nicht herum eine Spielkarte zu kaufen die das Einführen einer MicroSD-Karte ermöglicht auf der sich die Homebrew-Programme befinden.
Finales Fazit
Du kaufst die eine PSP wenn:
- du dich gewohnt bist Spiele mit guter Grafik zu spielen
- du auf dem Weg zur Arbeit die neuste Heroes-Folge schauen willst
- du dich bei Mario Kart regelmässig selbst abschiesst oder von der Strecke fällst
Du kaufst dir ein DSi wenn:
- dein Hund “Mario” und deine Katze “Luigi” heisst
- du jünger als 14 bist
- mehr auf Fun- und Knobelspiele stehst
- einen touchscreenfetish hast